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Sonntag, 23.02.2020

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"Kuscheliger" Adventsmarkt in Diespeck

AWO-Therapiezentrum freute sich über große Resonanz - 18.11.2019 21:02 Uhr

AWO-Kreisvorsitzender Werner Wiederer, "Christkind" Jessica Hackenberger und die Leiterin des Therapiezentrums, Sabine Neumohr (v. l.) freuten sich über viel Anerkennung für den "kuscheligen Adventsmarkt" in Sachsengrund.


In einem gemütlichen Budenkreis freuten sich die Leiterin des Therapiezentrums, Sabine Neumohr, und der Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Werner Wiederer, über viele Besucher des nach dem großen Premierenerfolg im letzten Jahr wiederholten und erstmals auf zwei Tage ausgedehnten Marktes. So sollte sich der mit Aufbau und ansprechender Deko verbundene Aufwand eher lohnen, was auch von der besonderen "kuscheligen" Atmosphäre angetane Gäste gerne bestätigten. Diesen wurden neben vielen in der Kreativgruppe handgemachten Geschenkideen oder weihnachtlichem Schmuck auch allerlei Genüsse geboten, mit denen man sich um angenehme Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlende Öfen scharte, im Gegensatz zu vielen Märkten leiser musikalischer Untermalung lauschte oder sich über das Wirken in dem seit 1994 bestehenden Therapiezentrum informierte.

Dieses bietet 53 Pflegeplätze für volljährige Frauen und Männer mit "substanzgebundener Abhängigkeitserkrankung auch mit daraus resultierenden psychischen und physischen Beeinträchtigungen", um die sich 35 Beschäftigte annehmen, "alle mit Herz und Empathie dabei", was allgemeine Anerkennung findet. Ziel sei es, gemeinsam mit den langjährig suchtkranken Menschen einen Hilfeplan zu erstellen, um den Weg aus der Abhängigkeit und eine Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen". Das Zentrum am Ortsrand von Diespeck bietet verschiedene Wohnstufen und Therapiegruppen sowie Beschäftigung in Haus und Garten, Küche, Wäscherei und Reinigung, in Montage und Verpackung, in einer Schreinerei mit Holzgruppe sowie in der Kreativgruppe, die sich mit ihren Arbeiten und ihrer Wertigkeit bestaunen lassen durfte.

Respektvoller Umgang ein AWO-Gebot

"Wir fördern die individuelle Lebensgestaltung und orientieren uns an den Stärken unserer Klienten" betont man im "Sachsengrund", in dem sich das Therapiegruppenangebot fortlaufend weiterentwickelt und "bewusst Raum für Wünsche der Klienten lässt", der respektvolle Umgang oberstes Gebot ist. Denen sind vielfältige Bewegungs- und Entspannungsmöglichkeiten sowie ein umfangreiches Programm zur Freizeitgestaltung geboten.

Das Therapiezentrum fügt sich in den Katalog der Einrichtungen des AWO-Kreisverbandes, der mit 450 Beschäftigten zu den großen Arbeitgebern in der Region zählt. In Neustadt bietet er 130 Pflegeplätze und 100 Wohnungen, in Langenzenn 100 Pflegeplätze und 30 Wohnungen sowie auch Cadolzburg 170 Einheiten für das betreute Wohnen. Die stets ausgebuchten Häuser und Wartelisten sind für Kreisvorsitzenden Wiederer der Beleg für das Ansehen, das die Pflege der Arbeiterwohlfahrt in der Region genießt.

Harald J. Munzinger

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