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Samstag, 20.04.2019

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Landkreis Neustadt bewirbt sich um Naturpark-Zentrum

Weiß und Herold schlagen Standort im Südlichen Steigerwald vor - 09.02.2019 14:00 Uhr

Im Steigerwald bewerben sich mehrere Orte um den Standort für das Naturpark-Zentrum. Die Standortanalyse und -bewertung wird in den nächsten Monaten erfolgen. © Frank Märzke


Die Stärkung der Naturparke in Bayern ist einer der wesentlichen Bestandteile der "Naturoffensive Bayern", die durch das Bayerische Kabinett im Juli 2018 beschlossen wurde. Neben der Aufwertung der Naturparke mit Rangern, die die ökologischen Besonderheiten der Region erläutern, sollen in den Naturparken auch Informationszentren errichtet werden. Im Steigerwald wird in den nächsten Tagen eine vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz beauftragte Untersuchungskommission mögliche Standorte für ein Naturpark-Zentrum besichtigen. Der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim bewirbt sich dafür mit Standorten im Raum Scheinfeld-Markt Bibart.

Leuchtturmprojekt für die Region

"Der Steigerwald besteht aus äußerst interessanten Kulturlandschaften und hochwertigen Naturräumen mit naturschutzfachlich herausragender Bedeutung. Diese natur- und kulturräumlichen Besonderheiten sind im Nahbereich der vorgeschlagenen Standorte sehr gut zu erleben". Landrat Weiß ist überzeugt, dass sich die Region hervorragend für dieses Leuchtturmprojekt eignet. Sie punktet mit den guten Verkehrsanbindungen aus den Ballungsräumen sowie mit den vielen Rad- und Wandertouristen“.

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Weiß führt dazu weiter aus: "Nachdem mir nach wie vor viel an der Jugendarbeit im Landkreis liegt, reifte bei den Diskussionen über ein neues Jugendübernachtungshaus bereits im vergangenen Kalenderhalbjahr der Gedanke, im Umfeld eines zukünftigen Naturpark-Zentrums einen entsprechenden, an das bisherige Nutzungskonzept des Übernachtungshauses in Markt Bibart angelehnten Neubau ins Auge zu fassen". Mit der möglichen räumlichen Nähe der beiden Einrichtungen ließen sich wichtige Synergieeffekte sowohl für die Jugend- und Erwachsenenbildung als auch für die Umweltbildung verknüpfen, die durch den weit über die Kreisgrenzen bekannten Schulstandort und der hervorragenden Infrastruktur des Scheinfelder Landes zusätzlich verstärkt würden. Auch die in Scheinfeld ansässigen Geschäftsstellen von Kreistourismus, des Tourismusverbandes Steigerwald und des Naturpark Steigerwald e.V. zählt der Landrat zu den Standortvorteilen.

Standortanalyse in den kommenden Monaten

Im Steigerwald bewerben sich mehrere Orte um den Standort für das Naturpark-Zentrum. Die Standortanalyse und -bewertung wird in den nächsten Monaten erfolgen, so dass frühestens Mitte des Jahres mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

Auch der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrat Hans Herold weist darauf hin, dass die Region Südlicher Steigerwald ein großes Entwicklungspotenzial in diesem Bereich habe durch ein Naturparkzentrum eine wichtige und notwendige Aufwertung erfahren würde. Den nördliche Steigerwald sieht er bisher bereits durch zwei große Maßnahmen gestärkt: durch den Baumwipfelpfad in Ebrach (Oberfranken) und das Steigerwald-Zentrum in Oberschwarzach (Unterfranken).

Landrat Helmut Weiß reichte die von MdL Hans Herold unterstützte Bewerbung für das „Naturpark-Zentrum Steigerwald“ am Standort Scheinfeld-Markt Bibart ein. © Harald Munzinger


Im Schreiben an Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder führt Herold aus, dass er es „sehr befürworten würde, wenn ein solches Naturparkzentrum im Südlichen Steigerwald, im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim (Mittelfranken), angesiedelt werden würde. Ein hervorragender Standort hierfür wäre etwa der Raum Scheinfeld/Markt Bibart“. Dort beschäftige man sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Holz, so finde jährlich der über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Scheinfelder Holztag statt. Dieser locke immer wieder über 10.000 Besucher in die Stadt, auch der ehemalige Landwirtschaftsminister Helmut Brunner habe daran bereits teilgenommen.

Wichtiger Schritt für touristische Entwicklung

Mit dem Standortvorschlag hat sich Herold auch bereits an den zuständigen Umweltminister Thorsten Glauber gewandt. "Ein Naturparkzentrum im Südlichen Steigerwald wäre ein weiterer wichtiger Schritt in der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung dieser strukturschwachen Region, die sich im Raum mit besonderem Handlungsbedarf befindet", so Herold an Staatschef Söder mit der Bitte um "wohlwollende Prüfung". 

nb

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