Landratsamt mahnt eindringlich zur Mülltrennung auch unterwegs

10.6.2021, 14:43 Uhr
Müll gehört in den Eimer, nicht daneben.

Müll gehört in den Eimer, nicht daneben. © Max Schmidt, Landratsamt

Beim Picknicken, Wandern oder Grillen fallen jede Menge Wertstoffe an. Leere Verpackungen wie etwa von Sonnenmilch, außerdem Getränkekartons, Kronkorken und vieles mehr werden häufig ungetrennt über öffentliche Mülleimer entsorgt oder gar in der Natur liegen gelassen, stellt das Amt in einer Pressemitteilung fest. Mit der Mitnahme der Abfälle nach Hause können Verbraucher aktiv zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen.

Das Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen in der Umwelt, ohne dabei die vorgesehenen Sammelmöglichkeiten genutzt zu haben, wird als „Littering“ bezeichnet. Spuren davon lassen sich oftmals entlang von Straßen finden, auf Rast- oder Grillplätzen, in Parks, an Wertstoffinseln, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Böschungen und an Gewässern – kurz gesagt: Überall dort, wo viele Menschen vorbei- oder zusammenkommen.

Beispiele für „Littering“ sind achtlos weggeworfene Abfälle sind Zigarettenkippen, Hundekotbeutel am Wegesrand, Grillüberbleibsel im Park, aber auch die liegengelassene Zeitung im öffentlichen Verkehrsmittel. Allerdings gibt es auch gravierende Fälle des „Litterings“ mit Abfällen wie Elektroschrott, Sperrmüll bis hin zum Sofa oder gar Sondermüll. Oftmals landen diese Abfälle dann im Wald oder auf abgelegenen Wiesen.

Hinweise auf „Littering“-Folgen

„Littering“ Folgen können sein, dass sich Tiere an den Abfällen verletzen oder sich verfangen. Auch können sie insbesondere Kunststoffabfälle mit Nahrung verwechseln. „Gelitterte“ Kunststoffabfälle führen außerdem zu Mikroplastikeinträgen in die Umwelt. Eine weitere Problematik, die insbesondere mit dem „Littering“ von Zigaretten oder auch Bauschutt und ähnlichen Abfällen zum Tragen kommt, ist die unkontrollierte Verbreitung von schädlichen Inhaltsstoffen in der Umwelt. Derlei Abfälle werden dem Materialkreislauf entzogen, damit stehen sie einem Recycling nicht mehr zur Verfügung und für Neuware müssen wieder Primärressourcen in Anspruch genommen werden, macht Christine Berger vom Büro des Landrates deutlich.

Ein Großteil der Konsumentinnen und Konsumenten trenne zu Hause vorbildlich die anfallenden Abfälle. Es gelte aber auch außerhalb der eigenen vier Wände, Abfälle korrekt zu trennen, ganz egal ob beim Spaziergang mit dem Hund oder beim Tagesausflug mit der Familie an den See. Alle Verpackungen, welche im Freien anfallen, sollen je nach Material über die entsprechenden Abfallbehälter entsorgt werden, führt das Landratsamt aus: „Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff gehören dabei in die Gelbe Tonne, so beispielsweise Getränkekartons, Kronkorken oder Sonnenmilchverpackungen. Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton, wie Bäckertüten gehören dagegen in die Papiertonne. Und Glasverpackungen wie das Senfglas oder die Weinflasche sollten nach Farben sortiert in den jeweiligen Glascontainern landen. Lebensmittelreste gehören nach wie vor in die Biotonne und Windeln, Zigarettenstummel oder Einweggrills hingegen in die Restmülltonne.

In keinem Fall sollte Müll in der Natur zurückbleiben, daher lohne es sich, den Platz kurz vor der Abfahrt nochmals abzusuchen, um einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten! Ansprechpartner hierfür ist in der Abfallwirtschaft des Landkreises Max Schmidt (Telefon 09161/923435 oder Mailkontakt unter „Abfall@kreis-nea.de“.

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