Samstag, 07.12.2019

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LBV Kreisverband blickt auf erneut aktives Jahr zurück

Ehrenvorsitz für Herbert Klein - 17.11.2019 12:07 Uhr

Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden Dr. Gisela Martens, Wolfgang Körber, Friedrich Brummer, Georg Braun, Herbert Klein, Gerd Czerwinski, Marlies Niederhausen, Wolfgang Carl (v. l.). © Erwin Taube


Auch der bisherige Schatzmeister Hermann Sachs aus Uffenheim Gab sein Amt ab, das jetzt Andrea Schön einnimmt. Die Schriftführung versieht weiterhin Heinrich Beigel. Beisitzer sind Ernst Gebert, Erwin Taube, Matthias Weiß, Herbert Klein und Liesel O`Conner.

Herbert Klein aus Uffenheim leitete die Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz 40 Jahre lang als Vorsitzender. Für diese „herausragende Leistung“ und die großen Verdienste im Arten -und Biotopschutz dankte ihm der Verband mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Für die Überreichung der Urkunde waren eigens der Geschäftsführer der Landesgeschäftsstelle Helmut Beran und die Ehrenamtsbeauftrage Anke Brücher, aus Hilpoltstein angereist. Einen würdigen Abschied erfuhr auch Schatzmeister Sachs.

Über 30 Jahre habe er „hervorragende Arbeit geleistet und die Finanzangelegenheiten sehr zuverlässig und sorgfältig erledigt“, wurde ihm die Anerkennung der Kreisgruppe zuteil. Mit dem „Engagementspreis“ zeichnete der LBV die Bürger Erich und Erwin Taube aus. Die Urkunde für „Verdienste um die Bayerische Natur“ und die langjährige ehrenamtliche Mitarbeit hatte der Erste Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäffer unterzeichnet. Schließlich wurden auch Mitglieder für zehn- bis 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. (10, 20, 30, 40 Jahre).

Vor der von Willy Held geleiteten Wahl und den Ehrungen kam mit dem letzten ausführlichen Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Herbert Klein eine sehr rührige Kreisgruppe zum Ausdruck, deren aktiven Mitglieder erneut „sehr viel Naturschutzarbeit ehrenamtlich geleistet haben; sei es in den verschiedenen Arbeitskreisen, bei der Landschaftspflege, bei Kartierungen, den Artenhilfsprogrammen, bei der Sammelwoche, in der Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr“.

Landesgeschäftsführer Helmut Beran (l.) würdigte die herausragenden Leistungen von Herbert Klein, der 40 Jahren der LBV-Kreisgruppe vorstand und dafür dem Ehrenvorsitz geehrt wurde. © Erwin Taube


Gepflegt wurden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband acht Feuchtflächen, sieben Streuobstflächen und einige Trockenstandorte. Dazu kam nun auch noch ein halbes Hektar lichter Wald bei Oberntief mit dem Vorkommen verschiedener Orchideen–Arten, der mit einem Zuschuss des Bayerischen Naturschutzfonds und einer Spende des Lions-Club Neustadt/Aisch erworben werden konnte. Klein ging auch auf vielfältige Aktivitäten der Arbeitsgruppen, auf die Betreuung der Krötenzäune sowie 18 Führungen und aktuell auf Ausstellung „Gebäudebrüter“ ein, die noch bis 30. November in der Neustädter Rathaus-Ehrenhalle zu besichtigen ist. Bei deren Eröffnung waren stellvertretend für viele Natur- und Vogelfreunde einige Mitbürger mit Plaketten ausgezeichnet worden, die noch Gebäudebrüter bei sich dulden und fördern.

Bei aktuell 635 Mitgliedern stagniere die Aufwärtsentwicklung, stellte Herbert Klein fest und verband damit den Appell, im Bekannten- und Freundeskreis neue Mitglieder zu gewinnen. In seinen Dank für die geleistete Arbeit sowie die Unterstützung auch durch großzügige Spenderinnen und Spender bezog er die Landwirte und Schäfern für die Pflege der LBV-Grundstücke, den Landschaftspflegeverband sowie die Naturschutzbehörden ein. Sein Dank galt zudem „den befreundeten Vereinen und Verbänden für die gute Zusammenarbeit sowie den Pflegestationen oder Privatpersonen die sich um Igel, Fledermäuse oder kranke Vögel kümmern“.

Zu „Trends in unserer Vogelwelt“ hielt Erwin Taube einen Vortrag. Dass sich der Landkreis „zu einem Storchenparadies entwickelt“ hat, wie es Herbert Klein bezeichnete, gab Anlass zu besonderer Freude. Vom Schwarzstorch wurde hingegen in diesem Jahr nur eine Brut bekannt, aus der vier flügge Junge ausflogen. Weitere Paare waren zwar während der Brutzeit anwesend, jedoch konnten ihre Horste nicht gefunden werden. Bei einer landesweiten Bestandserfassung wurde festgestellt dass die letzte bestehende Brutkolonie der Graureiher „auf wenige Brutpaare zusammengeschmolzen“ ist. Als Ursache dafür wurde das Fällen der Brutbäume wegen Borkenkäferbefall ausgemacht.

hjm

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