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Markt Erlbach plant auch sozialen Wohnungsbau mit ein

Spatenstich im "Kirchsteigfeld" - 13.05.2019 20:18 Uhr

Viele Hände, schnelles Ende" konnte der Spatenstich den angestrebten flotten Baufortschritt symbolisieren, den Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß (5. v. l. ) mit Partnern des Projektes und stellvertretender Landrätin Gisela Keller (5. v. r.) vollzog. © Harald Munzinger


Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß freute sich über die stattliche Gästekulisse, die sich zum offiziellen Spatenstich eingefunden hatte, und besonders über die Teilnahme daran von stellvertretender Landrätin Gisela Keller. Die weiß um die aktuellen Nöte nicht nur in Markt Erlbach Bauanfragen zumindest teilweise befriedigen zu können, und die Sorgen der Kommunen bei der gewünschten Innenverdichtung nicht an die Grundstücke zu kommen.

Bürgermeisterin Dr. Kreß verwies auf den langen "Findungsprozess" bis zur Entscheidung für das "Kirchsteigfeld". Bis Mitte 2014 reichten erste Überlegungen zu einem neuen Baugebiet im Gemeinderat zurück, nachdem die letzten Grundstücke im Baugebiet "Am Gehäuwald" verkauft waren. 2015 war die Firma "Bayerngrund" beauftragt worden, mit der die Gemeinde erstmals einen Erschließungsträger einsetzt und damit von den Grundstücksverhandlungen und der Finanzierung entlastet ist. Der heimische Architekt Manfred Müller entwarf den Bebauungsplan, der Mitte letzten Jahres in Kraft gesetzt wurde.

Entlastung von "Flatterlärm"

Die Lage eines Spielplatzes, die Anbindung an die neue Ortsumfahrung seien ebenso ausgeklügelt gewesen, wie die Vorschläge zum Lärmschutz und zur Nahwärme oder die Platzierung der Mehrfamilienhäuser und Garagenhöfe, führte die Bürgermeisterin aus. Sie sprach auch die Problematik der Querung der Bahnlinie für die die Verlegung der Regenwasserleitung und der Vergrämung bodenbrütender Vögel an, für die von der Unteren Naturschutzbehörde Flatterbänder zur Auflage gemacht worden waren.

"Vergrämt" sollten durch den an windstarken Tagen erheblichen Lärm allerdings auch die Nachbarn werden. Denen konnte auf der einen Seite mit dem Baubeginn Entlastung vom "Flatterlärm" verheißen werden, um sie zugleich um Verständnis dafür zu bitten, dass flüsternde Baumaschinen erst noch erfunden werden müssen. Versprochen wurde ein zügiger Baufortschritt, sodass schon Mitte 2020 Belastungen durch neue nette Nachbarschaft entschädigt werden sollten.

Wie Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß zeigte auch Bayerngrund-Projektleiter Bernd Willibald das Entstehen eines innovativen Baugebietes mit Glasfasernetz und "höchst ökologischer" Nahwärmeversorg mit Erdwärme auf, "die in heißen Sommern auch zur Klimatisierung der Wohnhäuser genutzt werden kann". Etwa sechs Millionen Euro werden in dieses neue Baugebiet investiert, in dem den Bauwerbern auf der sechs Hektar großen Fläche weitgehende Freiheiten bei der Baugestaltung eingeräumt werden sollen. Klare Festsetzungen gibt es allerdings bei der Begrünung der Grundstücke im "Kirchsteigfeld". 

hjm

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