Nominierung Schmidt

MdB Christian Schmidt für weitere Wahlperiode nominiert

14.5.2021, 14:25 Uhr
Unter dem Schirm der CSU seit 1990 direkt gewählter Abgeordneter wurde MdB Christian Schmidt für eine weitere Wahlperiode nominiert. Die Versammlung im Fürther Ronhof leitete Landrat Matthias Dießl (im Hintergrund).

Unter dem Schirm der CSU seit 1990 direkt gewählter Abgeordneter wurde MdB Christian Schmidt für eine weitere Wahlperiode nominiert. Die Versammlung im Fürther Ronhof leitete Landrat Matthias Dießl (im Hintergrund). © CSU

Landrat Matthias Dießl hatte Schmidt auch aufgrund der Beschlusslage aller beteiligten Kreisverbände zur erneuten Nominierung vorgeschlagen: „Er hat nicht nur immer ein offenes Ohr für alle Belange unsere Heimat, er trägt zudem Verantwortung im nationalen wie internationalen politischen Geschehen“. Zum Bundeswahlkreis Fürth gehören die Stadt Fürth und die Landkreise Fürth und Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim. Die Tagung der Delegierten fand pandemiebedingt im Freien statt, was von CSU-Geschäftsführer Werner Stieglitz als eine „ungewohnte Besonderheit“ bezeichnet wurde. Weil unter diesen Umständen eine lebhafte Debatte kaum möglich war, hatte Schmidt zuvor im Rahmen einer Videokonferenz mit den Delegierten über Erfolge und Ziele diskutiert und den Anwesenden in einer Broschüre „Schlaglichter 2017 bis 2021“ Inhalte und Aufgaben dargestellt.

Politisches Grundvertrauen neu erwerben

In seiner „Bewerbungsrede“ sprach er von einem „immer wieder neu zu erwerbendem politischen Grundvertrauen“ und einer bevorstehenden „schwierigen Wahlperiode, nicht zuletzt angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen und damit verbundenen Herausforderungen“. Eines seiner Stichworte war der Klimaschutz, wobei man mit „einer immer weiter wachsenden Verordnungs- und Gesetzgebungsorgie zwar vieles reglementieren könne, aber die mündigen Bürger nicht lediglich als Verordnungsempfänger sehen dürfe“. Als eine der vielen Lehren aus der Pandemie nannte Schmidt den Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Schulen, welchen die Bundesregierung unter dem Stichwort „Digitalpakt Schule“ mit fünf Milliarden Euro fördere.

Mit der Nominierung wollte Christian Schmidt „einen politisch hochklassigen Wahlkampf“ eingeleitet wissen, in welchem die CSU auch Enttäuschte zurückgewinnen wolle. Er zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich, denn die CSU werde „die Aufgabenstellungen der Zukunft nicht mit Luftschlössern, sondern mit Vertrauen und vernünftigen Konzepten beantworten. Wer spürt, wie sich gegenwärtig die Welt verändert, der muss in diesem Land einen Pakt mit der Zukunft schließen“. Mit seiner Erfahrung und der Bereitschaft für Neues wolle er am „wieder Zusammenführen einer sich zunehmend zersplitternden Gesellschaft weiter arbeiten, verantwortungsethisch, bodenständig und lösungsorientiert“.

Ein Mittler zwischen Stadt und Land

Der in Obernzenn geborene und seit vielen Jahren in Fürth wohnende Jurist Christian Schmidt betreut seit 1990 als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis, der zugleich großstädtisch wie ländlich geprägt ist. „Insofern versteht er sich auch als Mittler zwischen Stadt und Land mit all den unterschiedlichen Anforderungen und Interessen“, so der Fürther Landrat Matthias Dießl. National wie international ist er in einer Vielzahl politischer Organisationen gut vernetzt, in der CSU als Präsidiumsmitglied und Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises sowie als Präsidiumsmitglied der Europäischen Volkspartei. Christian Schmidt hat umfassende Regierungserfahrung als Parlamentarischer Staatssekretär und Bundesminister.

Die CSU habe ein „ausgesprochen basisorientiertes vielstufiges Nominierungsverfahren“, erklärte Christian Schmidt. Vor der eigentlichen Nominierung mussten nämlich alle Ortsverbände im Bundeswahlkreis in einem „Wahlmarathon“ spezielle Delegierte in die „besonderen Kreisvertreterversammlungen“ wählen, die wiederum erst die Delegierten in die eigentliche Aufstellungsversammlung bestimmen. Dieser folge die Landesdelegiertenversammlung, welche die Landesliste festlegt und für Ende Juni im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg geplant ist. Als Delegierte dorthin wurden von der Nominierungsversammlung Bundestagsabgeordneter Christian Schmidt, die Landtagsabgeordneten Petra Guttenberger und Hans Herold sowie Landrat Matthias Dießl und die KreistagsFraktionsvorsitzenden Renate Krach und Dieter Hummel gewählt. Als Vertrauenspersonen wurden Christoph Maier und Dr. Andrea Heilmaier aus Fürth benannt.

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