Mittwoch, 13.11.2019

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Meerrettichkönigin Theresa von "ErnteMarktPlatz" angetan

„Bauernmarkt“ und verschiedene „ThemenMarktPlätze“ - 12.10.2019 21:48 Uhr

Mit Jagdornsignalen wurde der „ErnteMarktPlatz“ von Erstem Bürgermeister Klaus Meier (4. v. l.) mit Bayerns Meerrettichkönigin „Theresa I“. (3. v. l.) eröffnet. Zur gelungenen Förderung regionaler Produkte gratulierten Bezirksrätin Elke Eder (l.) Diespecks Bürgermeister Christian v. Dobschütz (5. v. l). © Harald Munzinger


Damals zu dem dafür zuständigen Arbeitskreis gehört zu haben, mache ihn stolz, erklärte Erster Bürgermeister Klaus Meier bei der Eröffnung des 19. „ErnteMarktPlatzes“ mit Bayerns Meerrettichkönigin „Theresa I“. Diese vertrat charmant die „scharfe Wurzel“, bei deren Ernte sie schon als Kind mitgeholfen hatte und deren guten Eigenschaften für die Würze und Gesundheit sie überzeugend zu vermitteln wusste. Apropos Schärfe: Diese verlieh Friedrich Lunz als versierter Scherenschleifer allen stumpfen Klingen.

Für den „fulminanten Rahmen“ der Eröffnung sorgten die Jagdhornbläser des Jägervereins Neustadt, bei deren abschließendem „Signal zum Essen“ der Tisch vielfältig mit regionalen Spezialitäten von originalen Krautwickeln über Karpfenknusper oder Räucherfisch bis zu Wildschweinbratwürsten reich gedeckt war. Der Frost im Frühjahr hat die Apfelernte so stark dezimiert, dass erstmals kein Saft frisch gepresst werden konnte, was bisher stets eine Attraktion des „ErnteMarktPlatzes“ war.

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"ErnteMarktPlatz" lockte zahlreiche Besucher nach Neustadt

Mit dem "ErnteMarktPlatz" wurde die Reihe der Themenmarktplätze zur Förderung regionaler Produkte am ersten goldenen Oktobertag mit großem Besucherzuspruch abgeschlossen. Jagdhornbläser sorgten für einen klingenden Rahmen eines bunten Herbstbildes. Vom Marktplatz aus ging es auf eine "Allianztour" zu einem BioBauernhof und am "Hohenzollerntag" auf des Geißbocks Spuren in der historischen Altstadt.


Der hatte aber dennoch wieder viel zu bieten, wovon sich unter den Ehrengästen Bezirksrätin Elke Eder, Bürgermeister der Allianzgemeinden „NeuStadt und Land“ und einige Stadträte überzeugen konnten. Wie sich nach einer Regenwoche der „goldene Oktober“ pünktlich zum „ErnteDankMarktPlatz“ einstellte, gehörte zu Neustadts „SchönWetterEventGeheimnissen“ und lockte zusätzlich viele Besucher.

Neustadt habe als einer von Bayerns „Genussorten“ den „ErnteMarktplatz“ gezielt auch im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der Regionen“ beworben, ließ Bürgermeister Meier wissen. Er bedauerte, dass vieles von dem, was man in einer digitalisierten, globalen Welt heutzutage tue, „keinen Bezug mehr zu unserem direkten Umfeld“ habe. So blieben die Bedürfnisse der Regionen und ihrer Bewohner oft auf der Strecke, gerieten eigene Stärken in den Hintergrund, lasse einseitiges globales Wirtschaften die Menschen immer weiter auseinanderrücken.

„Unglaublich viel zu bieten“

Die Region habe unglaublich viel zu bieten, wovon Fremde in höchsten Tönen schwärmten, es die Einheimischen aber oft nicht mehr alles sähen, führte Meier aus. Deshalb sei es wichtig, dafür zu sensibilisieren, wozu auch der „ErnteMarktPlatz“ wieder reichlich Gelegenheit bieten sollte. Angefangen von angebotenem Erntegut auch in Form von Honig und Marmeladen über verlockende Gerichte bis zu diversen Erzeugnissen der Imker, die nicht nur jugendliche Besucher einluden, Bienenwachskerzen zu drehen. Daran hatte auch Meerrettichkönigin Theresa ihre Freude. Dr. Gerhard Koch hatte in der Rathaus-Ehrenhalle seine Drechselstube eingerichtet. Das Freiwilligenzentrum lud zur „Lese“ am Stand der Büchertauschbörse ein und informierte über den „NeuStadtGarten“.   

Die Besucher hatten die Wahl, gemütlich am gastlichen Marktplatz zu verweilen, oder sich kleinen Wanderungen anzuschließen. Zu einer lud Allianzmanager Rüdiger Eisen zum Demeterhof Mondel im Ortsteil Unterstrahlbach mit Besichtigung des Gemüsezentrums und Betriebsführung ein. Der großen Gruppe, die Wanderwegewart Robert Schütz führte, schlossen sich auch einige Bürgermeister der Kommunalen Allianz „NeuStadt und Land“ an.

Museumsleiterin Sabine Fink wusste auf der „Geißbocktour“ nach dem 12-Uhr-Meckern vom Rathausturm entlang der Stadtmauer im Rahmen des Hohenzollerntages viel über die Geschichte Neustadts und aus herrschaftlichen Zeiten zu berichten. Ihre Tour mündete im Schlosshof, wo „tierisch was los“ sein sollte: nicht nur bezogen auf die Vorstellung der Jagdhunde.

Harald J. Munzinger

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