An Bamberger Straße soll Saat aufgehen

"Mehr Grün in der Innenstadt": Pflanzenkübel verschönern Neustadt

8.10.2021, 11:29 Uhr
Die Initiatorinnen zu

Die Initiatorinnen zu "mehr Grün in der Innenstadt" erfuhren von Bürgermeister Klaus Meier für einen gelungenen Auftakt ebenso Anerkennung, wie die Wegbereiter auch zur finanziellen Realisierung des Projektes "Bamberger Straße". © Anne Junhom

Da bei der Modernisierung und Umgestaltung dieser Straße eine direkte Begrünung aufgrund der vielen Versorgungsleitungen, Kanal- und Kabelverläufen nicht habe realisiert werden können, sei diese Aktion nicht nur bei praktisch allen Passanten auf reges Interesse gestoßen, sondern auch bei ihm, erklärte Erster Bürgermeister Klaus Meier bei der Präsentation des Resultates anregender Gespräche mit den Initiatorinnen Anja Dehling und Lisa Kastelan. Dabei habe ihm der Gedanke, in der Bamberger Straße für mehr Grün zu sorgen, von Anfang an sehr gut gefallen.

Um die Innenstadt optisch attraktiver und gleichzeitig natur-, umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten, war angeregt worden, nachträglich Pflanzbehälter mit einem speziellen Versorgungssystem aufzustellen, das sowohl mit Büschen und bei einem Standort sogar mit einem Baum bepflanzt werden kann. "Pflanzen kühlen im Sommer in den Innenstädten nachweislich die Temperatur ab, spenden Schatten und beeinflussen das menschliche Wohlbefinden sehr positiv." Da lag der Effekt des Projektes auf der Hand.

Förderprogramm finanziert neuartiges Hydrosystem

Allerdings sollten es die hohen Kosten für die vorgeschlagenen Pflanzbehälter mit einem ganz speziellen Hydrosystem nur mit einem Förderprogramm realisieren lassen, erklärte der Bürgermeister, der dazu als Vorsitzender der LAG-Aischgrund sowie bei Manager Rüdiger Eisen der Kommunalen Allianz die Fühler ausstreckte. Mit Erfolg, denn die Maßnahme wurde im Förderprogramm "Regionalbudget" des ALE als prinzipiell förderfähig anerkannt.

Nach Schilderung des Bürgermeisters folgten viele Abstimmungsgespräche mit den Aktiven der Aktionsgruppe, an denen auch der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, Bernd Trapp, mit seinem Fachwissen beteiligt gewesen sei. Bei der "alles anderes als leichten" Suche nach geeigneten Plätzen für Pflanzgefäße hätten viele Faktoren eine Rolle gespielt, insbesondere die Verkehrssicherheit, "vor allem für die in diesem Bereich sehr zahlreichen Schulkinder", so Meier. Er machte mit dem Dank an alle Wegbereiter zu "mehr Grün in der Innenstadt" deutlich, dass aus finanziellen Gründen die Realisierung ohne das ungeheuer wichtige Förderprogramm des Regionalbudgets kaum möglich gewesen wäre.

Die Kosten der hochwertigen Pflanzgefäße bezifferte der Bürgermeister auf 12.750, Baum und Pflanzen inklusiv Einpflanzen und erster Pflege auf 1370 Euro. Mit der der Förderung in Höhe 7700 Euro wurde der städtische Etat um mehr als die Hälfte entlastet. "Wir sind alle sehr glücklich darüber, dass diese Maßnahme, die uns sehr am Herzen lag, in das Förderprogramm gekommen ist, denn diese soll der Anfang von tatsächlich 'mehr Grün in der Innenstadt' sein", so das Stadtoberhaupt in kleiner Vorstellungsrunde der Pflanzkübel.

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