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Sonntag, 25.08.2019

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Mindestens Fünf-Sterne-Fest

Feierliche Verabschiedung der "Turm-Schüler" - 18.07.2019 15:50 Uhr

Lehrer und Absolventen der "Mittelschule am Turm" überließen nach der Abschlussfeier ihre "Ballon-Wünsche" dem Wind. © Harald Munzinger


Dies geschah zunächst in einem Festakt mit in den Himmel steigenden "Wunsch-Ballons" und dann in heiterer Atmosphäre an einem sommerlichen Büfett.

Abschied zu nehmen galt es auch für Rektorin Angelika Flögel, die bei ihrer letzten "Zeugnisrede" den Vergleich der verschiedenen Zutaten für ein tolles Gericht mit den Jugendlichen zog. Da wurden die Kartoffeln zum Kern der Klassengemeinschaft, in die sich bescheiden Zucchinis und empfindlich Tomaten fügten, die vielfarbigen Paprika für die bunte Mischung der Kulturen stehen sollten. Da waren dann noch die Nüsse, die es zu knacken gab, um den guten Kern freizulegen, oder die Würze des Knoblauchs und das Feuer des Chilis. So sollte das "mindestens Fünf-Sterne-Gericht" schließlich die vier Klassen abbilden, die es zu verabschieden und mit den Besten das Sahnehäubchen auf das Dessert zu geben galt.

Dass diese Vielfalt allemal besser als ein "Einheitsbrei" sei, machte Flögel ihre Freude an den Jugendlichen deutlich, die in ihrer Eleganz bei der Polonaise und dem mit der Tanzschule Wolf einstudierten Walzer, Discofox und Cha-Cha-Cha für ein "mindestens Fünf-Sterne-Niveau" der Abschlussfeier sorgten. Den Absolventen wünschte die Rektorin Menschen, die sie in ihrer Art bestehen ließen und hoffte sie in verschiedenen Funktionen wieder zu sehen.

84 Schülerinnen und Schüler waren in den Abschlussklassen, 25 aus der neunten und 59 (58 erfolgreiche) Mittlere-Reife-Schüler aus den zehnten Klassen. Am "Quali" hatten neben den Abschlussschülern auch alle Schüler der neunten Klassen im Mittlere-Reife-Zug teilgenommen und diesen alle bestanden und ihn 50 "in der Tasche". Wegen Krankheit bei einzelnen Prüfungen holen zwei Schüler diese im September nach, zwei wiederholen die Klasse, fünf machen das "9+2 Modell", um die Mittlere Reife zu erhalten. Die anderen haben ihren Arbeitsplatz, ließ die Rektorin wissen.

Schulbeste mit überragenden 1,1

Für überzeugende Leistungen ausgezeichnet: Die Besten der neunten und zehnten Klassen. © Harald Munzinger


Mit Konrektor Olaf Dietz zeichnete Angelika Flögel die besten Absolventen aus, wobei sie es als sensationell bezeichnete, dass 12 Schülerinnen und Schüler die Prüfung der Mittleren Reife mit einer Eins vor dem Komma abgeschlossen hatten. Schulbeste war "mit überragenden 1,1" Gina Ammon, gefolgt von Bertram Bürger mit 1,3 sowie Vika Ritter und Xenia Menzel mit jeweils 1,4. Den besten "Quali" hatte mit 2,1 Liam Coley abgelegt. Besondere Anerkennung genoss auch Vasiliki Kouimtzi für die Gesamtnote 2,4 nach nur wenigen Jahren in Deutschland. "Allergrößten Respekt" zollte die Rektorin auch drei Schülern für nach nur relativ kurzer Zeit in Deutschland erfolgreich abgelegte Mittlere Reife.

In dem von Luisa Köberer, Polina Ritter und Alma Gorne versiert moderierten Festakt sah Erster Bürgermeister Klaus Meier das erste wichtige Ziel erreicht und mit dem Erlernten eine gute Basis für das spätere Leben geschaffen. Diese nun mit den Chancen im Überangebot der Lehrstellen gut zu nutzen, sich die jugendliche Neugierde zu bewahren und durch soziales Engagement der Gesellschaft etwas zurückzugeben, riet er den Absolventinnen und Absolventen.

Den weiteren Lebensweg mit Hoffnung und Zuversicht zu gehen und nicht den Jammerern, sondern denen zu folgen, die Lösungen anstreben, gab ihnen Elternbeiratsvorsitzender Axel Schmidt den Rat. Er beglückwünschte Lehrer und Eltern, auf dem bisherigen Weg der Jugend Steine und Hindernisse weggeräumt und sie von Irrwegen ferngehalten zu haben. Mit illustrierten Rückblicken auf die Highlights ihrer Klassen verbanden deren Sprecher den Dank für eine schöne und lustige, wenn auch gelegentlich anstrengende Zeit und Schulleitung sowie Lehrern für ein stets offenes und gutes Miteinander sowie viel erfahrene freundschaftliche Hilfe.

Jaqueline Buteica begeisterte als versierte Sängerin und der Lehrerchor fragte zum Abschluss, wer an der Uhr gedreht habe und es "wirklich schon zu spät" sei. Für ihr "Herzblut und Einfühlungsvermögen" gab es schon vor der offiziellen Verabschiedung für Rektorin Angelika Flögel hohe Anerkennung von Bürgermeister Meier, die von der Jugend mit tosendem Applaus bestätigt wurde. Mit dem imposanten Bild der in den blauen Himmel steigenden roten Luftballons überließen sie ihre Wünsche dem Wind, ehe unter anderem "Türmerschnitzel" zum Menü mit allerlei Köstlichkeiten lockten. Schüler und Eltern der Abschlussklassen bereicherten diese mit einem üppigen Salat- und Dessertbüfett. 

Harald J. Munzinger

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