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Freitag, 18.10.2019

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Münchsteinachs Kloster-Geschichte mit Modell "begreifbar" gemacht

"Um einen Schatz bereichert" - 05.05.2019 15:56 Uhr

Von dem Bronzemodell begeistert erläutert LAG-Sprecher Claus Seifert einem jungen Gast der Enthüllung die Gebäude. Die Künstlerin Susanne Tietze (r.) hatte den "finanziellen Stein angestoßen", was die Vorsitzende des Fremdenverkehrs- und Heimatverein, Inge Diller, würdigte. © Harald Munzinger


Jürgen Riedel bekannte beim "historischen Augenblick" für die jüngere Geschichte Münchsteinachs, dass ihn solche Modelle in anderen Gemeinden immer "ein bisschen neidisch gemacht" hätten, er aber als sparsamer Bürgermeister stets die Kosten gescheut habe. Umso mehr wusste er all jene zu würdigen, die schließlich diese Hürde zu nehmen geholfen hatten. Allen voran Dr. Erich Zimmermann, der ihn ermutigt habe, "pack’mers an" und dabei "alle Fäden zog". Dass die Künstlerin Susanne Tietze mit dem Erlös eines Sommerfestes im "Strack-Haus" den "finanziellen Stein angestoßen" habe, dankte ihr Inge Diller vom Fremdenverkehrs- und Heimatverein.

Der förderte die Idee ebenso wie die LAG Südlicher Steigerwald mit europäischen Mitteln, der Staat, die Kunst- und Kulturfreunde des Lionsclubs Neustadt und private Spender. Dass das, "was da an Liebe und Leidenschaft investiert wurde, all das übertrifft", brachte Scheinfelds Bürgermeister Claus Seifert begeistert von dem ehrenamtlichen Engagement zum Ausdruck, der als LAG-Sprecher zum gelungenen Modell gratulierte. Wie sich dieses Schritt für Schritt auf der Basis von historischen Dokumenten und auch neuen Erkenntnissen im Zuge des Münstersanierung auch mit wertvoller Hilfe eines Vermessungsingenieurs entwickelte, Haus für Haus akribisch rekonstruiert wurde, schilderte der Spiritus Rector Dr. Erich Zimmermann, der in der ehrenamtlichen Projektgruppe von Inge Diller, Gisela Wagner, Ludwig Gröschel und Rainer Ströbel tatkräftig unterstützt worden war.

Dass "nur so ein Dorf lebt und sich weiterentwickelt", würdigte Bürgermeister Riedel das Wirken aller an der Realisierung des Klostermodell Beteiligten, das auch die Finanzierung sichern sollte, "ohne dass ein einziges Haus verkauft werden musste". Ursprüngliche Idee war es nämlich gewesen, die heutigen Besitzer der Gebäude als "Paten" zu beteiligen, die im Modell die enorme Dimension des Klosterareals und dessen einstige Bedeutung (bis zum Bauernkrieg) bewusst machen.

Dies lasse nun die vielen Tagesgäste die Geschichte des Klosters und des Ortes leichter nachvollziehen und erleichtere es auch den Gästeführer, das Leben im Benediktiner-Kloster Steinach und darum herum "zu visualisieren", erklärte Bürgermeister Jürgen Riedel, ehe er mit den Akteuren und Spendern sowie dem Aha-Effekt in der großen Festrunde das Modell enthüllte. Ein dazu gefertigter Prospekt vermittelt detaillierte Einblicke für eine spannende Zeitreise, zu der auch ein Flyer "auf den Spuren unserer Vorfahren" einlädt.

Harald J. Munzinger

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