Mittwoch, 18.09.2019

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N-Ergie Ferienaktion regte Jugend zu bewunderter Kreativität an

Trafohäuschen als Kunstobjekt - 16.08.2019 17:52 Uhr

Die jungen Künstler Lena Endlein, Noah Übler, Maike Paulus und Maren Schönleben konnten stolz ihr Ferienprojekt präsentieren, bewundert von Claudia Jordan und Marissa Herzog (v. r.) sowie von Dr. Alexander Nothaft, Bürgermeister Christian von Dobschütz und den Jugendbeauftragten Melanie Meierhöfer und Renate Raab (v. l.). © Harald Munzinger


Als dieses von dem Energieversorger ausgeschrieben worden war, sah von Dobschütz darin die Chance, das Areal an der Schleifmühlstraße, das gegenwärtig im Umgriff der Seniorenwohnanlagen neu gestaltet wird, mit einem hübsch gestalteten Trafohäuschen zusätzlich aufzuwerten. Dass er mit der Bewerbung Glück und Diespeck den Zuschlag für das Ferienprojekt erhalten hatte, dankte er dem N-Ergie Repräsentanten für die Kommunen, Dr. Alexander Nothaft, sowie der Betreuerin der Schulinformationen im Unternehmen, Claudia Jordan, und der erfahrenen Graffitikünstlerin Marissa Herzog.

Beide führten mit den vier Jugendlichen, die für die Graffiti-Aktion unter acht Bewerbern ausgewählt worden waren – jüngere konnten wegen des komplizierten Umganges mit den Spraydosen nicht mitmachen – die Neugestaltung des einst für die Stromversorgung der Region aus Ipsheim errichteten Trafohäuschens in einem Workshop durch. In dem wurden sie zunächst mit der spannenden Kultur und Geschichte des Graffiti vertraut gemacht und in den Umgang mit Stiften und Sprühdosen eingeführt. Zudem konnten sie einen Blick in die Trafostation werfen, die den Strom von 20.000 auf die Niederspannungsebene von 230 Volt umwandelt. Alter Baum und junge Triebe

Dann ging es darum, mit welchem Motiv die Trafostation (eine von rund 7.500 die von der Main-Donau-Netzgesellschaft, einem N-Ergie-Tochterunternehmen im Netzgebiet betrieben werden) bemalt werden sollte. Marissa Herzog gestaltete aus der Geschichte von einem sehr alten Baum als Zentrum in einem Dorf mit jungen Trieben den Entwurf, der von den vier Jugendlichen auf der etwa 90 Quadratmeter großen Fassadenfläche mit ebenso viel Talent wie Engagement und Freude umgesetzt wurde. Die frischen Triebe um den stattlichen Baum begeisterten Bürgermeister Christian von Dobschütz, passten sie doch im Zusammenspiel von jung und alt ideal zur Familiengemeinde. Und auch genau in das neue Area, das aus einer Industriebrache entstanden und ein neues Zentrum Diespeck geworden ist.

„Supercoole“ Jugendliche bewundert

„Supercool“ fand Marissa Herzog, dass sich die Jugendlichen in den Ferien zu der Aktion angemeldet und sich so engagiert eingebracht haben. Das bestätigen Noah Übler, Maike Paulus, Maren Schönleben und Lena Endlein hübsch gestaltete Zertifikate, die ihnen durchaus auch beim Start ins Berufsleben nützlich sein können. Komplimente für ihr Kreativität gab es auch von Diespecks

Jugendbeauftragten Melanie Meierhöfer und Renate Raab. Und Bürgermeister Christian von Dobschütz könnte sich noch die eine oder andere „Leinwand“ vorstellen, auf der in dieser Weise junge Künstler den Ort noch schöner gestalten könnten. Es müsste ja nicht gleich das Rathaus sein, wie ein Vorschlag aus der heiteren Runde kam. Mit Dr. Nothaft stimmte er überein, dass die Kunst ein wirksames Mittel gegen ärgerliche Schmierereien sein kann. 

Harald J. Munzinger

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