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Samstag, 25.01.2020

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Nachbarschaftshilfe Diespeck kooperiert mit dem FSSJ

Zeitgeschenk eines Schülers - 13.12.2019 17:22 Uhr

Carola Grimm und Mira Loscher freuen sich, dass für Günter Loscher mit dem 13-jährigen Thomas Göß (v. l.) ein Partner für Spiele gefunden werden konnte. © Harald Munzinger


Die Fälle der beiden Menschen in der Dorfgemeinschaft hatten die Koordinatorinnen Karin Jonas, Renate Raab und Carola Grimm der Nachbarschaftshilfe "GeMEINsam Gutes tun" veranlasst, die Idee des Freiwilligen Sozialen Schuljahres aufzugreifen und nach einem/ einer Jugendlichen zu suchen, der/die sie einmal in der Woche besucht. Aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit dazu beizutragen, "die Heimatgemeinde generationenübergreifend noch lebens- und liebenswerter zu machen", war die Stelle ausgeschrieben.

Von der sozial engagierten Mutter dazu motiviert, signalisierte der Mittelschüler Thomas Göß dazu seine Bereitschaft. Um auch ihm die Möglichkeit zu eröffnen, mit einem FSSJ-Zeugnis einst bei den Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zu punkten, wurde sein Einsatz mit dem Freiwilligenzentrum koordiniert und ein Kooperations-Pilotprojekt gestartet.

Obwohl mit der Schule und dem Hobby Fußball ganz gut ausgelastet, schenkt er nun Menschen etwas von seiner Zeit, was diesen Freude bereitet und im Fall des schwerbehinderten Günter Loscher dessen Frau Mira entlastet. Bei der Rundumversorgung, die sie mit viel Liebe gerne mache, sowie der Arbeit in Haus und Garten bleibe ihr keine Zeit für Spiele, bedauert es Mira Loscher. So ist sie denn "unendlich dankbar für die große Hilfe" von Thomas Göß. Und der sieht bei "Mensch-ärgere-Dich nicht" oder Domina bestätigt, dass "modernste" Ehrenamt der Welt "ein abwechslungsreiches Betätigungsfeld, Dankbarkeit und gute Erfahrungen bietet", wie es versprochen war.

Dass seine Besuche Freude in ihren einsamen Alltag bringen würden, habe sie eine 87-jährige Dame erst überzeugen müssen, lässt Seniorenbeauftragte Carola Grimm wissen. Inzwischen könne sie es kaum erwarten, dass der aufgeschlossen-freundliche Junge zur ihr kommt.

So kann das Diespecker Beispiel ergänzend zum FSSJ-Projekt des Freiwilligenzentrums durchaus Schule machen und bereichert auch das Spektrum der Nachbarschaftshilfe. In die bringen sich 28 Kräfte ein und weisen in nur relativ kurzer Zeit über 40 Einsätze, freut sich Seniorenbeauftragte Carola Grimm, die auch mit der Einladung zum gemeinsamen Frühstück oder Spielenachmittagen den Alltag einsamer Menschen bunter gestaltet. Weitere Helfer und Ideengeber sind in der Nachbarschaftshilfe jederzeit willkommen.

hjm

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