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Naherholungsgebiet statt Kläranlage: Neustädter Ortsteil wird umgewandelt

Planstelle eines Klimamanagers ist vorgesehen - 15.04.2021 19:00 Uhr

Schon jetzt ein Ort mit besonderem Wohlfühlfaktor, soll die aufgelassene Kläranlage von Schellert nach dem Wunsch der Ortsteilbewohner, Wanderer und Radler zu einem Naherholungsgebiet werden. Möglichst mit einem der beiden Teiche.Foto:o.n.

15.04.2021 © o.n.


Bürgermeister Klaus Meier zeigte sich aufgeschlossen für die Idee, am Ortsrand von Schellert eine Anlage zur Erholung der "Schellerter" sondern auch für Radfahrer zu schaffen, wie es Vorsitzender Christian Köstner im Antrag der CSU-Fraktion vorgeschlagen hatte. In dem führte er aus, dass "die ruhige Lage, die vorhandene Fläche und das bestehende Gewässer bereits jetzt ein häufig besuchtes Fleckchen Natur" seien. "Aufgrund der Tatsache, dass sich seit dessen Existenz viele verschiedene Tiere, unter anderem diverse Wasservögel, angesiedelt haben und dies zu einem Wohlfühlfaktor für Passanten geworden ist", wird der "ausdrückliche Wunsch der Bevölkerung Schellerts" aufgegriffen, dieses Gewässer zu erhalten, den auch Ortssprecherin Karina Wagner betonte.

Man sei der Meinung, "dass sich aus der vorhandenen Fläche mit Gewässer ein Naherholungsgebiet erstellen lässt, das mit Weiher, entsprechender Begrünung und Sitzgelegenheiten einen ruhigen und naturverbundenen Ort darstellen wird, welches zum einen Platz für Flora und Fauna schafft und zum anderen einen Ausgleich für den Menschen". Von einer Mithilfe durch die Bevölkerung Schellerts an den notwendigen Umbau-Arbeiten könne ausgegangen werden, so Köstner mit der Bitte, "zu prüfen, ob der Weiher als Gewässer erhalten und das von den Stadtwerken nicht mehr benötigte Land in eine Art Naherholungsgebiet umgearbeitet werden kann".

Dem Wunsch, eine Naherholungszone zu schaffen, werde man seitens der Stadt gerne nachkommen, machte Bürgermeister Meier deutlich, doch sollte der - nicht zum Pumpwerk umgebaute - zweite Teich aufgrund des geringen Zuflusses aufgefüllt und eine Streuobstwiese angelegt werden. Dort ließe sich auch eine Idee aus anderen Kommunen realisieren, sogenannte "Naschbäume" zu pflanzen, also dort, wo keine Ernte erfolge, die Möglichkeit zu bieten, Obst in bester Bioqualität zu pflücken beziehungsweise aufzulesen. Laut Beschlussvorschlag wird die Verwaltung "prüfen, ob der zweite Weiher der Kläranlage Schellert als Gewässer erhalten und das von den Stadtwerken nicht mehr benötigte Land in eine Art Naherholungsgebiet umgearbeitet werden kann".

Klimamanager befürwortet

Auch ein zweiter CSU-Antrag fand Zustimmung im Gremium. Diese hatte vorgeschlagen, im nächsten Haushaltsjahr die Planstelle eines Klimamanagers vorzusehen. Die Verwaltung wird nun ein Anforderungsprofil sowie eine Stellenbeschreibung entwickeln. Man werde zudem die diesbezüglichen Fördermöglichkeiten beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nuklearer Sicherheit klären, ließ Bürgermeister Meier nach der Stadtratssitzung wissen. Bei der zunehmenden Bedeutung der Thematik Klima in vielen Lebensbereichen könne ein Klimamanager eine sinnvolle Ergänzung der Stadtverwaltung sein.

War ein Förderantrag für mobile Luftreinigungsgeräte in allen Gruppenräumen der städtischen Kindertagesstätten gescheitert, erhielt die Stadt die Zusage, dass die Beschaffung von vier mobilen Luftreinigungsgeräten für Räume im "Schlosskindergarten" gefördert werden, die nicht ausreichend gelüftet werden können. Mit Zuwendungsbescheid wurde eine Förderung in Höhe von 14.000 Euro gewährt, gebunden an die Auflage der umgehenden Bestellung. Die Lieferung der ersten drei Geräte ist nach Auskunft der Verwaltung bereits erfolgt. Zum städtischen Stellvertreter für den gemeinsamen Datenschutzbeauftragten beim Landratsamt Neustadt/Aisch - Bad Windsheim wurde der Geschäftsführer der Veranstaltungs- und Kultur GmbH Bastian Haas bestellt. Er tritt die Nachfolge von Andreas Appel an.

Verdichtete Bauweise "Auf der Höhe"

Dass sich nach einem "jahrelangen Kampf" für das Baugebiet "Auf der Höhe" mit einem geänderten Erschließungskonzept nun mit der Aufstellung des Bebauungsplanes die Realisierung abzeichnet, eröffnet nach Mitteilung von Bürgermeister Klaus Meier die Möglichkeit, sowohl Nachfragen nach Baugrund, wie nach Wohnungen zu befriedigen. Bei verdichteter Bauweise sollen sowohl Mehrfamilienhäuser als auch Reihenhäuser entstehen und sich junge Familien den Traum von Eigenheim erfüllen können. Mit sieben Bauplätzen wurde eine Wohngebietserweiterung im Ortsteil Schauerheim bewilligt, zumal dieser als ein Musterbeispiel für den bewohnten Ortskern gilt.

Informiert wurde der Stadtrat über 16 Geschwindigkeitsmessungen, die im ersten Quartal im Gemeindebereich von Neustadt durchgeführt wurden. Bei diesen Tempokontrollen registrierten die Messbeamten nach Auskunft der Polizeiinspektion insgesamt 7394 durchlaufende Fahrzeuge. 338 Fahrzeugführer mussten beanstandet werden, was einer Quote von 4,57 Prozent entspricht. 292 Fahrer waren mit einem Verwarnungsgeld davongekommen, 46 Fahrzeugführer erhielten einen Bußgeldbescheid mit Punkteeintrag.

o.n.

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