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Dienstag, 16.07.2019

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Neustadt: Ein offenes Frühstück für Vielfalt und Demokratie

Organisation "Offene Gesellschaft" setzt Zeichen für Toleranz - 16.06.2019 14:06 Uhr

„Wir sind offen“ stand der Leitspruch über der langen Frühstückstafel in bunter Gesellschaft. © Harald Munzinger


Die Initiative ging wiederum vom Freiwilligenzentrum „mach mit“ aus. Dessen Leiterin Dorothea Hübner sowie die Integrationslotsin Veronika Polok und die Koordinatorin der Nachbarschaftshilfen, Agatha Ludwig, hatten mit dem „Jugendtreff Lazarett“, dem „Tauschring“ sowie der „Büchertauschbörse“ aktive Partner für die Ausstattung der langen Frühstückstafel vor dem Rathaus. In dessen Arkaden war zu dieser ein vielfältiges Büfett aufgebaut, zu dem zahlreiche gute Geister und auch die Gäste mit allerlei Köstlichkeiten beigetragen hatten. 

Das „bunte Neustadt“ sollte sich darin ebenso beeindruckend zeigen, wie in der munteren Gesellschaft, die der Einladung zum „offenen Frühstück“ gefolgt war. Das sollte neben den Genüssen in erster Linie der „Freude am Miteinander, dem Gedankenaustausch und vielleicht auch neuen Begegnungen“ dienen, wie es Moderatorin Agatha Ludwig betonte. „Wie friedlich, fair und vielfältig wir miteinander leben, entscheidet sich genau hier“, sieht die „Offene Gesellschaft“ hierfür die Stärke in den Kommunen.

Optimismus ist Pflicht!

An dem bundesweit ausgerufenen „Tag der offenen Gesellschaft“ sollte die Demokratie gefeiert werden, für die Agatha Ludwig die Gefahr „nicht in zu vielen Feinden, sondern in zu wenig Freunden“ wähnte. Also ging es darum, für sie neue Freunde zu gewinnen und Optimismus zu verbreiten. Der sei „Pflicht und macht viel mehr Spaß, als das ewige Genöle“, stimmte man in der „Neustädter Tafelrunde“ der Moderatorin gerne zu, die dazu aufmunterte, Gedanken dazu zu äußern. Anregungen gaben einige Thesen und Fragen auf den Tischen. „Was muss passieren, dass die Gesellschaft glücklich ist“ ließ die Organisatorinnen ebenso neugierig auf die Standpunkte sein, wie zur Frage, wozu man gerne Mut hätte, welches politisches Thema einem auf den Keks gehe, oder zum Thema „wir sind offen…“.

Im Jugendtreff waren eigens Tischdecken genäht worden, die ebenso zur einladenden Tafel beitrugen, wie attraktiver Blumenschmuck. Für angeregte Gespräche sollten Gedankenimpulse für „Freundlichkeit statt Hetze, Liebe statt Feigheit, Flower- statt Shitstorms“ und die „merkwürdige Teilnahmslosigkeit“ sorgen, wenn eine offene Gesellschaft in Gefahr gerät, als „der gefährlichste Ort für die Demokratie das Sofa“ gilt. Die vollgeschriebenen Impulszettel sollten schließlich „die Gedankenwelt Neustadts abbilden“, so Agatha Ludwig. Sie konnte sich mit dem gesamten Organisationsteam darüber freuen, dass sich zu den zahlreichen Frühstücksgästen auch einige Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker mit Neustadts Erstem Bürgermeister Klaus Meier und seinem Dietersheimer Kollegen Robert Christensen und der ehemaligen Europaabgeordneten Lizzy Gröner gesellten.

Mit Face-Painting, Buttongestaltung und Glücksrat war für Kurzweil der Kinder gesorgt und letztmals auch Gelegenheit gegeben, die Ausstellung „Starting Over/Neuanfang“ in der Rathaus-Ehrenhalle zu besichtigen. Mit deren Finissage fand auch das „Offene Frühstück“ seinen Abschluss, wurden markante Zeichen für eine tolerante, bunte Kreisstadt im Netzwerk der „Offenen Gesellschaft“ gesetzt.  

Harald J. Munzinger E-Mail

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