Tag der Erinnerung und Besinnung

Neustadt feiert Jubilare nach 60, 65, 70 und 75 Jahren

7.9.2021, 16:22 Uhr
Die Jubelkonfirmandinnen und -konfirmanden wurden vom Gemeindezentrum zur Kirche geführt.

Die Jubelkonfirmandinnen und -konfirmanden wurden vom Gemeindezentrum zur Kirche geführt. © o.n.

Dazu hatte der Reformator Martin Bucer in Straßburg die 1539 erstmals dokumentierte evangelische Konfirmation entwickelt, bei der die Christen „nachträglich ein Ja zu ihrer Taufesagen“ und „ihr persönliches Bekenntnis zum Glauben“ ablegen konnten. So wie es die Konfirmanden, die jetzt die Festgottesdienste feierten, vor 60, 65, 70 und 75 Jahren getan hatten. Verbunden mit großer Aufregung, wie man die Erinnerungen an die Prüfungen vor der Gemeinde austauschte, um konfirmiert zu werden. Emsig sei dazu der Katechismus auswendig gelernt worden.

Der Segen, der damals ausgesprochen worden sei, sollte für alle Zeiten gelten, führte es Pfarrerin Brigitte Malik in ihrer Predigt aus, die mit den Jubilarinnen und Jubilaren vom Gemeindezentrum zur Kirche begleitete, in der man anders als bei der einstigen Konfirmation im großen Abstand und mit Maske Platz nahm. Das Böse meiden und das Gute bewahren sowie „dankbar in allen Dingen sein“, sollte die Botschaft sein. Eine Dankbarkeit für das Wenige, was es in Kriegs- und Nachkriegsjahren gab, mit dem die nun Eisernen-, Diamantenen-, Gnaden- und Juwelenkonfirmanden aufgewachsen waren, wie es die Pfarrerin ausführte.

So sollte denn die Jubelkonfirmation ein Tag des Dankes an alle sein, die einem im Leben begleitet und zur Konfirmation geführt, von denen man Liebe erfahren habe und sie ihnen geben konnte. Und ein Tag der Besinnung an die Wege und so manche Umwege des Lebens. Den Festgästen der Gottesdienste wie auch deren Angehörigen wurde „tröstende Gelassenheit“ gewünscht und den JubilarInnen coronakonform das Abendmahl gereicht.

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