Mittwoch, 26.02.2020

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Neustadt: Flüchtlingshilfe für Lesbos

Verein regt auch in Franken Geld- und Sachspenden an - 10.02.2020 17:57 Uhr

Helga Mack-Hamprecht packt eine warme Decke in einen Karton für die direkte Flüchtlingshilfe auf Lesbos. © NeaPress


Helga Mack-Hamprecht, nach der Flucht der Familie aus Siebenbürgen in Neustadt aufgewachsen und heute in Odenthal bei Köln zuhause, unterstützt den "Hoffnung leben e. V." mit Sitz in Bonn, der die Initiative zur "schnellen Hilfe für die Menschen auf Lesbos" ergriffen hat und zu Geld- wie Sachspenden aufruft. "Wenn wenigstens jede/r 100-te ein Paket schickt, wird viel bewegt" hofft Helga Mack-Hamprecht nun auch in Franken darauf, dazu viele Menschen bewegen zu können.

Wie sie das Schicksal von mehr als 19.000 Geflüchteten, die sich derzeit auf Lesbos aufhalten, wo das offizielle Lager nur etwa 2500 "beherbergen" kann, bewegt. Ein hierzulande unvorstellbares Schicksal von Kindern, Schwangeren, Alten, Kranken und unbegleiteten Jugendlichen, die in Sommerzelten und Provisorien Schnee, Kälte und Hunger trotzen müssen. Das Schicksal von Müttern, die für Babys nur zwei Windeln pro Tag erhalten und von Menschen, die auf ein minderwertiges Essen stundenlang warten müssen. Wenn man bei der Initiative "Hoffnung leben" dann auch noch an unvorstellbare hygienische Missstände denkt, an Ungeziefer, Mangel an Toiletten, kaum fließendes Wasser und keine Elektrizität, kann man die Unentschlossenheit der Politiker angesichts der "humanitären Katastrophe in unserem zivilisierten Europa" nicht verstehen.

Dies hatte Ursula Zednicek bereits 2015 veranlasst, die Eigeninitiative zu ergreifen und Geflüchtete auf Lesbos mit Hilfsgütern wie Windeln, Kleidung und Nahrungsmitteln zu unterstützen. Große Hilfsbereitschaft im persönlichen Umfeld, die immer weitere Kreise zog, führte schließlich zur Gründung des eingetragenen Vereins "Hoffnung leben", um die dringend erforderliche Hilfe auszuweiten. Für die machte sich auch Helga Mack-Hamprecht zur engagierten Werberin – nun auch in Franken.

Sie weist auf die Möglichkeit von Geldspenden auf das Konto "Hoffnung leben e. V." sowie von Sachspenden wie Winterkleidung, Decken, Socken, neue Unterwäsche, Hygieneartikel oder Rettungsdecken hin. Diese können direkt an die Verteilerstelle auf Lesbos (alle Details unter hoffnung-leben-ev@t-online.de oder 0228/9480762) gesendet werden.

Helga Mack-Hamprecht, die unter anderem in der Sparkasse Informationsblätter mit Lieferadressen für die Sachspenden aufgelegt hat, weist darauf hin, die Paketmaße von maximal 120x60x60 Zentimetern und die Gewichtsgrenzen zu beachten, um "Überraschungen" beim Porto zu vermeiden. Diese sollten nicht schrecken, wenn an das Schicksal der Empfänger auch im Bewusstsein gedacht werde, wieviel mit der ganz persönlichen Hilfe bewegt werden kann.

NeaPress

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