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Dienstag, 13.04.2021

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Neustadt: Landrat gab ausführlichen Bericht zur Coronalage

Enorme Arbeitsbelastung zu bewältigen - 26.02.2021 19:45 Uhr

Die Klinik Neustadt war in den vergangenen Wochen und Monaten mit 14 Intensiv- und fünf Überwachungspatienten permanent ausgelastet. Foto: o.n.

26.02.2021 © o.n.


Laut Klinikvorstand Stefan Schilling war die Intensivstation der Klinik Neustadt in den vergangenen Wochen und Monaten mit 14 Intensiv- und fünf Überwachungspatienten permanent ausgelastet. Geplante Operationen seien seit Mitte November verschoben worden. Anfang Februar sei in Bad Windsheim, in Neustadt vor einer Woche der Regelbetrieb wieder aufgenommen worden. Es gebe aber nach wie vor große Einschränkungen in diesem Bereich.

"Nachdem aufgrund sinkender Fallzahlen in den vergangenen Wochen eine Reihe von Erleichterungen in Kraft treten konnten, stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder deutlich", führte Landrat Weiß mit den Konsequenzen des überschrittenen Inzidenzwertes von 100 aus: Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr, Wechsel der Grund- und Förderschüler in den Distanzunterricht, Notbetreuung in den Kindertagesstätten. Weiß betonte sein Bemühen, dass mit der Möglichkeit eines Karenztages die Grundschüler den Schulunterricht bis zum Ende der Woche besuchen konnten. Darüber hinaus aber gebe es keinen Spielraum mehr "Es treten mit Überschreiten der 100er-Inzidenz die staatlichen Vorgaben in Kraft, da sind uns die Hände gebunden".

Impfzentrum hätte noch Kapazitäten

Das Impfzentrum sei pünktlich zum 15. Dezember bereit gewesen, in diesem ASB und BRK unter ärztlicher Leitung von Dr. Gerhard Sandig tätig. Die Impfungen starteten nach dem Bericht des Landrates am 27. Dezember in der Hospitalstiftung in Bad Windsheim, das Impfzentrum wurde am folgenden Wochenende in Betrieb genommen. Bis 24. Februar wurden im Landkreis 6.270 Personen geimpft, davon 4.429 im Impfzentrum, 1.841 von den mobilen Teams. 2.975 Personen wurden bereits zum zweiten Mal geimpft, insgesamt sind damit 9.245 Impfungen erfolgt. Weiß: "Das Impfzentrum hätte noch Kapazitäten, der Impfstoff ist allerdings limitiert, höhere Liefermengen sind zugesagt".

Am 28. Dezember wurde die Telefonnummer 09161/927070 freigeschaltet zur Anmeldung zur Impfung. Onlineregistrierung ist bayernweit seit dem 12. Januar möglich. Die Anrufe und die online-Registrierungen werden über eine gemeinsame Datenbank verwaltet. Das Testzentrum in Neustadt/Aisch ist weiterhin in Betrieb mit der Möglichkeit, kostenfrei Tests durchführen zu lassen, berichtete der Landrat weiter. Abstrichnahmen erfolgten im Wechsel durch zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des örtlichen ASB sowie des örtlichen BRK. Bis Mitte der Woche wurden 5.437 Personen getestet, 160 Testergebnisse waren bisher positiv. Kurzfristig konnte auf Antrag der Bayerischen Staatsregierung die Kapazitäten am Testzentrum erhöht werden, um vor allem Reihentestungen für das Personal in Schulen und Kindertageseinrichtungen anbieten zu können: Aufgrund der Nachfrage von Schulen und Kindertageseinrichtungen fanden am vergangenen Samstag 74 Testungen im Testzentrum am Gesundheitsamt statt.

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Externe Unterstützung besonders gewürdigt

Weiterhin binde die Corona-Pandemie zahlreiche Kräfte im Landratsamt, so Landrat Helmut Weiß im ausführlichen Situationsbericht. Derzeit seien 81 Mitarbeitende im Landratsamt damit beschäftigt, davon 34 stundenweise. Seitens der Hilfsorganisationen seien von ASB und BRK 13 Mitarbeiter im wöchentlichen beziehungsweise dreiwöchigen Wechsel für Impf- und Testzentrum tätig, die Kassenärztlichen Vereinigung stelle drei Ärzte.


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Unterstützung erfahre das Amt auch von insgesamt 20 Mitarbeitenden aus anderen Institutionen (z.B. Regierung, Polizei, RKI, Hauptzollamt). Die Bundeswehr stelle ebenfalls weiterhin Unterstützungskräfte. Der Landrat betonte, "wie wichtig die Unterstützung" sei und stattete den Dank die gute Arbeit der Unterstützungskräfte ab. Die Pandemie fordere enorme personelle Ressourcen im Landratsamt, dies werde sich für die Ausweitung des Impfbetriebs noch verstärken. Dies bedinge auch, dass gewisse Anliegen / Anträge länger dauerten, oder derzeit heruntergefahren werden müssten, wofür Weiß um Verständnis bat. Dazu rief er auch die Kreistagsmitglieder in Gesprächen mit den Bürgern auf: "Meine Mitarbeiter/innen haben hier über das normale Maß hinaus eine enorme Arbeitsbelastung zu bewältigen".

nb

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