Dienstag, 12.11.2019

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Neustädter CSU will Rathaus erobern

Bürgermeisterkandidat und „schlagkräftige Mannschaft“ nominiert - 08.11.2019 16:33 Uhr

Mit dieser „schlagkräftigen Mannschaft“ will die CSU in Neustadt bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr „ein tolles Ergebnis erzielen“. © Harald Munzinger


Der Fraktionsvorsitzende Christian Köstner schlug der aus den CSU-Ortsverbänden Neustadt und Unternesselbach gebildeten und von Alexander Tesmer geleiteten "Stadtversammlung" den Zweiten Bürgermeister Peter Holzmann als Spitzenkandidaten vor, der für das Bürgermeisteramt die besten Voraussetzungen biete. Mit seinen langjährigen Erfahrungen in Verwaltungsabläufen und seinem technischen Knowhow könnten "laufende Projekte abgewickelt und neue angegangen, ein Grundstein für die nächsten Jahre gelegt werden".

Dem folgten 32 der 36 Stimmberechtigten der gut besuchten "Stadtversammlung", ebenso ohne Gegenstimmen "alle, wenngleich mit einigen Abstrichen" der Vorschlagsliste der 24 Kandidatinnen und Kandidaten plus Ersatzkandidat, die als "schlagkräftige Mannschaft" in den Kommunalwahlkampf gehen wollen. Was man sich vorgenommen habe, wolle man "in den nächsten Wochen und Monaten noch ausführlich vorstellen", vermied Holzmann bei der Nominierungsversammlung Wahlkampfstimmung. "Wir kandidieren nicht gegen Jemand, sondern bewerben uns für ein Amt", lautete sein Credo.

Ab sofort wird in Neustadt „schwarzer Peter“ gespielt, merkte Stadträtin Jutta Bauereiß bei der Gratulation mit dem Kollegen Christian Köstner launig zur Bürgermeisterkandidatur von Peter Holzmann (v. r.) an. © Harald Munzinger


Dass man "nicht nur verwalten, sondern auch gestalten" wolle, erklärte der 63-jährige Diplomingenieur und Leiter der Tiefbauabteilung des Landratsamtes, der seit 2002 dem Stadtrat angehört und seit 2014 das Amt des Zweiten Bürgermeisters innehat. "Mit solchen Leuten ist mir vor der Zukunft nicht bange", würdigte Holzmann "die engagierte und in vielfältigen Bereichen qualifizierte Truppe", mit der er in den Wahlkampf geht, überzeugt, dass sie "bodenständige und zukunftsorientierte Politik zum Wohl der Stadt machen wird".

Zukunftsfähige Stadt entwickeln

Als einen Schwerpunkt nannte er die Weiterentwicklung und Stärkung der Innenstadt, in der "mit neuen Konzepten negativen Tendenzen entgegengewirkt" werden müsse. Deutlicher wurden Kandidatinnen und Kandidaten bei der Vorstellung von Personen und Motivation, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Die CSU habe "das richtige Konzept gegen das Aussterben der Innenstadt" wurde betont oder es als Aufgabe genannt, deren "Verödung zu stoppen". Ein "modernes Stadtkonzept" war ein weiteres Stichwort, "eine zukunftsfähige Stadt zu entwickeln" und diese "in eine andere Liga zu führen" ein erklärtes Ziel ebenso wie die effizientere Umsetzung der Energiewende, bei der Defizite ausgemacht wurden.

"Für frischen jungen Wind" wollen KandidatInnen zwischen 20 und 35 Jahren sorgen, die ein gutes Drittel der Liste ausmachen, Spitzenkandidat Peter Holzmann damit dem Wähler eine gute Mischung von Erfahrung und Jugend sowie auch die Ortsteile berücksichtigt sieht. Vom Wunsch des CSU-Ministers Albert Füracker, der als Befürworter Frauenquote insbesondere junge Frauen für die Kommunalparlamente gewonnen wissen möchte, sind die Ortsverbände Neustadt und Unternesselbach mit fünf Frauen auf der Stadtratsliste, vier davon in der zweiten Hälfte, noch ein gutes Stück entfernt.

Von 20 bis 65 Jahre

Mit der 20-jährigen Nadine Römer weist sie die jüngste Bewerberin um ein Mandat auf. Angeführt wird sie nach Peter Holzmann von den Stadtratsmitgliedern Christian Köstner (48-jähriger Fraktionsvorsitzender), Richard Dollinger (31), Jutta Bauereiß (57), Gerd Scheuenstuhl (54), Wilfried Westhauser (65) und Karl-Heinz Summ (64). Ihnen folgen Markus May (46), JU-Vorsitzender Martin Hufnagel (31), Volker Kräutlein (48) Uli Leopold (52) und Bernd Krampe (56).

Die zweite Hälfte führt Karina Wagner (32) an, gefolgt von Christopher Wirth (30), Uwe Kopp (56), Alexander Müller (28), Uwe Machetanz (42), Alexandra Holzmann (28), Nadine Römer (20), Valentin Neudecker (24), Christian Motzek (35), Hannes Langhammer (38), Stefanie Sommer (32) und Mario Leipold (41). Als Ersatzkandidat steht Jochen Reiniger (37) zur Verfügung.

Verwaltung mit Erfahrung unterstützen

Dass auch in der nächsten Legislaturperiode große Aufgaben zu bewältigen sein werden, zeigte Bürgermeisterkandidat Peter Holzmann mit "mehreren verkehrlichen Angelegenheiten und damit verbundenen Entscheidungen, wie zum Beispiel die Ansbacher Straße" und "Straßensanierungen an vielen Stellen" auf. Ferner mit der Weiterführung der Großprojekte von der Grundschule Neues Schloss über das Feuerwehrhaus bis zum begonnenen Neubau eines weiteren Kindergartens an der Hans-Böckler-Straße. Holzmann betonte die zwingende Notwendigkeit der Kostenkontrolle der Baustellen, für die, wie auch in allen anderen Bereichen eine "äußerst gute Verwaltung" erforderlich sei. Diese könne er "mit meiner Erfahrung unterstützen und bereichern".

Wie auch einige Kandidaten sprach Peter Holzmann den Wunsch an, "dass Neustädter bei der Vergabe von Grundstücken in Neubaugebieten bevorzugt bedacht werden". Auch die attraktiver und für die Kinder interessanter gestalteten Spielplätze - "weniger ist mehr" – wurden in der Vorstellungsrunde angesprochen. In der kam zudem immer wieder zum Ausdruck, dass "unsere Stadt attraktiv und lebenswert sein und der Bürger sich hier wohlfühlen muss". Die dafür vorhandenen Einrichtungen vom Museum bis zum Waldbad gelte es "zu pflegen, zu erhalten und auch den zukünftigen Bedürfnissen anzupassen".

Ihre konkreten Konzepte will die CSU mit ihrem Motto "näher am Menschen" in den Wahlversammlungen darlegen. Spitzenkandidat Peter Holzmann kündigte "einen äußerst anständigen Wahlkampf" an, in dem man sich "auf die sachliche Auseinandersetzung beschränken" wolle. Der Anfang wurde bei der Nominierungsversammlung ohne jegliche Seitenhiebe gemacht.

Harald J. Munzinger

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