Ernte-Dank ausgiebig genossen

Neustädter "ErnteMarktPlatz": Meerrettichkönigin und Krenweiber zu Gast

Mit Krassolzheimer Wein bedankten sich Erster Bürgermeister Klaus Meier und Dritte Bürgermeisterin Heike Gareis (l.) bei der charmanten Bayerischen Meerrettichkönigin Theresia I. und den

Mit Krassolzheimer Wein bedankten sich Erster Bürgermeister Klaus Meier und Dritte Bürgermeisterin Heike Gareis (l.) bei der charmanten Bayerischen Meerrettichkönigin Theresia I. und den "Krenweibern", mit denen der "ErnteMarktPlatz" eröffnet wurde. © o.n.

Mit ihnen eröffnete Erster Bürgermeister Klaus Meier das bunte Markttreiben mit einem "breiten Strauß an Angeboten" kulinarischer Verlockungen, bei denen nach Überzeugung auch von Dritter Bürgermeisterin Heike Gareis "für jeden Geschmack etwas dabei sein" sollte. Dazu kamen noch attraktive Stände unter anderem der Imker mit Kinder-Mal-Aktion, des "NeustadtGartens" oder bewunderter Handwerkskunst, mit der auch Scheren und Messer wieder buchstäblich ihren Schliff erhielten. Seien es frische Weiß- und Blaukrautköpfe, Sauerkraut vom Fass, frisches Obst oder Säfte, Kartoffeln und Kürbisse sowie Köstlichkeiten aus den Küchen der Gastronomie gewesen: Auf dem letzten ThemenMarktPlatz des Jahres wie auch auf dem Bauernmarkt konnte "Erntedank" ausgiebig genossen werden.

Bürgermeister Meier stellte bei der Eröffnung fest, dass "seit der Corona-Pandemie in der Bevölkerung der Wunsch nach regionalen Produkten, nach regionaler Versorgung ganz deutlich gestiegen" sei. Dies sei vor allem bei Gemüse und Obst, Backwaren und Getränken feststellbar. Sehr erfreulich sei es für ihn, dass gerade auch bei Fleisch und Wurstwaren ein deutliches Umdenken bei den Verbrauchern eingesetzt habe, was bei den erlebten Skandalen in den Fleischindustriefabriken nicht verwunderlich sei. Meier rief dazu auf, "durch den Griff zu regionalen Produkten lokale Wertschöpfungsketten zu unterstützen, was für den Erhalt unserer kleingliedrigen bäuerlichen Landwirtschaft überlebenswichtig ist".

Lanze für Regionalität gebrochen

Die Gegenargumentation deutlich höherer Preise wollte der Bürgermeister nicht gelten lassen und riet dazu, "ganz einfach etwas weniger an Menge zu kaufen und dafür bessere Qualität, was garantiert möglich sein müsste, betrachtet man die Massen an Lebensmitteln, die in unserem Land Jahr für Jahr - zum Teil noch in ungeöffneter Verpackung - weggeworfen werden". Regionalität sollte auch in Zeiten der Globalisierung und der Digitalisierung eine große Rolle spielen, denn sie wirke sich durch die kurzen Transportwege außerordentlich positiv auf den Klimawandel aus.

"Aus der Region für die Region" sollte die Verbraucherdevise sein, was in Neustadt seit über 20 Jahren durch die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe – dem Ziel des "Agenda 21-Arbeitskreises" gefördert werde, "Wir haben in unserer Region wirklich unglaublich viel zu bieten, doch wir Einheimischen sehen nur oft nicht mehr alles, wovon die Besucher, die Fremden in den höchsten Tönen schwärmen", so das Stadtoberhaupt.

Regionalität sollte aber nicht nur bei den Lebensmitteln das Kaufverhalten bestimmen, sondern bei allen Einkäufen unser Leitsatz sein, führte Meier mit dem Appell aus: "Helfen Sie bitte alle mit und unterstützen Sie mit Ihren Einkäufen unseren innerstädtischen Handel, damit wir alle auch nach Corona noch so ein reichhaltiges Angebot und so eine attraktive Innenstadt wie vorher haben!" Gelegenheit sollte dazu gleich ein "schöner Bummel durch die Neustädter Einzelhandelsgeschäfte bieten".

Bayerns Meerrettichkönigin Theresa warb in Reimen für das gesunde Gemüse, das sie mit großem Stolz auch darauf vertritt, ihm schon in der Familientradition von Kindheitstagen verbunden zu sein. So habe sie "Großmutters Handwerk erlernt und schon früh die Erde vom Kren entfernt". Charmant wies sie auch auf dessen heilende Wirkung mit viel Vitamin C hin und riet mit den Krenweibern "nur eins, esst Meerrettich, denn das ist was fein’s". Davon sollte sich das Trio auch bei Krassolzheimer Wein überzeugen, den die Stadt nun statt dem Rathaussekt als Gastgeschenk überreicht.

Keine Kommentare