Samstag, 29.02.2020

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Neustädter Feuerwehr klärt auf: Glückstag Freitag, der 13.

Rauchmelder retten leben – Landesweite Übung im "Brandcontainer" - 12.10.2017 12:27 Uhr

Kleines Gerät mit großer Wirkung: Dass Rauchmelder Leben retten, klärt die Feuerwehr Neustadt am „Freitag, 13.“ auf. © Harald Munzinger


Dass ausgerechnet der durch Aberglaube schicksalhaft mystifizierte „Freitag, der 13.“ ein Glückstag sein könnte, verheißt der seit 2006 stattfindende bundesweite Rauchmeldertag mit den Motto: „Freitag der 13. könnte Ihr Glückstag sein“.

Die Feuerwehr Neustadt nimmt ihn zum Anlass, die Öffentlichkeit über das lebenswichtige Thema Rauchwarnmelder zu informieren und ihrer die Gerätefunktion aufzuklären, "um das Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung in dieser Beziehung schärfen: Rauchmelder retten Leben!" Zudem wird sie auf die zum Jahresende ablaufende Nachrüstfrist hinweisen.

Der interessierten Bürgerschaft stehen Feuerwehrkräfte am "Freitag, 13.!" von 11 bis 12 Uhr auf dem Parkplatz des Baumarkts im Riedweg sowie von 12 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz der Kreisstadt gerne persönlich Rede und Antwort, kündigt es Günther Wehr an. Ein "einmaliges Projekt auf Bundesebene" bieten das Innenministerium und Landesfeuerwehrverband Bayern vom 16. bis 20. Oktober in Wilhelmsdorf bayerischen Feuerwehren mit dem Training für Atemschutzgeräteträger im Brandübungscontainer.

In den vergangenen Jahren sei der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Das sei selbstverständlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig werde es dadurch - gerade für die jungen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden – "immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen. Persönliche Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden", so der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, Rainer Weiskirchen.

Der neue, feststoffbefeuerte Brandübungscontainer hilft, diese Lücke zu schließen. Er soll die Atemschutzgeräteträger fit machen für schwierige Einsätze. Die insgesamt 1,2 Millionen Euro, die der Freistaat Bayern dafür investiert, sind laut Weiskirchen gut angelegt. Denn mit dem Brandübungscontainer könne eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden. Durch die Verwendung von Holz entstehe die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung.

Die Trainingseinheiten vermittelten unter anderem, "wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können". Das Projekt wird vom Landesfeuerwehrverband Bayern organisatorisch begleitet und ist zunächst auf vier Jahre (beginnend im Jahr 2015) angelegt, sodass insgesamt etwa 7.200 Atemschutzgeräteträger geschult werden können.

nb

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