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Mittwoch, 03.06.2020

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Neustädter Heimatfest auf 2021 verschoben

Für die Kirchweih wird Begriffsdefinition abgewartet - 24.04.2020 15:18 Uhr

Nach dem „Bamberger Tor“ zum Heimatfest 2010 wurde nun das „Würzburger Tor“ im Modell nachgebildet, das zum Heimatfest 2020 enthüllt werden sollte. © o.n.


Überraschen sollte die Absage des Heimatfestes beziehungsweise dessen Verschiebung ebenso wenig, war sie doch schon zuvor auf der Homepage der Kreisstadt veröffentlicht. Noch keine Entscheidung ist entgegen einer Pressemeldung bezüglich der Kirchweih gefallen und war auch nicht Thema der Sitzung des Stadtrates mit gebotenem Sicherheitsabstand in der "NeuStadtHalle am Schloss". Erster Bürgermeister Klaus Meier wolle hier noch die Konkretisierung des Landes Bayern zu dem Begriff der "Großveranstaltung" abwarten, für das die Bundesregierung ein grundsätzliches Verbot bis 31. August erlassen habe, verlautete auf NN-Online-Anfrage aus dem Rathaus.

"Sobald diese da ist, ist die Kirchweih dann per Gesetz ohnehin unzulässig, ohne dass es eines diesbezüglichen Beschlusses bedarf", wird dazu ausgeführt und erklärt: "Dass das so kommt, ist jedem klar". Wobei sich der Zorn über den erzwungenen Verzicht auf das "Fest der Feste" nicht gegen die Stadt, sondern den Staat richtet. Die genaue Definition des Begriffes der "Großveranstaltungen" habe die Bundesregierung den Ländern überlassen. Zum aktuellen Zeitpunkt liege dazu noch keine abschließende und belastbare Regelung für das Land Bayern vor. Es sei allerdings mit der Maßgabe zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht davon auszugehen, dass vor dem 31.August in Bayern Großveranstaltungen unter 5.000 Teilnehmern grundsätzlich zugelassen würden, führte die Stadt zu Empfehlung aus, das Heimatfest und Neustadt-Treffen abzusagen.

"Neustadt-Treffen" nicht zu verschieben

Für das Heimatfest und Neustadt-Treffen werde aufgrund der Erfahrung der Vorjahre mit mindestens 10.000 Besuchern gerechnet. Hinzu komme, dass diese Besucher aufgrund des Neustadt-Treffens aus einem sehr großen Einzugsbereich kämen. Auch das Heimatfest bedinge aufgrund seiner überregionalen Anziehungskraft einen großen Besucherstrom. Da nach Vorgesprächen mit der Geschäftsstelle von "Neustadt in Europa" davon auszugehen war, dass eine Verlegung des "Neustadt-Treffens" in das Jahr 2021 nicht möglich sei, das dann bereits in Neustadt in Holstein terminiert sei, muss dieses ersatzlos ausfallen.

Das Heimatfest 2020 hingegen kann auf einen später noch festzulegenden Zeitpunkt im Jahr 2021 verschoben werden. "Die gesamte bisher in den Arbeitskreisen geleistete Arbeit ist damit eine sehr gute Grundlage der Festplanung im Jahr 2021, hier kann direkt auf die bisherigen Planungsleistungen aufgesetzt werden" wurde in der Stadtratssitzung erklärt. Zwar soll erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden, wann das Heimatfest 2021 stattfinden wird, doch geht die Tendenz wieder Richtung September, wie es bisher üblich war.

Langenfelder Tor "en Miniatur"

Ein Wahrzeichen des Heimatfestes 2020 ist allerdings schon errichtet. Dem 2010 enthüllten Modell des "Bamberger Tores" folgt nun das "Langenfelder Tor". Erneut hat dazu einer der Heimatfest-Arbeitskreise die Initiative ergriffen und mit dem Antrag auf Förderung bei der "LAG Aischgrund" Erfolg und Sponsoren gefunden, sodass der Stadt keine Kosten für den Modell-Nachbau des 1871 abgerissenen Tores am nördlichen Ausläufer der Würzburger Straße entstehen. An dessen ehemaligem Standort in Höhe einstigen Pro-Gymnasiums – heute städtisches Amtsgebäude – erinnert eine Tafel an das schmucke Tor, das wie das Bamberger- und Windsheimer Tor (Wilhelmstraße) einst dem zunehmenden Verkehr zum Opfer gefallen war. Lediglich ein Läutrecht rettete das vierte Tor in der Stadtbefestigung, das Nürnberger Tor, heute Wahrzeichen Neustadts. 2030 könnte das nächste Heimatfest Anlass sein, das Quartett wieder vollständig zu machen. Zumindest in Modell, die das Stadtbild bereichern.

o.n.

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