Neustädter SPD ist sich einig: "Das G8 ist am Ende"

10.8.2014, 16:35 Uhr
Die bildungspolitische Sprecherin des SPD-Ortsvereins Neustadt, Irmi Brenner, sieht das G8 auch ohne Volksbegehren am Ende.

© Harald Munzinger Die bildungspolitische Sprecherin des SPD-Ortsvereins Neustadt, Irmi Brenner, sieht das G8 auch ohne Volksbegehren am Ende.

Nicht grundlos, so Irmi Brenner, die bildungspolitische Sprecherin des SPD-Ortsvereins, fordere die BayernSPD in ihrem Gesetzentwurf zur Reform der Gymnasien: "Die gymnasiale Schuldauer beträgt grundsätzlich neun Jahre".

Entgegen der Ansicht der Bayerischen Staatsregierung sei das Ergebnis des gescheiterten Volksbegehrens nicht so zu interpretieren, dass das derzeitige G8 überzeugend bestätigt wurde, so Irmi Brenner. Das Ergebnis zeige vielmehr, dass ein Nebeneinander von zwei verschiedenartigen Gymnasialformen (G8 und G9) von den Wahlberechtigten in Bayern nicht gewünscht werde. Ein derartiges System, wäre in ländlichen Räumen, wie unserem Landkreis, aufgrund der zu geringen Schülerzahlen, ohnehin nicht realisierbar gewesen.

Nicht zuletzt beklagten sich die Universitäten seit Einführung des G8 zunehmend über mangelnde "Studierfähigkeit" von Abiturienten aus Bayern. Die Linie der BayernSPD sei klar und entspreche auch den Forderungen weiter Teile der Pädagogen, der Schülerschaft und der Eltern. Den Schülerinnen und Schülern sei die Zeit, die sie individuell benötigten, um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben, in der positiven Lernatmosphäre eines neu strukturierten Gymnasiums zu geben.

Hierdurch bestehe zukünftig die Möglichkeit, von der Schule gefördert und unterstützt, damit stressarm ein Schuljahr abzukürzen, statt – wie der zuständige Bayerische Kultusminister Spaenle beabsichtige - das G8 durch Hintertüren, ohne dass es dann ehrlicherweise G9 hieße, erklärte Brenner.

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