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Nur eine Kandidatenliste in Dietersheim

Bewerber zur Kommunalwahl stellen ihre Ziele vor - 12.02.2014 11:03 Uhr

In Altheim stellte René Böhm seine Ideen vor. Der 21-jährige Fachinformatiker aus Oberroßbach tritt für die Freien Bürger an und ist jüngster Bewerber um einen Platz im Dietersheimer Gemeinderat. © Hans-Bernd Glanz


Zufriedenheit war zu spüren, dass sich alle vier im derzeitigen Rat vertretenen Gruppierungen auf einer gemeinsamen Liste wiederfinden. Damit werde die sachorientierte Po­litik im Ratsgremium auch nach den Kommunalwahlen am 16. März ihre Fortsetzung finden, hieß es.

Fünf Leitgedanken zur anstehen­den Kommunalwahl formulierte der amtierende Bürgermeister Robert Christensen bei der Vorstellung sei­ner Ziele. Leitgedanken, mit denen sich auch die Listenkandidaten der Christlich Sozialen Union (CSU), der Freien Bürger (FB), der Freien Wäh­lergemeinschaft (FWG) und der Un­abhängigen Wählergemeinschaft – Interessengemeinschaft Wahl (UWG­IGW) identifizieren können.

„Eine gemeinsame Liste heißt nicht, dass nur Kuschelkurs zu er­warten ist, eine Partei und drei Grup­pierungen haben ihre eigenen Köp­fe“, sagte Christensen. Das gemeinsa­me Handeln sei jedoch auch mit der neuen Zusammensetzung des Ge­meinderates der Schlüssel zum Er­folg. Ordentliche Rahmenbedingun­gen zu schaffen, sei deshalb im Inter­esse aller. Dazu gehören für den Rathauschef, der ohne Gegenkandi­dat antritt, Erhalt und Modernisie­rung der Straßen und Wege, von Was­ser- und Abwassersystemen ebenso wie ein tatkräftiger Bauhof und eine gut aufgestellte Feuerwehr.

Kein Kuschelkurs

Als „zentrale Eckpfeiler“ der Ge­meinde nannte Christensen die Grundschule und die Kinderbetreu­ungseinrichtungen. Dafür solle ein tragfähiges Zukunftskonzept entwi­ckelt, sollen Finanzierungsfragen ge­klärt und eine zeitnahe Umsetzung angestrebt werden. Die Fortführung von Dorferneuerungsmaßnahmen sei ebenso von zentraler Bedeutung wie die Gestaltung der Gemeinde. Er nannte beispielsweise den Schul­haus- Umbau in Beerbach zum Dorf­haus. Letztlich habe der neue Ge­meinderat auch Antworten auf drän­gende Fragen zu finden, so der Rath­auschef.

Beispiels­weise sei zu klä­ren, wie brachlie­gende Flächen und leer stehende Ge­bäude sinnvoll ge­nutzt und inner­orts neue Wohn­möglichkeiten als Alternative zu Neubaugebieten geschaffen werden könnten. Welche Voraussetzungen zu schaffen seien, dass ältere Menschen weiterhin in ihrer gewohnten Umge­bung leben können, wie das ehren­amtliche Engagement als Säule des Gemeindelebens zu stützen sei – alles unter der Prämisse einer soliden Haushaltsführung. Dazu möchte Christensen auch künftig neben dem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern konsequent Förder­möglichkeiten ausschöpfen.

Jüngster Kandidat mit 21 Jahren

Acht der bisherigen Ratsmitglieder stellen sich zur Wiederwahl, neu auf der 20-köpfigen Bewerberliste ist mit 21 Jahren der jüngste Kandidat, René Böhm (FB) aus Oberroßbach. Er will „frischen Wind“ ins kommu­nale Gremium brin­gen und der Ju­gend Gehör verschaffen. „Herzensthema“ von Gabriela Bi­müller (FWG) aus Beerbach ist „Bil­dung und lebenslanges Lernen“. Sie sieht ihren Schwerpunkt bei der Die­tersheimer Grundschule, für die ein tragfähiges Zukunftskonzept zu ent­wickeln sei. Ein ehrgeiziges Ziel, wie sie betonte, das aber gemeinsam zu stemmen sei. Bezahlbare Bauplätze, das Dauerthema schnelles Internet und der Erhalt des Schulstandortes Dietersheim hat Heinz Hofmann (CSU) aus Dottenheim bei seiner Kandidatur im Blick.

Fragen des demografischen Wan­dels beschäftigen Harald Ell aus Beerbach, der für die Freien Bürger antritt. Der 36-Jährige sieht seinen Schwerpunkt jedoch auch in einer at­traktiven Gestaltung der Gemeinde. Ell will dazu beitragen, dass die Ge­meinde für Jugendliche und junge Familien eine Zukunft biete.

Auf Bewährtes setzen die alten Ha­sen des Gemeinderates. Inge Peter (UWG-IGW), seit sechs Jahren im Gremium, erinnerte daran, dass viele Vorhaben abgearbeitet wurden, Wün­schenswertes wegen nicht vorherseh­barer Ausgaben aber auch verscho­ben werden musste. Sie möchte den begonnenen Weg fortsetzen und weiterhin Verantwortung, beispiels­weise als Energiewende-Beauftragte, für die Gemeinde übernehmen. 

Hans-Bernd Glanz

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