Endlich mal wieder von Herzen lachen

Oliver Tissot bei Ortsbäuerinnentagungen

10.9.2021, 16:23 Uhr
Der Sprachjongleur Oliver Tissot fühlte sich sichtlich wohl in der Runde der Landfrauen, in die ihn Kreisbäuerin Renate Ixmeier (l.) zur Aufheiterung in freudlosen Coronazeiten eingeladen hatte.

Der Sprachjongleur Oliver Tissot fühlte sich sichtlich wohl in der Runde der Landfrauen, in die ihn Kreisbäuerin Renate Ixmeier (l.) zur Aufheiterung in freudlosen Coronazeiten eingeladen hatte. © nb

Kreisbäuerin Renate Ixmeier hatte den als Wortakrobaten geschätzten Comedian zu den beiden Tagungen in Gollhofen sowie im Dachsbacher Ortsteil Rauschenberg eingeladen und damit einen Volltreffer gelandet. Ein furioses Finale in ausgelassener Stimmung, bei der sie sicher sein konnte, dass die Ortsbäuerinnen und ihre Stellvertreterinnen viel Spaß hatten. Und diesen auch verdient hatten, wie es Ixmeier bei ihrer letzten Arbeitstagung in dieser Wahlperiode im Dank für die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck brachte.

„Wir könnten auf Kreisebene nichts bewegen, wenn wir nicht ein Netzwerk von Ortsbäuerinnen hätten, die uns unterstützen und ihre Landfrauen in den Dörfern motivieren“, führte die Kreisbäuerin aus, die dazu aufrief, „dass möglichst viele weitermachen. Denn wenn die Arbeit der Landfrauen positiv in der Öffentlichkeit dargestellt wird und in aller Munde ist, dann spiegelt das auch die Landwirtschaft wieder“. Die ursprünglich am 15. September geplanten BBV-Wahlen werden nach einem Beschluss des Präsidiums frühestens im nächsten Jahr stattfinden, um jedem Mitglied die Gelegenheit zu geben, wählen zu können. Mit der 3G-Regelung könnten Mitglieder ausgeschlossen und damit die Wahl anfechtbar sein, teilte Renate Ixmeier mit.

Ihr fiel mit dem Blick auf die Landfrauenarbeit der sachlich-nüchterne Part der beiden Arbeitstagungen der Ortsbäuerinnen zu, während Oliver Tissot mit einem Parforceritt über den mit allerlei Raffinessen bestückten Sprach-Parkour das Publikum in seinen Bann zog. Natürlich hatte sich der in der deutschen Kleinkunstszene gefragt Sprachjongleur auf die Landwirtschaft eingestellt und wusste gekonnt auch mit dem Namen der Kreisbäuerin zu spielen. Wer alles ix-mal sagen müsse, könne nur Ixmeier heißen, so Tissot, der sich über reichlich Szenenapplaus sowie mit „Artischockenstacheln“ auch über ein passendes Präsent für seine Spitzen freuen durfte.

Stattliche Liste von Initiativen

Zu etlichen Corona zum Opfer gefallenen Aktivitäten der Landfrauen sollte auch die neuerliche Absage der Weihnachtfeier und der Verzicht auf die Teilnahme an der „Consumenta“ zählen. Dennoch hatte Kreisbäuerin Renate Ixmeier eine stattliche Liste von Initiativen in ihrer Power-Point-Präsentation. Sie betonte ihr besonderes Anliegen, der Jugend die „Schule für‘s Leben“ zu bieten und ihre Alltagskompetenzen zu vermitteln. Dazu sei schon im Januar 2020 vom Kabinett ein Konzept für Projektwochen für die Grund- sowie die Sekundarstufe beschlossen bisher aber aufgrund der unklaren Situation noch nicht realisiert worden. Da in Bayern pro Jahr etwa 10.000 Schulklassen zu bedienen wäre, werde jeder benötigt, der Jugend die Grundlagen der Ernährung, Gesundheit und Haushaltsführung sowie für Umwelt- und selbstbestimmtes Verbraucherverhalten nahezubringen. Woher unsere Lebensmittel kommen, sollten Bauernhofbesuche bewusst machen, für die Renate Ixmeier zum „ix-ten Mal“ warb

Die Kreisbäuerin informierte über den geplanten Ortsbäuerinnen-Ausflug nach Augsburg. mit dem man gerne einen Besuch der „Puppenkiste“ verbinden würde, über die im Januar 2022 stattfindenden und schon ausgebuchten Wellnesstage in Bad Füssing sowie über die Online-Gesundheitsinitiative der Bayerischen Landfrauen. Diese reicht vom Impfen nicht nur gegen Corona, sondern im Allgemeinen über das „Boostern winterlicher Abwehrkräfte“ oder Mikroplastik und den Frühjahrsputz für den Körper, über den Ixmeier selbst referiert, bis zur Organspende oder den plastikfreien Haushalt, also die Müllermeidung im Alltag.

Geschulte Ernährungsfachfrauen lassen die „Bayerische Käsevielfalt entdecken“ oder „verraten“ Biergartenrezepte und geben Tipps für den ganz entspannten Brunch-Genuss mit Familie und Freunden für Bowls und Wraps oder Brotaufstriche und Dips mit bayerischen Milchprodukten. „Wissen und Fähigkeiten über Hauswirtschaft und Ernährung fachgerecht in Theorie und Praxis weiterzuvermitteln gewinnt zunehmend an Bedeutung“ betonte Renate Ixmeier. Diese Qualifizierung stärke die Fähigkeiten von hauswirtschaftlichen Fachkräften, verschiedensten Zielgruppen diese Themen näher zu bringen. Teilnahmevorrausetzung sei eine vorhandene Fortbildung im hauswirtschaftlichen Bereich, zum Beispiel Meister/-in, Hauswirtschafter/-in mit Ausbildereignungsprüfung, Techniker/-in, etc.

„Landfrauenstimmen feiern Jubiläum“

Die Kreisbäuerin stimmte auf das Jubiläum des Landfrauenchores, der 2021 sein 50-jähriges Bestehen feiern wird. Verbunden mit dem, „Mittelfränkischen Chöretreffen“ wird dies voraussichtlich am Sonntag, 10. Juli. In Gollhofen stattfinden. Gesucht werden hierzu werden Ergänzungssängerinnen, um mit etwa sechs bis acht Proben die „Landfrauenstimmen“ beim Jubiläum zu unterstützen. Näheres ist bei Birgit Krämer oder in der Geschäftsstelle zu erfahren, berichtete Kreisbäuerin Ixmeier. Sie wies auch auf die Offerte von Karlo Reichel, alias „Mosche Karlo“ hin, Gruppen zu Sonderveranstaltungen in seinen „Altheimer Zauberkeller“ einzuladen. Geschäftsführer Rudolf Meth berichtete noch über die Verbandsentwicklung Landwirtschaft 2040 und erinnerte an die Abgabe des Agrardieselantrags zum 30. September.

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