Landratsamt Neustadt

"Pläne sind aus der Zeit gefallen": Kreisrätin zur Erweiterung des Landratsamtes

10.5.2021, 14:25 Uhr
Im Mai 2019 wurde das 30-jährige Bestehen des Landratsamtes auf dem Buchberg gefeiert. Jetzt soll saniert und erweitert werden, was die Landtagsabgeordnete und Kreisrätin Gabi Schmidt kritisch betrachtet.  Foto: o.n.

Im Mai 2019 wurde das 30-jährige Bestehen des Landratsamtes auf dem Buchberg gefeiert. Jetzt soll saniert und erweitert werden, was die Landtagsabgeordnete und Kreisrätin Gabi Schmidt kritisch betrachtet. Foto: o.n. © o.n.

Zuerst brauche es eine genaue Bedarfsprüfung mit Blick auf die Lehren aus der Corona-Pandemie sowie Leerstands-Analysen im Umfeld, erklärt die Politikerin der Freien Wähler Schmidt und meint: "Pläne, in der aktuellen Situation pauschal Bürogebäude zu erweitern, sind aus der Zeit gefallen. Wir erleben gerade einen fundamentalen Wandel der Arbeitswelt. Selbst in Unternehmen, in denen es bislang nicht gern gesehen oder gar als unmöglich betrachtet wurde, ist das Arbeiten im Homeoffice mittlerweile ganz normal. Auch Behörden haben erkannt, wie gut das Arbeiten von zuhause aus klappt".

"In vielen Firmen laufen gerade Abfragen, ob nach der Corona-Zeit überhaupt noch alle Beschäftigten ins Büro zurückkehren oder weiter tageweise von daheim aus arbeiten", so Schmidt in einer Pressemitteilung. Dieser neuen Situation müsse man sich auch in Neustadt stellen: "Einfach so zu tun, als wäre nichts und die Pläne zur Landratsamtserweiterung weiterzuverfolgen, erscheint mir doch blauäugig." Zwar gebe auch die Landkreis-Führung zu, dass in Zukunft mehr Angestellte mobil arbeiten könnten, dennoch gehe sie davon aus, dass man künftig mehr Büroflächen brauche.

Gabi Schmidt plädiert denn auch für einen anderen Ansatz: "Nötig wären vielmehr intelligente Raumlösungen, ein modernes Nutzungskonzept für das Landratsamt mit wechselnd besetzten Büros. Damit kommen wir zum einen den Beschäftigten entgegen, zum anderen leisten wir aber auch einen wichtigen Beitrag zum Flächen- und Kostensparen." Und das sei in der aktuell angespannten öffentlichen Finanzlage schließlich ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Zusammenfassend lasse sich nach Auffassung der Abgeordneten und Kreisrätin aus Uehlfeld sagen: "Auch was vor einem Jahr noch richtig erschien, müsse jetzt durch die aktuellen Entwicklungen überprüft werden".

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