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Preis für pädagogisches Projekt der „Museen im Alten Schloss“

Geocaching mit Geißbock „Geißi“ - 22.12.2018 21:31 Uhr

Neustadts Symbolfigur, den Geißbock, hat das P-Seminar des Friedrich-Alexander-Gymnasiums als Maskottchen für sein „Geocaching-Projekt“ gewählt. © Harald Munzinger


Seit September 2017 haben vierzehn Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Susanne Mäckl daran gearbeitet, die Stadtgeschichte in einer kurzweiligen Tour quer durch die Neustädter Altstadt aufzubereiten. Zunächst standen Ausflüge nach Nürnberg und zur Cadolzburg auf dem Programm, um anhand von Beispielen Ideen für eine eigene Umsetzung zu sammeln. Mit dem Stadtführer und ehemaligen Gymnasiallehrer Wolfgang Gerlach erfolgte dann ein Rundgang durch Neustadt, um einen ersten Eindruck vom geschichtlichen Hintergrund zu erhalten.

Intensive Recherche im Museum und der Bibliothek des Geschichts- und Heimatvereins sowie persönliche Gespräche ließen anschließend die Köpfe rauchen, bis die Stationen ausgesucht und passende Texte verfasst werden konnten. Schließlich wurden noch Rätsel ersonnen, die erst von Station zu Station und am Ende natürlich zum Schatz führen. Außerdem gibt es weitere Spieß und Spaßangebote für unterwegs, die je nach Lust und Laune auch von größeren Gruppen oder Schulklassen durchgeführt werden können. Der Geißbock „Geißi“ ist dabei stets mit von der Partie.

Die rund 1,6 km lange Tour führt vorbei an vielen geschichtsträchtigen Orten und vermittelt unterhaltsam einen Einblick in die Geschichte Neustadts. Die einzelnen Stationen können dabei entweder mithilfe von GPS-Koordinaten oder über Adressen gefunden werden, sodass nicht unbedingt der Einsatz von Technik erforderlich ist. Die Unterlagen stehen ab Februar als Download auf der Homepage des Museums zur Verfügung (www.museen-im-alten-schloss.de).

„Für die Zukunft ist geplant, die gelungene Vorarbeit des P-Seminars unter anderem auch als Grundlage für einen virtuellen Rundgang auf der Homepage der Stadt zu nutzen“, lässt Museumspädagogin Sabine Fink wissen. Die „Museen im Alten Schloss“ statten dem P-Seminar den „Dank für die gelungene Zusammenarbeit und das tolle Ergebnis“ ab.

Museen erhalten Förderpreis

Mit ihrem Vermittlungsprojekt „Kombinationsmodule Naturwissenschaftlicher Unterricht“ nahmen die „Museen im Alten Schloss“ an der Ausschreibung zum Förderpreis 2018 des Landesverbands Museumspädagogik in Bayern e.V. teil. Als einem von zwei Gewinnern wird ihnen am 10. Januar von einem Vertreter des Landesverbands der Förderpreis „Innovative Vermittlung in Bayern 2018“ überreicht.

Die eingereichten Bewerbungen mussten zu einer qualitativen Veränderung bestehender Vermittlungsarbeit führen und einen deutlich unterscheidbaren Zugewinn für das Vermittlungsprojekt bieten. Zu den Auswahlkriterien zählten die Innovation eines bereits laufenden Programms in inhaltlicher wie didaktischer Hinsicht, die Qualität der durch die Anschlussförderung erreichbaren Veränderung sowie die methodische Umsetzung der Beitrag zur Vernetzung der VermittlerInnen in Bayern und Deutschland.

Das Preisgeld wird nun zur Verbesserung des bereits bestehenden Vermittlungsprojekts „Kombinationsmodule Naturwissenschaftlicher Unterricht“ der Museen im Alten Schloss, Neustadt/Aisch verwendet. Diese sind ein von Schulen besonders gern genutzter Teil des museumspädagogischen Programms. Die Module können einzeln oder in Kombination gebucht werden und richten sich insbesondere an die Primar- und Sekundarstufe I, auf deren Lehrplan die Inhalte fußen. Inhaltlich sind die einzelnen Module miteinander verknüpfbar und das Gesamtprogramm daher zeitlich flexibel zu gestalten.

Ziel dieses Vermittlungsprojekts ist nach Auskunft Museumspädagogin Sabine Fink insbesondere die Vermittlung der Besonderheiten der seit über 1200 Jahren bestehenden Kulturlandschaft im Aischgrund: „Kinder sollen das hier durch die Teichwirtschaft entstandene, einzigartige Ökosystem kennen- und schätzen lernen, um für die Belange der Umwelt und deren Schutz sensibilisiert werden“. 

nb

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