Wirtschaft und Klima

Sparkasse startete mit der Stadt Pflanzaktion - "Klimawald" entsteht auf Schadfläche

18.11.2021, 10:27 Uhr
Förster Gernot Käßer gab die fachliche Anleitung zur Pflanzung der ersten Bäume im Neustädter

Förster Gernot Käßer gab die fachliche Anleitung zur Pflanzung der ersten Bäume im Neustädter "Sparkassen-Klimawald". © Reiner Betz

Viele Nadelbäume, die der Trockenheit und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind, gelten als deutliche Zeichen dafür, dass auch der Landkreis vom Klimawandel betroffen ist. Getreu ihrer Selbstverpflichtung, sich für die Menschen in ihrer Region und eine chancenreiche Gesellschaft stark zu machen, packt die Sparkasse das "Projekt Klimawald" mit einer "neuen Waldgeneration aus klimatoleranten Baumarten" an. Wie es bei den ersten Pflanzungen unter Anleitung von Förster Gernot Käßer zu erfahren war, wurden nach dem "Klimaatlas" drei besondere Bauarten ausgewählt, die "vorwiegend aus unseren analogen Klimaregionen aus Südfrankreich" stammen, in denen "bereits ein sehr ähnliches Klima herrscht, wie es uns die Wetterforscher vorhersagen".

.. Mit der "Zerreiche", der "Mannaesche" (Blumenesche) und der "Hopfenbuche" wurden die Bäume ausgewählt, "die schon jetzt bei uns in geringer Stückzahl nachgewiesen sind und unser aktuelles Klima auch ertragen und überleben". Sie entsprechen einer Steigerung der Durchschnittstemperatur von maximal vier Grad und werden im sparsamen und wirksamen Pflanzschema "Nelderrad" gesetzt, wie es bei der "Premiere des Klimawaldes" auf einer Borkenkäfer-Schadfläche nahe des Waldbades zwischen "Trimm-Dich-Pfad" und "Cross-Wanderweg" erklärt wurde.

Geschützt werden die "Heister- und Forstpflanzen" durch sogenannte "Hordengatter-Zäune", die mit Latten aus Borkenkäfer-Schadholz aus dem Stadtwald von den städtischen Mitarbeitern zusammengenagelt worden sind. Das sei, so hieß es bei der Pflanzung, "ein Versuch – auch im Bereich Zaunbau – nachhaltig und klimaneutral zu arbeiten", auch wenn "eine Reduktion der sehr hohen Rehwildbestände einfacher und wesentlich günstiger wäre". 30.000 Euro stellte die Sparkassenstiftung für den "Klimawald" zur Verfügung, verteilt auf fünf Jahre, in denen die Schadfläche aufgeforstet werden soll.

Der Startschuss fiel mit der ersten Pflanzaktion durch Vorstände, Führungskräfte und Azubis der Sparkasse zusammen mit Neustadts Erstem Bürgermeister Klaus Meier. Weitere Pflanzaktionen sind jeweils für das Frühjahr, auch unter Beteiligung der Bevölkerung, und erneut im Herbst geplant. Wer sich an dem "Klimawald-Projekt" beteiligen will, kann dies gerne in Form von Spenden oder auch bei gemeinsamen Pflanzaktionen tun. Informationen dazu werden sich jeweils rechtzeitig im "Rathausboten", in der Kundenzeitung der Sparkasse oder in der "Internet-Filiale" unter "sparkasse-nea.de/klimawald" finden. Bei Spenden auf das Sparkassenkonto der Stadt Neustadt a. d. Aisch (IBAN DE87 7625 1020 0221 5528 54) sind das "Klimawaldprojekt" und die Buchungsstelle 8550.1771 anzugeben.

Der "Klimawald" ist einer "Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften", die auch die Sparkasse im Landkreis unterschrieben und sich damit auf den Weg gemacht hat, "weitere nachhaltige Themen im Unternehmen anzugehen und umzusetzen". Ziele der Selbstverpflichtung sind beispielweise, den eigenen Geschäftsbetrieb CO2-neutral zu gestalten, Finanzierungen und Eigenanlagen auf Klimaziele auszurichten, den Klimaschutz vor Ort in den Kommunen und Unternehmen voranbringen und "das Bewusstsein der Kundinnen und Kunden für nachhaltige Wertpapierinvestments zu fördern und sie bei der Transformation zum klimaneutralen Wirtschaften zu unterstützen". So wurden unter anderem 2021 den Kunden bereits Darlehen in Höhe von rund 195 Millionen Euro für die Investition in Erneuerbare Energien bewilligt (Stand 30. September).

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