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Sportlich: Radtour der Allianz NeuStadt und Land

Radeltour als Symbol für "100 mal starken ländlichen Raum" - 10.07.2018 13:24 Uhr

Altbürgermeister Reinhold Kestler (l.) informierte die Allianz-Radler über Pfarrer Veit vom Berg. © Stadt Neustadt


Eingeladen zur Radtour hatten die Bürgermeister der "Kommunalen Allianz NeuStadt und Land". Neustadts Erster Bürgermeister Klaus Meier betonte in seiner Begrüßung das Ziel der Zusammenarbeit zwischen den sechs Kommunen, "gemeinsam mehr für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichen". Nachdem der Austausch der Bürgermeister und der Verwaltungen, die Zusammenarbeit beim Datenschutz, beim Einkauf von IT-Software, der Realisierung des Anrufsammeltaxis oder der Erstellung eines Kernwegenetz-Konzeptes bereits umgesetzt wird, widmen sich die anwesenden Bürgermeister Dr. Christian von Dobschütz (Diespeck), Robert Christensen (Dietersheim), Georg Eichner (Gutenstetten), Frank Müller (Ipsheim) bei der Tou dem Thema Kulturelles aus der Region mit viel Geselligkeit.

Der Start erfolgte bei strahlendem Sonnenschein am Kloster Birkenfeld, wo Altbürgermeister und Historiker Dr. Wolfang Mück im Zusammenhang mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 eindrucksvoll die Geschichte des Zisterzienser-Klosters Birkenfeld vorstellte. Das Birkenfelder Kloster sei im Jahr 1275 in unmittelbarer Nähe zu den Hohenzollern entstanden, die sich zu dieser Zeit von Nürnberg nach Cadolzburg und Neustadt ausgeweitet hätten. Das Kloster mit Klosterkirche sei typisch für die Bauweise der Zisterzienser: schlicht gehalten, aber durch die Wucht der Baumassen von enormer Größe und Wirkung. Doch nicht nur die Bauweise der Zisterzienser habe die Region im Aischgrund geprägt, führte Dr. Mück mit dem Hinweis auf Weinbau, Teichwirtschaft oder auf zahlreiche Mühlen aus.

Auf neuer Trasse des Allianzradweges

Ebenfalls sehr geprägt hat die Region Pfarrer Veit vom Berg. Zu seiner Geburtsstätte in Baudenbach ging es für die Radler über die zukünftig neue Trasse des Allianzradweges über Diebach und Langenfeld. In Baudenbach angekommen, informierte der Altbürgermeister Reinhold Kestler - der seinen entschuldigten Nachfolger Wolfgang Schmidt bei der Radtour vertrat - die Anwesenden über das Leben und Wirken des Helden im Kirchenrock. Der 1612 im damaligen Pfarrhaus geborene Veit vom Berg schaffte es in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, den durch mordende und raubende Söldner und Räuberbanden heimgesuchten, verängstigten Menschen auf dem Land Trost zu spenden. Bis heute überliefert und derzeit im Neustädter Museum zu bestaunen ist das "Kirchenbüchlein" des Pfarrers der Aischgrundgemeinden, eine Art Archiv seiner kirchlichen Handlungen und als "Kugelfang" sein Lebensretter.

Nach den weiteren Stationen Hambühl, Stübach und Diespeck wurden die hungrigen und durstigen Radler mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem vom Dorfverein im Langhaus in Obersachsen empfangen. Dr. Christian von Dobschütz verdeutlichte, dass die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses ohne die Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken und vor allem ohne die zahlreichen Ehrenamtsstunden des Dorfvereins Saxen nicht möglich gewesen wäre. Und so fand die Radtour passend zum Motto "100 mal starker ländlicher Raum" mit Applaus für das Engagement der Sachsener Dorfgemeinschaft einen geselligen Ausklang.

nb

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