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Sternsingeraktion möglich: Hygieneregeln und konkrete Ideenvorgestellt

Allen ist bewusst, dass man auf die bewährten Routinen nicht zurückgreifen könne - 12.10.2020 18:50 Uhr

Auch in Corona-Zeiten sollen Sternsinger Segen für die Kinder in der Ukraine und weltweit bringen. In den Pfarreien werden dazu individuelle Hygienekonzepte zu entwickeln sein.

12.10.2020 © Erzdiözese


Allen ist dabei bewusst, dass man auf die bewährten Routinen in diesem Winter nicht zurückgreifen könne. Um aber gerade auch in dieser schwierigen Zeit ein Zeichen der weltweiten Solidarität zu setzen, beginnen in diesen Wochen die Planungen, damit um den 6. Januar die Sternsinger den Segen zu den Menschen in die Häuser bringen können.

Das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg im hiesigen Dekanat hatte seinen jährlichen Sternsinger-Infoabend auf die aktuelle Fragestellung abgestimmt. Mehr als zwanzig ehrenamtliche wie hauptberufliche Verantwortliche für die Sternsingeraktion aus allen drei Seelsorgebereichen des Dekanats Ansbach waren nach Markt Bibart gekommen, um sich aus erster Hand zu informieren und Antworten auf die eigenen Fragen zu bekommen.

„Niemand kann voraussagen, wie die Infektionslage im Januar nächsten Jahres sein wird, aber zum heutigen Zeitpunkt kann die Sternsingeraktion stattfinden, wenn die Veranstalter die gültigen Schutz- und Hygieneregeln und die Corona bedingten Vorschriften, die für Jugendarbeit und Gottesdienste gelten, einhalten und umsetzen“, wurde betont. Wie diese Vorgaben ganz konkret für die einzelnen Bereiche des Sternsingens aussehen, haben Anja Baumer-Löw (Referentin für Glaubensbildung) und Tanja Saemann (Jugendbildungsreferentin) vom Jugendamt der Erzdiözese Bamberg im Dekanat Ansbach zusammengetragen und den Teilnehmenden vorgestellt.

Umfangreiches Regelwerk erstellt

„Wenn Mitarbeitende und Sternsinger bei ihrem Einsatz Alltagsmasken tragen, den erforderlichen Mindestabstand auch beim Segen-Spenden und Spenden-Sammeln einhalten, und alle Veranstaltungen so geplant sind, dass Sternsingergruppen für sich bleiben und die Nachverfolgbarkeit der Kontakte, immer dann, wenn die Sternsinger während der Vorbereitung oder bei der Aktion selbst zusammenkommen, gewährleistet wird, kann die Sternsingeraktion durchgeführt werden“. Das sind nur einige Eckpunkte aus dem neunseitigen Werk, das aber auch einige neuralgische Punkte, wie die Verpflegung der Sternsinger oder die Gestaltung der Aussendungsfeiern, aufzeigt.

Da die Sternsingeraktion in jeder Pfarrei traditionell anders verläuft, ist es nun Aufgabe jeder Pfarrei, diese Schutz- und Hygieneregeln vor Ort anzuwenden und in einem individuellen Hygienekonzept niederzuschreiben. Oberstes Ziel ist dabei der Schutz der Sternsinger, aller Mitarbeitenden und Besuchten. Deshalb wird allen Konzepten zugrunde liegen, dass die Sternsinger Wohnungen und Privathäuser nicht betreten werden. Auch der sonst so wichtige Besuch von Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen wird sich im Freien abspielen oder digital vermittelt werden – je nachdem, welche Möglichkeiten die Einrichtungsleitung einräumen kann und was die Gegebenheiten vor Ort zulassen, so Jugendbildungsreferentin Tanja Saemann.

Segen für Ukraine und weltweit

Die Erklärung der Schutz- und Hygieneregeln und die Fragen der Teilnehmenden nahmen beim Infoabend so viel Zeit in Anspruch, dass Jahresthema und Beispielland der Sternsingeraktion 2021 nur noch ganz kurz angerissen werden konnten. „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ lautet das Motto. Es nimmt Kinder und Jugendliche in Osteuropa in den Blick, die alleine bei Verwandten aufwachsen müssen, weil ihre Eltern zum Arbeiten im Ausland leben.

Wegen der Corona bedingten Vorschriften für Gruppenaktionen lassen sich die vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ vorgeschlagenen Spiele und Methoden nur in abgewandelter Form für die inhaltliche Vorbereitung der Sternsinger nutzen. Anja Baumer-Löw und Tanja Saemann haben deshalb drei Modelle ausgearbeitet, wie die inhaltliche Vorbereitung in Corona-Zeiten gestaltet werden könnte: als kurzes Präsenztreffen, mit Infoheft und Rätselspaß für zu Hause oder als Fotoausstellung zum Anschauen, zum Beispiel im Rahmen der Kleiderausgaben.

Wer die Ideen für die inhaltliche Vorbereitung oder die Hygieneregeln für die Sternsingeraktion 2021 haben möchte, kann sich ans Jugendamt der Erzdiözese Bamberg in Bad Windsheim unter Telefon 09841/5311 oder info@eja-nea.de wenden. Dort gibt’s auch Hilfe, wenn sich bei der Anpassung der Regelungen auf die Situation vor Ort Probleme ergeben.

Da die Sternsingeraktion 2021 gerade wegen der Pandemie für die Menschen in Deutschland und für die Kinder in der Einen Welt ganz wichtig ist, hofft man im Dekanat, dass die Pfarreien eine Form für die Durchführung finden und viele Kinder und Jugendliche als Sternsinger mitmachen.

nb

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