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Tag der Deutschen Einheit: Erwin Huber beim CSU-Festakt

Hoher Besuch im Steigerwald - "Zukunft geht nur miteinander" - 07.10.2015 14:46 Uhr

CSU-Ortsvorsitzender Hans-Peter Rost, Erwin Huber und MdL Hans Herold (v. l.)zeigten sich an der "Einheitslinde" am Kirchplatz in Burghaslach stolz darüber, was in 25 Jahren Gemeinsames geschaffen wurde. © pmw


„Ein maßgeblicher Kämpfer für die Freiheit und Einheit des deutschen Vaterlandes war Franz Josef Strauß“, womit Huber auch an dessen Todestag am 6. September erinnerte und daran, dass Strauß am 3. Oktober 100. Geburtstag hätte feiern können.

Nicht alle Staaten in Europa hätten die Einheit gewollt und es sei der geschickten Diplomatie von Bundeskanzler Helmut Kohl zu danken, „die Gunst der Stunde richtig erkannt und genutzt zu haben“. Huber: „Heute können wir gemeinsam stolz darauf sein, in 25 Jahren etwas Gemeinsames geschaffen zu haben“. Viele hätten aber die desolate wirtschaftliche Lage der DDR nicht erkannt, für Huber sei aber „die Zerstörung im Geiste und in den Köpfen der Menschen schlimmer“ gewesen, als der marode Zustand im „Museum DDR“, so der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und frühere Wirtschaftsminister.

Erwin Huber war sich mit den Gästen einig: „Auf europäischem Boden darf es nie wieder Krieg geben“. Er erinnerte daran, dass das Erreichte, der relative Wohlstand und die soziale Sicherheit für die große Mehrheit der Menschen in Deutschland, täglich neu erarbeitet werden müsse.

Eines der politischen Vermächtnisse von Franz Josef Strauß sei auch gewesen, dass der demokratische Rechtsstaat vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger lebe. „Ich rufe alle zur Mitarbeit auf, denn Zukunft geht nur miteinander!“

"Herkulesaufgabe für ganz Europa"

Damit leitete Erwin Huber zu einem wesentlichen Zukunftsthema über, der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingswelle. „Das ist eine Herkulesaufgabe für ganz Europa, nicht nur für derzeit vor allem drei von 28 Mitgliedsstaaten“. Aber hier sei es „wichtiger, in die Zukunft zu investieren, als in Mauer und Stacheldraht. Wir müssen vor allem dabei helfen, die Fluchtursachen einzudämmen“.

Und im Hinblick auf die diejenigen, die sich mehr aus wirtschaftlichen Überlegungen auf den Weg vor allem nach Deutschland machten, meinte der Gastredner: „Wer in seinem Heimatland keine Angst vor dem Krieg haben muss, wird bestimmt zu Hause gebraucht, denn wenn die Elite dort weggeht, ist das für den Aufbau vor Ort nicht hilfreich“.

In die proppenvolle „Kulturtankstelle“ waren etliche Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens gekommen, unter anderem der frühere Landtagsabgeordnete Friedrich Loscher-Frühwald, Landrat Helmut Weiß, Bürgermeister Armin Luther, die Kreisbäuerin Renate Ixmeier und BBV-Kreisobmann Leonhard Seitz sowie Bürgermeister und Kreisräte aus dem gesamten Landkreis.

"Einheitslinde" mit Gedenktafel

CSU-Ortsvorsitzender Hans-Peter Rost zeigte im Rahmen seiner Begrüßung die Aktivitäten seines Ortsverbandes vor und nach der Wiedervereinigung auf. Im Gedenken daran sei am 2. Oktober 1990 am Kirchplatz eine „Einheitslinde“ gepflanzt worden, zehn Jahre später wurde dort auch eine Gedenktafel angebracht und vor fünf Jahren habe es bereits einen Festakt mit dem heutigen Bundesminister und stellvertretenden Parteivorsitzenden Christian Schmidt gegeben, dem heimischen Wahlkreisabgeordneten im Deutschen Bundestag.

Auch die Kreisverbände von CSU und JU hätten sich aktiv für die Wiedervereinigung eingesetzt, so Landtagsabgeordneter Hans Herold, heute CSU-Kreisvorsitzender und zur Wendezeit Kreisvorsitzender der Jungen Union. So habe es Veranstaltungen im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim gegeben, zum Beispiel mit dem Liedermacher Wolf Biermann, es seien Flugblätter konzipiert und an Infoständen verteilt worden und viele JU-ler seien häufig in Mödlareuth und anderswo bei den Deutschlandfesten der JU gewesen.

Höhepunkt war demnach die Teilnahme an einer Demonstration in Berlin gegen die Mauer unter Führung von Christian Schmidt. Hans Herold: „Das ist alles Geschichte und ähnlich wie die Einheitslinde in Burghaslach in 25 Jahren kräftig gewachsen ist, ist auch Deutschland in dieser Zeit zusammengewachsen “.

Im Rahmen seines nachdenklichen Geistlichen Wortes meinte Pfarrer Daniel Lischewski, dass die Wiedervereinigung eine Leistung des gesamten Volkes gewesen sei und zitierte aus Psalm 18: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. Zum Repertoire der Kapelle "Drei-Franken-Eck" unter Leitung von Norbert Volk gehörte natürlich an diesem Festabend auch das Deutschlandlied, die Bayernhymne und das Lied der Franken. 

pmw

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