Sonntag, 18.04.2021

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Tag der Rückengesundheit: Gesundheitsamt gibt Hilfestellung bei Beschwerden

Rückenschmerzen kann man auf viele Arten vorbeugen - 05.03.2021 21:11 Uhr

Am „Tag der Rückengesundheit in Deutschland“ wird zur Prävention von Rückenbeschwerden aufgerufen. Bewegung ist dabei essentiell, stellt das Gesundheitsamt zu Ursachen einer Volkskrankheit und wirkungsvollen Maßnahmen fest. Foto:o.n.

05.03.2021 © o.n.


Der Mensch habe sich mittlerweile vom "homo sapiens" zu "homo sedens" entwickelt, frei nach dem Motto: Mein Stuhl und ich! In unserer heutigen modernen Gesellschaft werde viel gesessen, was den Körper belasten und den Rücken schädigen könne, so das Gesundheitsamt zu Rückenbeschwerden, die mittlerweile als Volkskrankheit gelten. Mehr als 50 Prozent der Erwachsenen hätten hin und wieder Beschwerden im Rücken-, Nacken- oder Schulterbereich.


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Menschen der Altersgruppe ab 30 bis 50 Jahren sind am häufigsten von Rückenschmerzen betroffen, wird weiter festgestellt. Das antrainierte lange Sitzen beginne bereits in der Kindheit: "Kinder sitzen bis zu 70 Prozent ihrer Wachphase. Aufgrund von zu wenig bis zu fehlender sportlicher Betätigung treten bereits im Kindes- und Jugendalter Rückenbeschwerden auf". Um Rückenproblemen bei der jungen Generation entgegenzuwirken, sollte im Tagesablauf der jungen Altersklasse bereits Bewegung integriert werden.

Eine Möglichkeit dem Bewegungsmangel entgegen zu wirken, wäre es, als Eltern dafür Sorge zu tragen, dass die eigenen Kinder den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, rät das Gesundheitsamt. Rückenbeschwerden könnten aktive und inaktive Personen treffen, allerdings seien Menschen, die in ihren Alltag viel Bewegung einbauen würden, deutlich seltener betroffen als Bewegungsmuffel. Des Weiteren litten aktive Zeitgenossen, die regelmäßige in ihrem Alltag Sport treiben würden, seltener unter chronischen Rückenerkrankungen. Bei nur zehn Prozent der Erwachsenen komme es zu dauerhaften Rückenbeschwerden.

Bewegungsmangel und Stress in der Arbeit

Als Ursachen für Rückenbeschwerden gelten Bewegungsmangel ebenso wie Stress in der Arbeit: Überforderung, Zeitdruck und wenig Zeit zum Entspannen. Auch die alternde Gesellschaft spielt eine Rolle. Bei der immer älter werdenden Bevölkerung in den Industriestaaten nähme Kreuzschmerzen bis 60 Jahre zu, so eine Analyse mit dem Schluss: "Nach dem 60. Lebensjahr sinken, statistisch gesehen, die Rückenbeschwerden wieder. Die Medizin weiß auch: "Die Gene spielen bis zu 70 Prozent eine Rolle. Die Wirbelsäule baut langsam ab"

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In der Schwangerschaft werden Muskeln und Bänder gedehnt. Die Gelenke sind durch das zusätzliche Gewicht in der Schwangerschaft belastet. Auch nach der Geburt besteht die Gefahr, dass Muskeln, Bänder und Gelenke instabil bleiben können, so das Gesundheitsamt. Das macht auch monotone beziehungsweise einseitige Bewegungen, gleiche Bewegungsabläufe unter anderem bei Fliesenlegern sowie Vibrationsschäden bei LKW-Fahrern für Schäden des Rückens aus, die bei diesen als Berufskrankheit anerkannt sind.

Falls die akuten Rückenschmerzen drei Tage lang andauerten, bleibt nach dem Rat des Gesundheitsamtes der Gang zum Arzt nicht erspart. Lediglich der (Fach-)Arzt könne feststellen, um welche Art von Rückenschmerzen es sich handelt. Um diesen vorzubeugen ist Bewegung essentiell, stellt das Gesundheitsamt fest und rät: "Im Alltag sollte genügend Bewegung eingebaut werden. Kleine Veränderungen bei kurzen Arbeitsstrecken reichen dabei aus. "Für den Weg in das Büro oder zum Einkaufen könnte das Fahrrad, anstelle des Autos, verwendet werden".

10.000 Schritte am Tag

Um Stress abzubauen und einen freien Kopf zu bekommen, könne ein Spaziergang Wunder wirken. Eine gute Richtlinie seien dabei die von Ärzten empfohlenen 10.000 Schritte am Tag. In Zeiten von Corona könnten Online-Heimtrainingsprogramme eine gute Wahl sein.

Im Rahmen der Gesundheits- und Bewegungskurse findet sich im Programm der Vhs auch immer wieder der eine oder andere Kurs zum Thema Rückengesundheit. Ganz aktuell gibt es als Online-Variante den Kurs "Rückenfitness" mit Desirée Dümmel an (mittwochs, ab dem 10. März, 12 Termine, 19:40 bis 20:40 Uhr, Kursgebühr 40 Euro). Wenn wieder Präsenzkurse stattfinden können, sind auch viele weitere Kurse mit Rückengymnastik, Yoga oder Pilates im Angebot.

Kontakt: Vhs Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Sandra Wicke, Telefon 09161/922605, E-Mail: sandra.wicke@kreis-nea.de.

nb

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