Mittwoch, 26.02.2020

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Ulrich Berger ist Governor der Rotary Clubs in der Region

In 35 Jahren vom Aischgründer an die Spitze - 14.06.2018 14:57 Uhr

Erst kürzlich konnte sich Vorsitzender Ulrich Berger über hohe Anerkennung für das "Rotary-Hilfswerk Neustadt /Aisch" freuen. Jetzt geht er neue Aufgaben als Governor an. © Harald Munzinger


In der Region gibt es Clubs in Höchstadt, Neustadt, Herzogenaurach, Uffenheim, Rothenburg, Bamberg und Forchheim. Innerhalb eines Jahres wird Berger alle Clubs besucht, seine Pläne vorgestellt und mit ihnen Zielvereinbarungen abgeschlossen haben - eine Mammutaufgabe, die sich der rüstige Franke gestellt hat. Hinzu kommen Veranstaltungen, Schulungen und Empfänge sowohl auf regionaler, nationaler als auch internationaler Ebene. Schließlich leistet Rotary weltweit Hilfe im Kampf gegen Armut, Unterdrückung und Krankheiten und setzt sich für nachhaltige Projekte ein, damit sich die Lebenssituationen vieler notleidender Menschen verbessert.

Das alles muss geplant, koordiniert und schließlich auch zum Laufen gebracht werden und dafür hat Ulrich Berger nun die Verantwortung hier im fränkisch-thüringischen Gebiet übernommen. Seit 35 Jahren ist Berger aktives Mitglied im Aischgründer Serviceclub, hat bei Clubneugründungen entscheidend mitgeholfen und mehrere Hilfsprojekte initiiert und erfolgreich abgeschlossen. Als gelernter Steuerberater kennt er sich bestens beim Umgang und Einsatz mit Finanzmitteln aus und hat jahrzehntelang erfolgreich die Vereinskassen geführt. So war es folgerichtig, dass Ulrich Berger nun von der rotarischen Gemeinschaft zum Governor gewählt wurde. "Ich weiß, dass viel Arbeit auf mich zukommen wird, aber ich bin von der rotarischen Grundidee des selbstlosen Dienens überzeugt, dass ich damit einen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann. Das spornt mich an, das gibt mir Kraft" so Berger beim Pressegespräch.

"Nochmal in die Vollen treten"

Ulrich Berger könnte längst im verdienten Ruhestand sein, auf Reisen gehen, seinen Garten pflegen, Biergärten besuchen und dabei auf seine erfolgreiche berufliche Laufbahn zurückblicken. Stattdessen engagiert er sich ehrenamtlich mit großem Zeit- und Kraftaufwand für eine bessere Welt und für ein friedliches Miteinander. "Die 40 Stunden-Woche ist für mich normal" schmunzelt der Höchstadter, der die Altersgrenze von 70 schon seit einiger Zeit überschritten hat und jetzt nochmal, wie er sagt, "in die Vollen tritt", das alles ohne Gehalt oder Lohn.

Dass er das Feuer der Begeisterung in sich trägt, spürt jeder, der mit Berger zu tun hat. "Ulrich hat ein sehr großes Herz und ganz große Hände" meinte jüngst der indische Pfarrer Jeremias, in dessen Bezirk um die Stadt Colachel Ulrich Berger mit rotarischen Geldern eine funktionierende Trinkwasseranlage für 200 Menschen, die bei einer Naturkatastrophe ihr Obdach verloren hatten, baute. "Wir wollen uns den Armen mit den Herzen zuwenden und ihnen auch die nötigen Geldmittel geben, damit sie gemäß unserem Hilfe- zur Selbsthilfeprinzip nachhaltige Strukturen aufbauen können" so Bergers Überzeugung.

Humanitäre Projekt regional wie international

Für seine neue Aufgabe hat sich Ulrich Berger natürlich auch humanitäre Projekte im regionalen Umfeld und im internationalen Bereich vorgenommen. So will er weiterhin das Projekt "Kongo Kisangani" unterstützen. Dabei handelt sich um ein Waisenhaus für Straßenkinder. Dort werden die Lebensumstände der Waisenkinder in der Mitte Afrikas und auch den Einwohner der Region durch humanitäre Maßnahmen zu verbessern und mit Projekten zur Selbsthilfe zu beeinflussen. So hat er durch die Aufzucht von Kühen die Lebensverhältnisse in Kisangani, wo es keine Frischmilch, sondern nur Milchpulver gibt, entscheidend beeinflusst und Arbeitsplätze für Hirten und Melker geschaffen. Da auch aus dem Kongo viele Leute nach Europa wollen, soll durch Schaffung von Arbeitsplätzen im eigenen Land versucht werden, diesen Menschen eine Existenzgrundlage zu bieten.

Ein weiteres Projekt, das aktuell vom Aischgründer Rotary Club durchgeführt wird, ist die Errichtung einer Schule in Tenali in Indien. Die Schule wird den Namen St. Ignatius English Prmary School tragen und Platz für 900 Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren haben. Mit dem Bau der Schule wurde bereits im Januar begonnen und sie wird voraussichtlich im September 2019 bezugsfertig sein. Das rotarische Jahresmotto lautet heuer "Be The Inspiration" - Ulrich Berger ist dafür ein leuchtendes Beispiel, wie man sich aktiv für humanitäre Ziele einsetzen und andere Menschen dazu inspirieren kann.

nb

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