Mittwoch, 20.11.2019

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Unterführung schnell realisieren

"Jeder Radfahrer, der die B470 queren muss, ist einer zu viel!" - 07.08.2019 17:08 Uhr

Mit einem Tempolimit und Hinweisen auf Radfahrer hat der Landkreis auf einen weiteren tödlichen Unfall an der Radwegquerung der B470 bei Pahres reagiert. Mehr als eine Übergangslösung kann das für MdL Gabi Schmidt nicht sein. Sie fordert seit 2018 eine "Radler-Unterführung". © Harald Munzinger


Damals sprach sich der Minister – wie auch die Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien – für eine Radunter- beziehungsweise -überführung aus (NN-Online berichtete). Da bisher "wenig Handfestes" geschehen sei und das neuerliche Unglück, bei dem an Christi Himmelfahrt eine 81-jährige Radfahrerin an fraglicher Stelle tödliche Verletzungen erlitten hatte, zeige, dass es "höchste Zeit zum Handeln" sei, veranlasste Schmidt zu einem weiteren Vorstoß.

In einem Schreiben an den Behördenleiter des Staatlichen Bauamts Ansbach, fordert sie diesen zu einer Stellungnahme auf. Sie favorisiere die Lösung einer Rad-Unterführung, die schnell und kostengünstig erfolgen könne. "Durch ein Bundesprogramm lassen sich die Baumaßnahmen finanzieren, sodass nach meinen Informationen für den Landkreis keine Kosten entstehen", führt die Abgeordnete in dem Brief aus.

Kreisverkehr nicht zielführend

Die angedachten Pläne zur Errichtung eines Kreisverkehrs auf freier Strecke sieht sie als "nicht zielführend" an. Zudem würden durch eine solche Maßnahme die beiden Gemeindeverbindungsstraßen nach Rappoldshofen beziehungsweise Altenbuch eine mit der Bundesstraße gleichberechtigte Vorfahrtsregelung erhalten. Weiterhin hätte eine solche Maßnahme in den Hauptverkehrszeiten höchstwahrscheinlich immense Verkehrsbehinderungen zur Folge. Zudem müsse man mit einer langen Plan- und Bauzeit rechnen, die den Verkehr über Monate hinweg verzögere, so die Abgeordnete aus dem nahen Uehlfeld.

Zu ihrer Anfrage, wann endlich mit der Fußgänger/Radunterführung an der stark unfallgefährdeten Radquerung an der B470 bei Pahres zu rechnen sei, antwortete das Staatliche Bauamt Ansbach: "Sollte uns sowohl die naturschutzrechtliche beziehungsweise die wasserrechtliche Genehmigung als auch der Grunderwerb ohne förmliches Verfahren gelingen, ist aus heutiger Sicht ein Baubeginn im Jahr 2021 möglich."

Für Gabi Schmidt sind indes mindestens zwei weitere Jahre ohne zufriedenstellende Entschärfung der Gefahrenstelle viel zu lange: "Jeder Radfahrer, der die B470 queren muss, ist einer zu viel! Vor allem unsere Rentner und Schüler werden hier fahrlässig gefährdet." Bereits vor dem letzten schweren Unfall am 30. Mai, hatte die Landtagsabgeordnete den zuständigen Staatsminister Herrmann wiederholt aufgefordert, "endlich Maßnahmen an dieser höchst unfallbelasteten Stelle zu ergreifen".

Nur eine Übergangslösung

Zwar begrüßt Schmidt die nach diesem jüngsten Unfall durch das Landratsamt verwirklichten Maßnahmen, die mit Markierungen, Geschwindigkeitsbegrenzung und Umlaufsperre das Bewusstsein für die Gefahrenstelle schaffen und diese etwas entschärfen sollen.  Dennoch verdeutlicht die hohe Zahl an schweren Unfällen ihrer Meinung nach, "dass die Situation nicht befriedigend gelöst ist, solange Radfahrer und Fußgänger ungeschützt die Bundesstraße überqueren müssen". Dies getroffenen Maßnahmen könnten "nur eine Übergangslösung sein".

Da "Eile geboten!" sei, hat die Landtagsabgeordnete die zuständigen Behörden noch einmal dazu aufgerufen, "die Voruntersuchungen und Tests zu beschleunigen, um eine zeitnahe Umsetzung der Baumaßnahme ermöglichen zu können". Zudem appellierte sie neben den entsprechenden Stellen auch noch einmal an die betroffenen Grundbesitzer, "hier im Sinne der Allgemeinheit zu handeln und den Bau nicht zu verzögern."

Bezüglich der Kreuzung Rappoldshofen/Altenbuch konnte glücklicherweise die völlig überzogene Idee eines Kreisverkehrs verworfen werden. Aufgrund des hier betroffenen Verkehrsanteils von lediglich 4,5 Prozent aus den beiden Nebenstraßen sieht Schmidt "auch die Notwendigkeit der stattdessen geplanten Ampelanlage als nicht gegeben" an.

nb/hjm

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