"Höhler Biennale"

Ushi f und Walter Gramming stellen erneut in Gera aus

27.7.2021, 14:33 Uhr
Für faszinierende Eindrücke sorgen ushi f und Walter Gramming derzeit mit fluoreszierender Kunst bei der Höhler Biennale in Gera.  Foto: nb

Für faszinierende Eindrücke sorgen ushi f und Walter Gramming derzeit mit fluoreszierender Kunst bei der Höhler Biennale in Gera. Foto: nb © nb

Mit über einem Jahr Verspätung konnte am Wochenende in Gera die "10. Höhler Biennale" eröffnet werden. Die Ausstellung in ehemaligen Silberbergwerksstollen unter der Stadt präsentiert Werke von 21 internationalen Künstlern. Zum zweiten Mal mit dabei sind ushi f und Walter Gramming, abwechselnd in Neustadt/Aisch und Berlin beheimatet. Im Jubiläumsjahr Dantes wurde das "Höllen-Gedicht" dieses unsterblichen italienischen Poeten zum Motto. Dieses setzten ushi f und Gramming mit leuchtenden Neonfischen und rotierenden, farbigen Licht-Fingern um.

Zum Jubiläumsjahr hat das Neustädter Künstlerpaar auch eine große Foto- und Bilderwand gestaltet. Foto: nb

Zum Jubiläumsjahr hat das Neustädter Künstlerpaar auch eine große Foto- und Bilderwand gestaltet. Foto: nb © nb

Die Eröffnung fand im riesigen Kongresszentrum von Gera statt, in dessen großem Saal für den nötigem Abstand gesorgt war. Minister Tiefensee, der für die Kultur in Thüringen verantwortlich zeichnet, sprach in seiner Geburtsstadt ebenso wie Geras Oberbürgermeister Julia Vonrab ein Grußwort, ehe die langjährige Kuratorin der "Höhler Biennale", bei einer Projektion der Kunstwerke die einzelnen Arbeiten vorstellte.

Am 9. Oktober wird das Ende der Ausstellung mit einer Finissage gefeiert. Dann werden auch drei Preisträger die von der Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen gespendeten, lukrative Preise in Empfang nehmen können. Großformatige Malerei und Fotocollagen von ushi f und Walter Gramming schmückten die Vorderbühne, denn über das zehnte Jubiläum der "Höhler Biennale" hinaus hat ein in der damaligen DDR weit bekanntes Kalkstein Relief von namhaften Bildhauern sein 40-jähriges Jubiläum im selben Haus. Zu diesem Anlass fertigte das Neustädter Künstlerpaar eine großformatige, vielbeachtete Serie, die dann auch zu den Jubiläumsfeierlichkeiten Anfang Oktober präsentiert werden wird.

Die "Höhler Biennale" könnte weit über Gera und das Jubiläumsjahr hinaus nachwirken. Denn der Kurator der "NeustadtNacht", Willie Winkler, war mit Ehefrau Gela zur Vernissage angereist, um sich vom Höhlen-Spektakel inspirieren zu lassen. Schließlich hat auch Neustadt "wunderbare und sogar noch großzügigere Keller, die für eine Bespielung mit Kunst geradezu prädestiniert sind". So könnte es durchaus sein, dass Neustadts und Frankens Kunstfreunde 2022 zur "Neustadt Nacht" und darüber hinaus eine unterirdische, fluoreszierende Kunstpräsentation erwartet, wie es am Rande der Biennale zu vernehmen war.

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