Freitag, 15.11.2019

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Vorfahrt für die Innenentwicklung

Lenkungsausschuss der Kommunalen Allianz Aurach-Zenn tagte - 19.09.2019 20:24 Uhr

Die Lenkungsgruppe der Kommunalen Allianz Aurach-Zenn tagte zum vierten Mal im Jahr 2019, diesmal im Rathaus Wilhelmsdorf und beriet über den Stand der laufenden Projekte. Dabei wurde das neue Banner präsentiert. © Harald Munzinger


Zur Auftaktveranstaltung am 29. September laden die Bürgermeister der Allianzkommunen Emskirchen, Hagenbüchach, Markt Erlbach, Neuhof a. d. Zenn, Obernzenn, Trautskirchen und Wilhelmsdorf nach Markt Erlbach ein. Mit großformatigen, mehr als dreieinhalb Meter breiten Bauzaunplakaten, die in jeder Gemeinde aufgestellt sind, bekunden sie ihren gemeinsamen Willen, die innerörtliche Entwicklung weiter und verstärkt zu einem Schwerpunktthema der Kommunalen Allianz zu machen.

Im Rahmen der Aktionstage findet am 1. Oktober auch eine gemeinsame öffentliche Sitzung aller Gemeinderäte aus den sieben Kommunen in der Rangauhalle Markt Erlbach statt. Als Hauptreferent konnte mit Prof. Mark Michaeli, Inhaber des Lehrstuhls für Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land an der TU München, einer der führenden Experten gewonnen werden. Weitere Referenten sind Landrat Helmut Weiß sowie Gerhard Jörg, der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, und Ralf Spyra von der Städtebauförderung der Regierung von Mittelfranken – zwei wichtige Partner für die Gemeinden bei der Innenentwicklung. Bundesminister a. D. Christian Schmidt wird auf den Schwerpunkt eingehen, den die Bundesregierung bei der Schaffung von gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land setzen will. Die drei Landtagabgeordneten der Region haben ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt und unterstreichen damit den Stellenwert der Innenentwicklung für die Stärkung des ländlichen Raums.

Aktuelle Themen besprochen

Mit der Vorbereitung der Auftaktveranstaltung und der gemeinsamen Gemeinderatssitzung befasste sich der Lenkungsausschuss der Kommunalen Allianz auf seiner vierten Sitzung im Jahr 2019, die diesmal im Rathaus von Wilhelmsdorf stattfand. Dabei wurde auch über den aktuellen Stand der laufenden Projekte berichtet.

Dazu zählt das Gewässerentwicklungskonzept für die fünf verbliebenen Gemeinden, die noch kein GEK haben. Die Kartierungsarbeiten stehen planmäßig vor dem Abschluss, es folgt in den nächsten Monaten die Entwicklung von Maßnahmevorschlägen, so dass die Konzepte im Frühjahr 2020 vorgelegt und beraten werden können. Für das gesamt Allianzgebiet werden dann GEK vorliegen und als Grundlage für Maßnahmen und Projekte zum Gewässerschutz dienen.

Ausbau von landwirtschaftlichen Kernwegen

Obernzenn realisiert gegenwärtig die beiden Projekte „boden:ständig“ und „Sturzflutmanagement“ zum Erosionsschutz. Weiteres Interesse hat die Kommunale Allianz an einer Mitwirkung bei einer von der Stadt Erlangen ausgehenden Initiative zum interkommunalen „Ausgleichsflächenmanagement“. Weiter verfolgt wird außerdem der Ausbau von landwirtschaftlichen Kernwegen im vereinfachten Verfahren.

Nachdem die Markierungsarbeiten fast abgeschlossen sind, wird mit dem baldigen Aufstellen einer Infotafel zur „Zenngründer Museumsrunde“ in Markt Erlbach auch eines der ältesten Vorhaben der Kommunalen Allianz abgeschlossen: Ursprünglich war die Verbindungsstrecke zwischen dem damaligen Rundfunkmuseum in Brunn, dem Zirkelmuseum in Wilhelmsdorf, dem Heimatmuseum Emskirchen, dem Rangaumuseum Markt Erlbach – es hat jetzt die Bezeichnung „Museum Markt Erlbach Geschichte und Handwerk“ erhalten - und dem Hans-Böckler-Haus in Trautskirchen als Wanderweg angedacht. Er wurde dann als kombinierter Rad-Wander-Weg auf dem Papier weiterentwickelt. Die Umsetzung erfolgte schließlich als Themenweg des landkreisweiten Radwegenetzes mit einer geänderten Routenführung vom Museum Markt Erlbach über die Wüstung Zennhausen nahe Neuhof a. d. Zenn und das Blaue und Rote Schloss Obernzenn zum Freilandmuseum Bad Windsheim.

Dorferneuerung in Klosterlangheim

„Die Kommunale Allianz Aurach-Zenn wird gerade zehn Jahre alt“, betonte Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß als Sprecherin der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft. „Deshalb treffen wir uns Mitte Oktober zu einer zweitägigen Klausur in der Schule der Dorferneuerung in Klosterlangheim. Dabei geht es um einen Rückblick im Sinn einer Evaluierung des Erreichten. Vor allem aber wollen wir uns intensiv mit der Fortführung bestehender und der Entwicklung neuer Projekte befassen und an der geforderten Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts mitwirken. Die Innenentwicklung wird dabei ein zentraler Punkt sein. An Ideen und Vorschlägen für konkret umsetzbare Projekte hat es uns bisher nicht gefehlt und wird es uns auch künftig nicht mangeln.“ Mit der Evaluierung und Fortschreibung wurde ein Nürnberger Planungsbüro beauftragt.

nb

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