Donnerstag, 17.10.2019

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Waldbesitzer erhalten Unterstützung

MdL Hans Herold erörterte in München ernste Situation - 12.07.2019 10:45 Uhr

Der Stimmkreisabgeordnete Hans Herold im Gespräch mit Staatsministerin Michaela Kaniber, Walter Nussel, MdL und Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittelfranken sowie Martin Schöffel, MdL und Vorsitzender des Arbeitskreises für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag (v.l.). © Nikolas Lokau


Die ernste Situation der hiesigen Wälder, die ihm bei einer Informationsveranstaltung der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt/Aisch–Uffenheim geschildert wurde, sei in München präsent, so Hans Herold, und er werde diese dort auch weiterhin vorbringen. Als gebürtigen Steigerwäldler liege ihm dieses Thema persönlich sehr am Herzen, auch mit Bürgermeister Wolfgang Schmidt, Markt Baudenbach, habe er bereits über diese Thematik gesprochen.

Die Staatsregierung habe bereits einige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Waldbesitzer zu unterstützen, berichtete der Unionspolitiker aus Ipsheim. Grundlagen der Strategie, um die Zukunft der bayerischen Wälder zu sichern, seien der Waldpakt 2018 und die Waldumbauoffensive 2030. Maßnahmen wie die Stärkung der forstlichen Zusammenschlüsse, eine qualifizierte Ausbildung und Fortbildung von forstlichem Personal und insbesondere der Umbau der Nadelholzreinbestände in klimatolerante Mischwälder und die Sicherung und Pflege vorhandener Mischwälder sollen langfristig auf eine Schadensprävention abzielen.

Durch die Bereitstellung von 200 Millionen Euro zusätzlicher Fördermittel und 200 neuen Stellen für die Beratung der Waldbesitzer soll bis 2030 der Waldumbau in Bayern massiv vorangebracht werden.

Um Schäden durch Schädlinge abzumildern hat das Bayerische Landwirtschaftsministerium im vergangenen Jahr ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Borkenkäferbekämpfung aufgelegt und vor kurzem ausgeweitet. Es reicht von finanziellen Anreizen über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischer Unterstützung. Waldbesitzer erhalten ab sofort bis zu zwölf Euro pro Kubikmeter Holz, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren. Bislang betrugen die Zuschüsse fünf Euro pro Kubikmeter, so Herold in einer Pressemitteilung.

Bayerisches Waldförderprogramm

Zudem würden die Waldbesitzer wie bisher durch das Bayerische Waldförderprogramm finanziell unterstützt, etwa bei der Begründung stabiler und klimaangepasster Mischwälder durch Wiederaufforstung. Bis zu 1,50 Euro je Pflänzchen könnten die Waldbesitzer erhalten. Über das forstliche Förderprogramm "WALDFÖPR" könne auch die Pflege junger Waldbestände und vorhandene Naturverjüngung gefördert werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Bewältigung der klimabedingten Ausfälle von Kiefer und Fichte seien alternative Baumarten. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forst-wirtschaft und das Bayerische Amt für Waldgenetik arbeite daher intensiv in zahlreichen Forschungsvorhaben daran, die Baumartenpalette der Waldbesitzer für den Aufbau zukunftsfähiger Wälder zu erweitern. Diese Forschungsanstrengungen sollten nach Mitteilung des Abgeordneten "noch weiter verstärkt und stärker gebündelt werden, um den Waldbesitzern schnellstmöglich Empfehlungen und Handreichungen bereitstellen zu können".

"Außerdem findet auch in diesem Jahr wieder eine Waldzustandserhebung statt. Ab dem 15. Juli sind speziell geschulte Försterinnen und Förster in ganz Bayern unterwegs. Diese kontrollieren an 314 Inventurpunkten Laub und Nadeln von tausenden Waldbäumen. Zusätzlich werden Schäden aufgrund von Pilz- oder Insektenbefall sowie durch Sturm, Hagel und Trockenheit erfasst", informiert Herold die Waldbesitzer.

nb

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