Samstag, 21.09.2019

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"WeinMarktPlatz" begeisterte mit Genüssen vom Pfaffenberg

Frankens einmalige Winzerstube - 17.08.2019 17:48 Uhr

Mit Weinprinzessin Nadine I. aus dem Oberen Ehegrund stimmte Erster Bürgermeister Klaus Meier beim Schwärmen über die schöne „Marktplatz-Winzerstube“ überein. © Harald Munzinger


Dieses würdigte sie bei der Eröffnung des bereits 16. „WeinMarktPlatzes“ mit Weinprinzessin Nadine I. und Bürgermeister Klaus Meier als einen Ort der besonderen Art, der wiederum „zum Wohlfühlen in einem wunderschönen Ambiente“ einladen sollte. Die vielen Gäste stimmten ihr gerne zu, dass man den Wein kaum besser genießen könne, als „hier unter freiem Himmel“. Unter dem lud sie ein, „auf eine Wein-Entdeckungsreise zu gehen“. Auf der sollten sie jenen Weinen begegnen, die von den Winzern aus den vielen Rebsorten vom Krassolzheimer Pfaffenberg „mit viel Liebe und Geduld vom Rebstock bis in die Flasche gebracht wurden“ und von denen diese eine große Auswahl „fruchtiger, lieblicher, charaktervoller, spritziger, edler und bukettreicher Weine“ boten.

„Die Sinne berühren“

Mit Weinprinzessin Nadine stimmte Anke Gümpelein überein, dass bei der vielfältigen Auswahl jeder seinen Lieblingswein finden sollte, der auch bei kulinarischen Köstlichkeiten „die Sinne berühren, den Abend genussvoll umrahmen und der richtige Begleiter bei guter und geselliger Unterhaltung mit Freunden“ sein sollte. Abende, wie diese in Neustadt hielt die Hoheit, die mit ihrem großen Pokal die Runde durch das kleine Weinparadies in imposanter Kulisse machte, für „einfach unbezahlbar“.

Bei „geradezu idealen Weinfestbedingungen“ freute sich Erster Bürgermeister Klaus Meier mit den Winzern über die große Gästeschar. Die zwei Weinfesttage seien „immer einfach genial, man kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad hierher kommen kann, ohne dass man sich nach ein paar Schoppen darum sorgen muss, dass noch jemand heimfahren muss“, wie es in den Weinstuben der Umgebung der Fall sei. Feste wie dieses sollten eindrucksvoll bestätigen, dass Neustadt „absolut berechtigt als einer der 100 Genussorte Bayerns prämiert wurde“.

„Kleines, aber sehr feines Weinfest“

Im Vergleich zu den Weinfesten in großen Festzelten in vielen Weinbaugemeinden erlebe man in der Kreisstadt „ein kleines, aber sehr feines Weinfest“, bei dem sich Neustadts „gute Stube“ erneut „zum Treffpunkt für Genießer von heimischen regionalen Spezialitäten sowohl in fester als auch in flüssiger Form verwandelt“. Winzer und Gastronomie ließen da keine Wünsche offen, war der Bürgermeister überzeugt. Vor 18 Jahren sei er in dem Agenda 21 Arbeitskreis gewesen, der damals diesen „WeinMarktPlatz“ ins Leben gerufen habe. Inzwischen habe sich mit den Winzerfamilien aus dem Oberen Ehegrund, denen Meier für die treue Verbindung mit Neustadt dankte, eine schöne Freundschaft entwickelt. Für die „wunderbare, nun seit 17 Jahren andauernde Zusammenarbeit“ sollte den Winzer- Familien mit großem Applaus gedankt werden, ebenso der Vorbereitung im Rathaus.

Der Bürgermeister begrüßte die „ganz dezente und gemütliche Unterhaltungsmusik“ mit der am ersten Abend die zwei Musikanten „Hutzel & Zwetschger“ für Stimmung sorgten. Zum zweiten ohne Musik habe man sich auf vielfachen Wunsch der Besucher entschlossen, erklärte Meier und fand es ebenfalls wunderbar, wenn man sich bei einem schönen Schoppen gut unterhalten könne und man dazu „nicht über den Tisch hinüber schreien, wie es alle von uns sicherlich schon öfter erlebt haben“.

Regionale Produkte stärken

Für die Veranstaltung der Themen-Marktplätze nannte das Stadtoberhaupt zwei Gründe, Zum einen sollte mit interessanten Veranstaltungen die Stadt noch attraktiver gestaltet werden, „denn wenn in einer Stadt etwas los ist, dann lebt sie und dann ist sie auch für potentielle neue Bürger interessant“. Zum anderen „liegt uns ganz stark die positive Darstellung und die gezielte Vermarktung der regionalen Produkte am Herzen, die stets im Vordergrund stünden. Wie auch beim nächsten Themen-Marktplatz der Aischgründer Karpfen, wenn am Samstag, 7. September zum „KarpfenMarktPlatz“ eingeladen wird.

Zunächst aber sollte es „der wundervolle Frankenwein aus unserem Landkreis, aus dem Oberen Ehegrund, genauer gesagt aus Krassolzheim von den Winzerfamilien Düll, Grosch und Vicedom“ sein. Diese hätten, so Meier „wieder ihre sehr ehrlichen Weine mitgebracht, die von jedem Winzer etwas anders ausgebaut werden und deshalb auch von jedem Winzer etwas anders schmecken, ohne Zusätze und ohne Tricks im Weinkeller, die die großen Winzergenossenschaften wahrscheinlich so praktizieren“.

Vom typisch fränkischen Silvaner über den Bacchus oder Rotling oder anderen Rebsorten konnten die Gäste unter rund 20 verschiedenen Weiß- und Rotweinen wählen und diese „bei bester regionaler Qualität genießen“. Herz was willst du mehr“ schwärmte da nicht nur der Bürgermeister, der mit genussreichen Stunden „in der einmalig schönen Marktplatz-Winzerstube“ nicht zu viel versprochen haben sollte.

Nach dem ausgezeichneten Jahrgang 2018 zeigte sich die Vorsitzende des Weinbauvereins, Anke Gümpelein, auch im Hinblick auf die Lese des 2019-er „guter Dinge“. Allerdings hat es die Sonne zum Teil mit den Trauben etwas zu gut gemeint und ihnen auch im Oberen Ehegrund - wie in manchen fränkischen Steillagen - mit Sonnenbrand zugesetzt. Gümpelein strahlte dennoch Zuversicht aus, hatte man doch schließlich schon das Vorjahr mit langen heißen und trockenen Phasen gut überstanden. Nach den Weinfesttagen ist ein schöner Regen willkommen.Etwas zu früh kam der Regen für den zweiten Weinfestabend, doch war mit großflächigen Schirmen gut vorgesorgt und die Temperatur durchaus noch angenehm für den Dämmerschoppen mit erlesenen Weinen und passenden kulinarischen Genüssen.  

hjm

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