"Nicht-Kerwa" in Neustadt

Wenigstens ein Kerwa-Hauch: Wirtegemeinschaft sorgte für das Trostpflaster

14.6.2021, 16:14 Uhr
Zumindest für eine „Kerwa Light“ war mit Festbier und allerlei kulinarischen Genüssen in den Neustädter Biergärten gesorgt.

Zumindest für eine „Kerwa Light“ war mit Festbier und allerlei kulinarischen Genüssen in den Neustädter Biergärten gesorgt. © o.n.

Es sei ein schwerer Schritt gewesen, die Kerwa wieder absagen zu müssen, erklärte Dritte Bürgermeisterin Heike Gareis zum zentralen Thema der letzten Woche: Neustadt auch im zweiten Coronajahr ohne die Kirchweih, „das“ Traditionsfest. Eigentlich undenkbar, aber mit den Pandemiebeschränkungen einfach alternativlos. Dass bei gesunkenen Inzidenzen „überall in der Stadt unter Wahrung der Hygienevorschriften ein bisschen Kerwa gefeiert wurde“, und dass „unsere Stadt wieder zum Leben erwacht ist“, stellte Gareis beim Blick auf die bunten Bilder frohgelaunter Menschen in den Biergärten fest.

„Besonders freue ich mich, dass auch die Senioren in unserer Stadt ein wenig Kerwa feiern konnten“, ergänzte die Seniorenbeauftragte des Stadtrates mit dem Beispiel des Johann-Gramann-Hauses, das ein Konzept entwickelt hatte, „um ein wenig Kerwa feiern zu können“. So hatten Gegrilltes, Kerwabier, Eis und Schokofrüchte auch die Senioren zumindest ein bisschen Kerwafreuden genießen lassen.

„ Auch wenn wir in diesem Jahr unsere geliebte Kerwa wieder vermissen mussten, bauen wir auf´s nächste Jahr und freuen uns schon jetzt auf die Kerwa 2022“, teilt Bürgermeisterin Heike Gareis die Hoffnung mit allen Neustädtern. Auch mit jenen, die heute in aller Welt leben und traditionell zur Kirchweih in die alte Heimat kommen. Einige von ihnen konnte auch Corona nicht von diesem Brauch abbringen: Man traf sich mit den Freunden zur „Kerwa Light“ in bestens dafür ausgestatteten Biergärten. Und am Marktplatz durfte auch eine kleine Fichte nicht fehlen.

Dass man auch auf die verführerischen Düfte der gebrannten Mandeln oder den deftigen „Gewedelten“ nicht verzichten musste, genehmigte die Stadt diese Stände am Festplatz „für eine temporäre Aktion“. Mehr Anfragen habe es nicht gegeben erklärte Erster Bürgermeister Klaus Meier zu vielen Fragen an den Biertischen, warum der Festplatz verwaist blieb. Eine Kirchweih mit eingeschränktem Angebot „An den Sommerkellern“ hatte bei den Überlegungen von Alternativem zum Volksfest mit alljährlich Abertausend Gästen durch die dort nicht steuerbare Menge an Besuchern ausgeschlossen werden müssen.

Das Fest der Weihe der evangelischen Stadtkirche wurde mit Gottesdiensten auf dem Marktplatz und an den Herrenbergen gefeiert; ebenfalls unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften.

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