Branchen in Not unterstützen

Wirtschaftsminister Aiwanger segnet Überbrückungshilfen für Betriebe ab

22.11.2021, 18:17 Uhr
Bei Betrieben, denen erneut die Corona-Ketten angelegt werden, müssen

Bei Betrieben, denen erneut die Corona-Ketten angelegt werden, müssen "Umsatzausfälle so umfangreich wie möglich abgefedert werden", unterstreicht MdL Gabi Schmidt eine Forderung der Freien Wähler. © o.n.

"Die am Freitag beschlossenen Maßnahmen sind notwendig, um die vierte Welle zu brechen. Sonst stürzen Gesundheitssystem und Wirtschaft ins Chaos. Wir wollen gleichzeitig alles dafür tun, damit betroffene Unternehmen nicht im Regen stehen", erklärte Gabi Schmidt gegenüber nordbayern.de. Wenn Weihnachtsmärkte kurzfristig abgesagt, Bars und Clubs geschlossen würden, Friseure, Gastronomen, Handel und andere Anbieter Einschränkungen hinnehmen müssten und es Komplett-Schließungen in Corona-Hotspots gebe, sei es auch erforderlich, diese Branchen massiv zu unterstützen, so die Abgeordnete aus Uehlfeld weiter.

Die Bundesregierung hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, die Überbrückungshilfe III Plus bis 31. März 2022 zu verlängern - wie von der Freie Wähler-Fraktion zuvor gefordert. Schmidt: "Wir werden somit Corona-Hilfsprogramme inklusive der Kredite der LfA-Förderbank Bayern fortführen, um besonders betroffenen Branchen gezielt über diese schwere Zeit zu helfen. Schausteller und Marktbeschicker, Gastronomen und Dienstleister sind jetzt wieder in Not - obwohl sie sich gerade erst auf etwas mehr Normalität eingestellt hatten. Sie dürfen in ihrer Existenz nicht gefährdet werden."

Die Überbrückungshilfe III Plus ist das wichtigste Hilfsinstrument der Bundesregierung in der Corona-Pandemie. Unterstützt werden Firmen mit einem durch die Pandemie ausgelösten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Vergleichswert ist der jeweilige Monat im Vor-Corona-Jahr 2019. Erstattet werden nach Auskunft der Landtagsabgeordneten Schmidt "fixe Betriebskosten wie Mieten und Pachten oder Ausgaben für Strom und Versicherungen. Abschreibungen auf verderbliche und saisonale Ware sind ebenfalls möglich. Die Förderhöhe ist je nach Höhe des Umsatzeinbruchs gestaffelt".

Die Freien Wähler wollen sich in den nächsten Tagen auch mit den bayerischen Schaustellerverbänden zusammensetzen, um sich ein genaueres Bild von der Lage zu verschaffen. Anschließend werde es Gespräche mit dem Bundeswirtschaftsministerium geben, so Schmidt, die betont: "Unser Ziel ist es, die Umsatzausfälle so umfangreich wie möglich abzufedern".