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Mittwoch, 17.07.2019

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Wolfgang Krebs auch mit "Freiem Quäler" in Neustadt

Kabarettist lud zum Gastspiel in die „NeuStadtHalle“ - 24.03.2019 19:47 Uhr

Nach seiner Starparade perfekt parodierter Promis verabschiedete Wolfgang Krebs sein begeistertes Publikum in der „NeuStadtHalle“ mit begehrten Autogrammen. © Harald Munzinger


Auch wenn es damit auch schon vorbei ist mit der „Freundschaft“, denn der „Sozi Meier“ muss so manchen Spott über seine Partei ertragen, der Krebs die Insektentarnung empfiehlt, um bis zur Rettung der Gattung den Artenschutz zu genießen. Der Bürgermeister nimmts wie die derbleckten Promis am Nockherberg lachend hin, hat sonst auch Grund zur Freude über viel Lob für das tolle Theater und vor allem dessen tolles Personal hinter den Kulissen, das Krebs mit Applaus der gut 400 Besucher würdigen lässt. Das gibt das Kompliment gerne an einen äußerst sympathischen Stargast zurück, der auch genau so auf der Bühne wirkt. Wenn er denn einmal als Original seine hintersinnigen (Sprach-)Späße treibt.

Geschichte Neustadts neu geschrieben

Denn überwiegend überlässt Wolfgang Krebs das seinen „Tourneekollegen“, von denen der „Scheberl Schorsch“ als das Landunikum das gelebte Ehrenamt verkörpert und beim Schwärmen über die Vorzüge der Provinz im Motto des neuen Kabarettprogrammes typisch fränkisch „Geh zu, bleib da“ auf den Punkt bringt. Und die Geschichte Neustadts mit dem Ursprung 6000 vor Christus, also dem Paradies mitten in Franken, neu schreibt.

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Die vielen Masken des Wolfgang Krebs

Wenn von König Ludwig bis zur Kanzlerin Angela Merkel sich die Honoratioren in Neustadts Musentempel die Bühne teilen, kann es nur einen Strippenzieher geben. In Perfektion ließ sie Parodist und Kabarettist Wolfgang Krebs vor begeistertem Publikum aufmarschieren.


So nimmt es auch nicht Wunder, dass sich hier einstellt, was in der Politik Rang und Namen hat(te). Allen voran Edmund Stoiber in der Paraderolle von Verwandlungskünstler Wolfgang Krebs, der während kurz eingespielter Werbespots ebenso authentisch in die Figur von Horst Seehofer oder Markus Söder schlüpft, Joachim Herrmann, FDP-Ikone Genscher, Günther Beckstein oder Pabst Benedikt dazwischen plaudern und mit König Ludwig Bayerns ganzvolle Geschichte „auferstehen“ lässt. Als Geschenk des Wählers hat Wolfgang Krebs „Stollhosenzüchter“ und Strobs-Bezwinger Hubert „Aiwonger“ von den „Freien Quälern“ in seine Promiriege aufgenommen, der sich auf Söders Schoß sicher weiß, von dem nicht über den Tisch gezogen werden zu können. Schließlich schaut auch noch „Kandesbrunzlerin“ Angela Merkel auf ihrer Abschiedstournee in Neustadt vorbei.

Perfekte Gestik und Mimik

Seit 1993 verhaspelnder Stoiber-Darsteller, weiß Wolfgang Krebs auch seine anderen Figuren in Mimik und Gestik mit markanten Zitaten so perfekt zu parodieren, dass für den Rollentausch oft nur kleine raffinierte Veränderungen „in der Maske“ genügen. Seit 2007 begeistert er mit seinen Soloprogrammen und hat schon etliche Auszeichnungen erfahren. Die erlebte er auch mit dem Applaus des begeisterten Publikums in Neustadt, das er mit ebenso flott geschriebenen Autogrammen verabschiedete, wie er es auf seine unvergleichliche und bei den zunehmenden Comedy-Untiefen wohltuende Weise bestens unterhalten und auch mit so manchen Detailkenntnissen über die Geißlein überraschte, die Krebs durch den Wolf drehen lässt. 

Harald Munzinger

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