Gesundheitsförderung zum "Welt-Hepatitistag“

Zahl sexuell übertragbarer Infektionen steigt an

27.7.2021, 15:25 Uhr
Im Gesundheitsamt, Abteilung des Landratsamtes Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, werden Beratungshilfen angeboten.

Im Gesundheitsamt, Abteilung des Landratsamtes Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, werden Beratungshilfen angeboten. © Christophe Gateau/dpa

Experten beraten kostenlos und anonym unter www.liebesleben.de/beratung online und unterstützen, das eigene Risiko einordnen zu können. Laut der Untersuchung "Aids im öffentlichen Bewusstsein" kennen zum Beispiel nur 14 Prozent der Bevölkerung die weit verbreitete Chlamydieninfektion, von der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sind. Nach Schätzungen gibt es bis zu 300.000 Neuinfektionen im Jahr. Exaktere Zahlen existieren für die anonym meldepflichtigen Erkrankungen wie HIV/Aids (2600 im Jahr 2019), Syphilis/Lues (7889 Fälle im Jahr 2019) sowie Hepatitis B (8903 Fälle im Jahr 2019).


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Die verschiedenen Hepatitisformen (A bis E) unterscheiden sich nach Mitteilung des Landratsamtes "bezüglich einer ursprünglichen Schädigung der Leberzellen prinzipiell nur in der Schwere und der Dauer". Bei Infektionen mit Gonokokken werde von einer Zahl von 30.000 Fällen ausgegangen. Diese sei geschätzt, da die Infektion nicht meldepflichtig sei. Sie könne zu Tripper beziehungsweise Gonorrhö führen. Wenn die sexuell übertragen Infektionen früh erkannt werden, gelten diese als gut behandelbar und heilen in der Regel ohne gesundheitliche Konsequenzen aus.

Infektionen können schwerwiegende Folgen haben

"Zwar sind viele der Infektionen nur mit leichten Symptomen wie Juckreiz oder Ausfluss verbunden, sie können aber schwerwiegende Folgen haben", mahnt die Gesundheitsförderung am Landratsamt: "So können Infektionen mit Chlamydien bei Frauen zu chronischen Unterbauchentzündungen und bei Männern und Frauen zu Unfruchtbarkeit führen". Sexuell übertragen werden auch Humane Papillomviren (HPV). Diese gelten als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs.


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Laute Empfehlung sollten Mädchen und Jungen möglichst im Alter zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV geimpft werden. Durch die stetige Zunahme der sexuell übertragbaren Infektionen müsse "der Wissenstand vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhöht werden und verstärkte Aufklärung an Schulen stattfinden". Dies könne sowohl durch Lehrkräfte nach Maßgabe der "Richtlinien zur Familien- und Sexualerziehung an bayerischen Schulen" von Dezember 2016 als auch durch externe Sexualpädagogen stattfinden. Bürgerinnen und Bürger finden im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim Beratungshilfe in den sexualpädagogischen Sprechstunden der Staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im Landratsamt, Abteilung Gesundheitsamt.

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