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Montag, 21.10.2019

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Zielstrebige Kandidatur

Claudia Wust nahm souverän erste Hürde zur Bürgermeisterwahl - 17.09.2019 13:12 Uhr

Bezirksgeschäftsführer Werner Stieglitz und stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Uli Streng gratulierten Claudia Wust (v. r.) zum überzeugenden Rückhalt für ihre Bürgermeisterkandidatur. © Harald Munzinger


Das Zusammenwirken der CSU und der Gruppierung „Freie Bürger“ habe in Neuhof schon Tradition und sei „eine sehr schöne Sache“, betonte die CSU-Ortsvorsitzende und Bürgermeister-Stellvertreterin Lydia Stoll, die mit Spitzenkandidatin Wust die „bunt gemischte“ Vorschlagliste der 28 GemeinderatskandidatInnen „mit großer Vielfalt“ anführt. Sieben Ratsmitglieder streben die Wiederwahl an. Uli Streng, stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin in Uffenheim, gratulierte ebenso wie der CSU-Bezirksgeschäftsführer Werner Stieglitz zum überzeugenden Start der „Wahlkampagne“ an der Zenn, an der nicht von Wahlkampf gesprochen wird.

Streng freute sich über die vielen Frauen, die zur politischen Verantwortung bereit sind und auf der Liste jeden dritten Platz einnehmen. Dies entspreche dem Motto „frischer, jünger, weiblicher“, mit dem man sich den Wählern präsentieren wolle. Neuhof könnte weitere Frauen ermuntern, mitzumachen, was nach Strengs Ansicht ohne Quotenzwang wachsen müsse.

Früh politisches Interesse geweckt

Politisches Interesse sei bei ihr früh geweckt worden, doch habe sie „als 18-Jährige nicht im Geringsten daran gedacht“ einmal für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, erklärte Claudia Wust zum berufliche Werdegang – Religionspädagogin und Schulseelsorgerin – sowie zum Weg in die Politik. Der führte von der Gründung der Jungen Union in Neuhof und dem Engagement auf Kreisebene über die Wahl der CSU Kreisvorstandschaft 2007 in die CSU Akademie und die Listenkandidatur 2008 und 20013 für den Bezirk und den Kreistag 2008 in den Gemeinderat. Seit 2014 ist Claudia Wust Zweite Bürgermeisterin der Marktgemeinde Neuhof und Mitglied des Kreistages.

Die Mitverantwortung für die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde - „ mein Neuhof“ – verdankte Wust Bürgermeister Bruno Thürauf, der sie 2002 ermuntert hatte, für den Gemeinderat zu kandidieren. Nach ihrer Devise „Gescheit oder gar nicht“ schaffte sie es vom „garantiert aussichtslosen“ Platz 24 zur ersten Nachrückerin. Aufs politische Parkett führte sie auch Altbürgermeister Ewald Dossler, bei der Nominierungsversammlung mit viel Beifall begrüßt.

Das Wahlprogramm schreiben nach den Ausführungen der Bürgermeisterkandidatin letztlich die Bürger, da in dieses deren Bedürfnisse und Wünsche einfließen sollen, die bei Ortsteilbesuchen und im zentralen Ort erfasst werden. Ein Anfang war mit einer „Zukunftswerkstatt“ gemacht worden, bei der sich Claudia Wust darüber freute, wie engagiert und gut vorbereitet sich die Jugend eingebracht habe. Sie sehe sich als „Partnerin der Bürger“, deren Wohl und das der Kommune im Vordergrund stehe, erklärte sie. Dafür wolle sie „zusammen mit den GemeinderatskandidatenInnen die Gemeinde Neuhof dynamisch, nachhaltig und innovativ in eine gute Zukunft führen“.

Heimat für alle Generationen

Gemeinsam sehe man die Gemeinde als „unsere Heimat“ an, in der für alle Generationen gut gesorgt sein soll, „ein Ort, an dem Kinder gut groß werden können und Senioren gut alt werden sollen“. Dazu nannte Wust in Abstimmung mit CSU und Freien Bürgern einige Ansätze. So sollen weiterhin die Vereine gestärkt, weitere Sportmöglichkeiten unterstützt, Ausbildungsplätze vor Ort und Wohnraum geschaffen, Treffpunkte ermöglicht und die Mobilität optimiert werden. „Wir müssen in unsere Jugend investieren – sie anhören – sie unterstützen!“, denn sie „ist unsere Zukunft“ so Claudia Wust. Sie zeigte sich dankbar, dass sich engagierte Bürger zusammengetan und die Gruppe „Marktplatz der der Generationen“ gegründet haben. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Stelle der Quartiersmanagerin in der Kommune geschaffen worden sei.

„ Zukunftsorientiert und nachhaltig Neuhof zu gestalten und nicht nur zu verwalten!“ nannte sie als gemeinsamen Ziel mit den GemeinderatskandidatenInnen. Sollte sie am Wahltag das Vertrauen bekommen, wolle sie „mit Tatkraft, Engagement und Herzblut dieses Amt auszuüben“.

Harald J. Munzinger

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