Ein Freudentag für die Gemeinde

Neustart für den Alesheimer Kindergarten

15.9.2021, 06:15 Uhr
Die Kinder fühlen sich im Alesheimer Kindergarten, der nun nach einem  ökologischen Konzept arbeitet, sichtlich wohl.

Die Kinder fühlen sich im Alesheimer Kindergarten, der nun nach einem ökologischen Konzept arbeitet, sichtlich wohl. © Renate Gagsteiger, NN

Bekanntlich hat es in den vergangenen Jahren ein heftiges Gerangel um die Zukunft der Kindergärten in Alesheim und Trommetsheim gegeben, die das Dorf auf ein harte Zerreißprobe stellten. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss. Der besagt vereinfacht: Solange genug Kinder angemeldet sind, wird die Einrichtung in Alesheim als altersoffene dritte Gruppe zusätzlich geführt.

Und nun hat der Kindergarten nach längerer Pause auch wieder Kinder begrüßen können. Vom Kirchenvorstand gab es ein buntes Kreuz als Willkommensgeschenk und viele Dankesworte. Diese waren an die Erzieherinnen, Geschäftsführer Klaus Neumann und an alle Helferinnen und Helfer gerichtet, die den Kindergarten in den vergangenen Monaten sowohl im Innenbereich, als auch im Außenbereich mit sehr viel Engagement umgestaltet haben.

Die Unterstützer des Alesheimer Kindergartens hatten ein Gedicht vorbereitet, mit dem sie ihre Freude übe die Wiedereröffnung zum Ausdruck brachten. Die neuen Mitarbeiterinnen hatten im Vorfeld eine neue Konzeption für einen ökologischen Kindergarten erstellt. Als Zeichen des Dankes erhielten sie von den Alesheimern einen Engel.

Nach zwei sehr anstrengenden Jahren hat der Alesheimer Kindergarten nun wieder  geöffnet. Die Freude im Ort war groß und man feierte das Ereignis gemeinsam.

Nach zwei sehr anstrengenden Jahren hat der Alesheimer Kindergarten nun wieder geöffnet. Die Freude im Ort war groß und man feierte das Ereignis gemeinsam. © Florian Gagsteiger, NN

Auch Klaus Neumann brachte seine Freude zum Ausdruck, dass dieser Tag von so vielen Bürgern aus Alesheim gefeiert wird. Er bedankte sich zuerst bei den vielen Helfern, die eine „unglaubliche Arbeit“ geleistet haben und auch beim Kirchenvorstand und der Gemeinde, die tatkräftig im Hintergrund unterstützt haben. Ein besonderer Dank ging an Dekanin Ingrid Gottwald-Weber, die mit ihrer Vermittlung erheblichen Anteil daran hatte, den Kompromiss zu erarbeiten.

Es geht auf Schatzsuche

Anschließend übergaben die Alesheimer selbst gebastelte Spielzeuge an den Kindergarten. Mehrere fleißige Unterstützer haben einen Balancebalken, ein Steckspiel, Murmelscheiben, eine Matschküche, zwei Steckenpferde, ein Kinderpferd und ein „Drei gewinnt“ für außen für die Kinder hergestellt. Eine im Sandkasten aufgefundene „Schatzkiste“ wurde aufgearbeitet und mit kleinen getöpferten Wichteln befüllt. Mit dieser kann eine alte Tradition des Kindergartens wiederbelebt werden, bei der die Kinder im Sandkasten eine Schatzsuche unternehmen können.

Die Sprecherinnen bedankten sich bei allen, die bei der Umgestaltung der Einrichtung tatkräftig mitgeholfen haben. Dabei blieben die 2260 freiwilligen Arbeitsstunden und die 542 Maschinenstunden nicht unerwähnt. Schlussendlich gab es das Angebot, dass die Erzieherinnen jederzeit Kontakt aufnehmen können, falls irgendetwas benötigt wird. „Es findet sich bestimmt jemand, der sich darum kümmert.“

Alle anwesenden Kinder durften noch einen Luftballon steigen lassen. Auf dem angehängten Kärtchen steht, dass die Finder ein paar freundliche Worte auf die Karte schreiben und an den Alesheimer Kindergarten zurücksenden sollen. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im Gasthaus Conrad. Nach den vergangenen zwei Jahren voll Ärger und Streit war es somit ein Freudentag für die Alesheimer Bürger.