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Mittwoch, 26.06.2019

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1000 Elefanten ziehen ins Krankenhaus ein

Spende an die Cnopf’sche Kinderklinik: Plüschtiere mit Grußkarten gehen an kleine Patientinnen und Patienten - 05.02.2019 16:27 Uhr

Die Plüsch-Elefanten warten auf neue Spielgefährten (Bild oben). Chefarzt Wolfram Scheurlen, Klaus Schardt von der Stephan-Fürstner-Stiftung, Fritz Jonak von Harley Davidson, André Fiedler und Daniel Draws (Bild unten, v. l. n. r) überbrachten die flauschigen Kuscheltiere ihren neuen Besitzern. © F.: André De Geare



Fünf Jahre Planung und Entwicklung stecken in den Plüsch-Elefanten. Die richtige Mischung aus Kompaktheit und Größe mussten sie haben. "Wir haben so viele Entwürfe gemacht und wieder über den Haufen geworfen", erinnert sich Daniel Draws, der die Aktion initiiert hat. "Und ein Teddybär wäre viel zu klischeehaft gewesen", findet er. Letztendlich entschied man sich für Elefanten, die starken, mächtigen Tiere, die in vielen Ländern auch ein Symbol für Gesundheit und Kraft darstellen.

Die Idee dahinter: Mit einmalig zehn Euro kann die "Patenschaft" an einem der Plüsch-Elefanten erworben werden. Auf der Karte, die mit einer Schleife um dessen Hals gebunden ist, können die Paten den Kindern außerdem eine Nachricht hinterlassen.

Anfang Dezember hat Draws schließlich die Spendenaktion "Der Elefant hilft" ins Leben gerufen. Fritz Jonak, Geschäftsführer von Harley Davidson Nürnberg, unterstützte ihn und seinen Partner dabei finanziell.

Für tausend Kuscheltiere verkauften Draws und Fiedler bislang Patenschaften, nun wurden die Plüsch-Elefanten an die Cnopf’sche Kinderklinik Hallerwiese gespendet. Der Leiter der Klinik, Peter Rahn, ist begeistert: "Die Idee und das Konzept sind sensationell. Wir wissen die Arbeit, die dahintersteckt, wirklich zu schätzen."

Viel Arbeit ist das Projekt tatsächlich, sagt Draws, hätte der Verwandten- und Bekanntenkreis nicht geholfen, "hätten wir das hauptberuflich machen müssen" – zusätzlich zum Vollzeitjob. Seine Mutter hätte sie jedoch davor bewahrt und stundenlang Schleifen gebunden.

Bei den Elefanten liegt der Fokus auf dem Gegenwert, den die Leute für eine Spende erhalten. "Wir wollen, dass die Leute das gerne machen, weil es eben nicht nur ein reiner Geldbetrag ist", sagt André Fiedler, der das Projekt mit Draws betreut.

Um mehr Käufer zu gewinnen, stellen sie die Qualität über den Kostenaufwand. Harley-Davidson-Chef Fritz Jonak finanzierte das Projekt im Voraus. "Letztendlich", stellt Draws fest, "haben die Elefanten mehr gekostet als geplant, aber die Qualität war uns wichtiger."

Nachdem sie die Plüschtiere bei Harley Davidson ausgestellt und im näheren Bekanntenkreis verkauft hatten, erhielten Draws und Fiedler plötzlich Anfragen aus ganz Deutschland. Die entferntesten Nachfragen kamen aus Friedrichshafen und Hamburg. Fiedler war zu Beginn skeptisch: "Das war erst mal eine Hürde für uns, wir wollten regional bleiben." Deswegen verschickten sie dann nur die Grußkarten, nicht die ganzen Elefanten.

Trotzdem haben die beiden noch viel vor und wollen sich mit ihrem Projekt "Der Elefant" bald einen Namen machen. Draws plant bereits die nächsten Schritte: "Ich denke da zum Beispiel auch an Altenheime, wir könnten einen Musiker organisieren für Feste."

Alle Erlöse gehen direkt an die Stiftung von Stephan Fürstner, Profifußballer bei der Eintracht Braunschweig. Die Stiftung unterstützt umfangreich die Cnopf’sche Kinderklinik. Ab März soll die Produktion der Kuscheltiere weitergehen. 

JANA VOLL

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