12. September 1966: Im Flugzeug und Auto unterwegs

12.9.2016, 07:27 Uhr
Start frei für den Frankenflug 1966 des Aeroclubs! Während vor der Waldkulisse des Nürnberger Flughafens eine der schmucken Sportmaschinen über das Vorfeld rollt, hat sich die andere bereits in die Luft erhoben, um dem Wanderpokal nachzujagen.

© Ulrich Start frei für den Frankenflug 1966 des Aeroclubs! Während vor der Waldkulisse des Nürnberger Flughafens eine der schmucken Sportmaschinen über das Vorfeld rollt, hat sich die andere bereits in die Luft erhoben, um dem Wanderpokal nachzujagen.

Bei dem traditionellen Frankenflug-Wettbewerb des Nürnberger Aeroclubs wurden Franz Strobel und Otto Haas vom Augsburger Sportfliegerclub mit ihrer Cessna der Favoritenrolle gerecht. Als am Abend die Punkte zusammengerechnet wurden, gehörte ihnen der große Wanderpokal. Sie hatten 444 Punkte von 460 möglichen erreicht.

Nicht minder geruhsam fuhren zur gleichen Zeit die Autofahrer über Frankens Straßen. Sie suchten bei der ADAC-"Frankenflug"-Auto-Quizfahrt nach einem abgestürzten Sportflugzeug.

130 Kilometer waren zu fahren

Vom Flughafen aus waren zuerst 62 Autofahrer auf die rund 130 Kilometer lange Strecke gegangen, die sie in die Landkreise Neustadt und Höchstadt/Aisch führte. Bei Höchstadt erwartete sie dann die schwierigste Aufgabe. Bei dem abgestürzten Flugzeug - durch einen Rumpf und eine in Fliegerkombination gekleidete Puppe dargestellt - mußten sie fünf Ausrüstungsgegenstände finden, die völlig fehl am Platze waren.

Wenig später starteten die 41 Sportmaschinen vom Flughafen zum Flug durch Franken, der sie nach Herzogenaurach, Petersdorf bei Ansbach, Schwabach und Neumarkt sowie Beilngries führte. Unterwegs mußten die Flieger eine Ziellandung ausführen, die Größe von Notlandefeldern abschätzen oder die Flugzeit vom letzten Start in Beilngries bis zum Überfliegen einer Ziellinie auf dem Hetzleser Segelflugplatz angeben. Strobel/Haas aus Augsburg lösten diese Aufgaben am besten. Auf den zweiten Platz kam der Ansbacher Richard Löbert, der von seiner 16jährigen Tochter begleitet war. Als beste Nürnberger landete die Familie von Hans-Werner Jurck (mit Frau Gertrud und Tochter Anne-Kathrin) auf dem vierten Rang.

Bei der Suchfahrt aber, bei der sich jedermann Zeit lassen konnte, gab es am Ende überwiegend goldene Plaketten. Heidi Börder, die mit einem Begleiter losgefahren war und deshalb für die Damenwertung nicht in Frage kam, holte sich den Gesamtsieg, gefolgt von Ernst Panne und Peter Senft. Bei den Damen lag Lieselotte Fritsche vorne.

Am Abend aber traf sich alles, was am Tage getrennt geflogen und gefahren war, im kleinen Saal der Meistersingerhalle zur Siegerehrung. Freudestrahlend nahmen die Teilnehmer, die allesamt ein Stückchen der schönen Heimat kennengelernt hatten, die zahlreichen Preise entgegen. Und nach dem gemeinsamen Abendessen spielte Conny Strehler mit seinem Orchester zum Tanz auf.

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