18. Dezember 1968: Kolonnen auf glatter Straße

18.12.2018, 06:55 Uhr

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Auch in den nächsten Tagen noch wird der Winter unangenehm zu spüren sein. Wechselhaftes Wetter mit Regen- und Schneefällen mahnt weiterhin zu Vorsicht im Straßenverkehr.

„Die Autofahrer waren sehr vernünftig. Sie fuhren langsam und hielten den. nötigen Abstand zum Vordermann“, lobt die Nürnberger Verkehrspolizei, die alle Hände voll zu tun hatte, um Stauungen aufzulösen und Schlangen in Bewegung zu halten. „Sie kamen diesmal mit der Lage besser zurecht als mitten in der Wintersaison, wenn jedermann schon glaubt, auf die Straßenverhältnisse geeicht zu sein“, lautete gestern der Kommentar im Polizeipräsidium.

Mit den Autofahrern litten auch die Nürnberger, die an Haltestellen auf Straßenbahnen und Omnibusse warteten. Die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel waren ebenfalls durcheinandergeraten, weil wegen der langsamen Autos auch die Schienenfahrzeuge und Busse nicht recht vorankamen. Die Lage besserte sich jedoch in den späten Vormittagsstunden, als die 100 Tonnen Streusalz zu wirken begannen, die von den Männern des Stadtreinigungs- und Fuhramtes ab 5.30 Uhr mit zehn Streuautomaten auf den wichtigen Strecken im Stadtgebiet verteilt wurden.

Am Abend verschlechterte sich die Situation auf den Straßen jedoch wieder. „Es zieht an“, verkündeten schon um 17 Uhr die Fachleute von der Flugwetterwarte, die tagsüber eine Höchsttemperatur von einem Grad gemessen hatten. In Bodennähe war die Temperatur wieder auf minus zwei Grad gefallen. Die Autofahrer mußten erneut aufpassen, wenn sie die Straßen in den Außenbezirken oder die vielbenutzten Strecken außerhalb der Stadtgrenzen benutzten. Die Bewölkung war aufgerissen, so daß mit dem leichten Frost Schnee- und Eisglätte auftrat.

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