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19. August 1969: Viele Zaungäste bei Wehreinbau

Schwere Stahlteile mit Autokran zentimetergenau an ihren Platz gehoben - 19.08.2019 07:00 Uhr

Eine Arbeit, die von zahlreichen Neugierigen verfolgt wurde: auf der Südostseite des Wöhreder Talüberganges werden die Klappenhälften für das Wehr eingesetzt und verankert. © Ulrich


Mit einem schweren Autokran wurden die Stahlteile, die das Grundgerüst für die südliche Seite des Dachwehres bilden, von den auf Culemeyer-Rollern der Bundesbahn herantransportierten Güterwagen gehoben, auf den Talgrund hinabgesenkt und sofort in den eingebauten Bolzen verankert. Haargenau dirigierten die Männer die schweren Werkstücke an ihren jeweiligen Platz.

Am Rande bot sich den Zaungästen auch dieses Bergungsmanöver: im Schlamm vor dem Wehr versank diese Planierraupe (unten), so dass sie vom 'starken Bruder' wieder aufs feste Land zurückgezogen werden musste. © Ranke


Die für den geplanten 5,3 Quadratkilometer großen Stausee erforderlichen Unterbauten der Wehranlage wurden unmittelbar unter den östlichen Brückenrand gelegt – eine Lösung, die nicht zuletzt aus landschafts-architektonischen Gründen gewählt wurde. Es entsteht auf diese Weise ein freier Blick nach Osten auf das langgestreckte Gewässer, das am Talübergang mit über 2,80 Meter seine größte Tiefe erreicht. Die beiden Öffnungen – auf der Ostseite ist das Wehr bereits eingebaut worden – messen je 22,5 Meter.

"Die schärfsten sechs Wochen, die wir zur Zeit erleben", seufzt Oberbaurat Kersten, denn neben den Arbeiten am Wehr gibt es noch eine Reihe anderer Vorhaben zu erledigen. Das Wasserwirtschaftsamt hat sich entschlossen, die bisher 60 Meter lange Stahlspundwand zu beiden Seiten der Brücke im Anströmungsbereich zu verlängern.

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Außerdem muß die anschließende Ufersicherung durch schweren Steinwurf und Trockenpflaster vollendet werden. Die übrigen Uferböschungen bleiben bis auf die schlauchartige Verbindungsstrecke zwischen dem 234 000 Quadratmeter großen unteren und dem 295 000 Quadratmeter großen oberen See unbefestigt.

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K. E.

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