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23. Januar 1971: Gworschtl am Hauptmarkt

Spielzeugmuseum in der Karlstraße wird auf neue Art und Weise eingeweiht
- 23.01.2021 07:00 Uhr

Eines der vielen Prunkstücke im neuen Spielzeugmuseum ist diese Küche.

22.01.2021 © Contino


Nach dem Motto: „Weg mit dem alten Zopf und hinein ins volle Menschenleben“ wird diesmal in einem völlig neuen Stil der Startschuß gegeben, „Kinder spielen in der Stadt“ heißt die Losung am Eröffnungstag und die Gaudi soll sich zwischen 14.30 und 16 Uhr auf dem Hauptmarkt und seiner Umgebung zutragen. Dabei ist an folgende Aktionen gedacht:

1. Start von tausend bunten Luftballons in der Mitte des Hauptmarkts.

2. Bau einer Luftballon-Plastik zwischen Hauptmarkt und Spielzeugmuseum.

3. Trödel- und Tauschmarkt; Erwachsene und Kinder werden gebeten, altes Spielzeug mitzubringen, das an der Ecke Hauptmarkt und Plobenhofstraße gehandelt wird. Die Eltern sollen dieses Spielzeug Kindergärten und wohltätigen Einrichtungen schenken; die Kinder können ihre Spielsachen untereinander tauschen.

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4. Kinder bilden mit aufblasbaren durchsichtigen Plastikschläuchen Ketten. Laut Mitteilung des Presseamtes der Stadt sollen sich „laokoonartige Verschlingungen“ ergeben. Auf die Frage, was denn das für Verschlingungen seien, antwortete die Leiterin des Spielzeugmuseums, Dr. Lydia Bayer: „A Gworschtl halt.“

5. Eine Gitterwalze bewegt sich vom Hauptmarkt zur Karlstraße. Kinder schlüpfen in ein großes Drahtgitter und gehen damit langsam vorwärts.

6. Kinder umkleiden sich mit verschiedenfarbigen großen Pappwürfeln und kombinieren die Farben zu spontanen Mustern.

7. Vor dem Rathauseingang spielen Kinder mit Obstkisten und bauen Gehäuse. Das Programm ist damit noch längst nicht zu Ende. Gruppen der Singschule spielen mit Orffschen Instrumenten. Malutensilien stehen auf der Südseite des Hauptmarkts bereit und Lehrkräfte fordern auf, sie zu benutzen. Gruppen werben in der ganzen Stadt für das Museum und der Clou: ein Straßenbahnwagen darf bemalt werden.

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Die Schätze der Bayerischen Sammlung sind im Haus Karlstraße 13 auf zwei Stockwerke verteilt. Im ersten Stock ist das Spielzeug nach Landschaften, zwischen Erzgebirge und Grödner Tal, aufgestellt. Hier sind die Puppenstuben, die Küchen und vor allem auch ein Rokokoraum mit erlesenen Fayencen und Gläsern. Der zweite Stock gehört dem mechanischen Spielzeug, das vor allem in Nürnberg eine große Tradition hat. Auch Puppentheater sind da und in einer besonderen Abteilung wird exotisches Spielzeug ausgestellt.

Gezeigt werden kann nur ein Bruchteil der Sammlung. Das Haus ist viel zu klein, um alles in würdiger Form aufzunehmen. Aber: Möglichkeiten für einen Erweiterungsbau gibt es.

H. L.

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