26. April 1967: Silben und Sekunden

26.4.2017, 07:16 Uhr

© Gerardi/Kammler

Es ging um Meisterehren im 17. öffentlichen Leistungsschreiben des Nürnberger Stenographen-Horts. Mehr als 900 Teilnehmer ertippten und erschrieben einen ausgezeichneten Leistungsdurchschnitt.

Allein im Maschinenschreiben griffen rund tausend Hände in die Tasten. In einer Grundklasse (150-300 Anschläge pro Minute), einer Praktikerklasse (300-400 Anschläge) und schließlich einer einsamen Meisterklasse mit mehr als 400 Anschlägen in einer Minute klapperten junge Damen und Herren durch zwei Prüfungen: da gab es einmal ein Schnellschreiben, je nach Klasse zwischen 10 bis 30 Minuten Dauer und zum anderen die formgerechte Darstellung eines angesagten Normbriefes.

Mehr als 400 Teilnehmer opferten in der Kurzschrift und für die Kurzschrift den Sonntagmorgen. Im Schulhaus an der Reutersbrunnenstraße ging es um eine 5-Minuten-Ansage in zwei Geschwindigkeiten nach Wahl, etwa 80 oder 100 Silben pro Minute, wobei mindestens eine handschriftlich übertragen werden mußte. Auch hier aufregende Wettkampfstimmung, die sich vermutlich erst am Samstag, dem 6. Mai, endgültig lösen wird, wenn der 1. Vorsitzende des Stenographenhorts, Wilhelm Müller, im Merkur-Saal die Sieger ehrt und die Preise verleiht.

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