30. August 1968: 58 Kilometer lange Rohrleitung

30.8.2018, 07:00 Uhr

© Launer

Die EWAG, die dafür 10 Millionen DM in ihrem Etat eingeplant hat, hofft noch in diesem Jahr die Gesamtanlage in Betrieb nehmen zu können.

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Dann wird es möglich sein, mit Hilfe der Ferngasleitung entweder in den Eschenfelder Speicher bei Zeiten geringen Gasverbrauchs durch die Stadtbewohner Überschußgas mit etwa 55 Atmosphären Überdruck zu pressen – hauptsächlich im Sommer – oder umgekehrt ihm wieder bei größerem Bedarf Gas zu entnehmen.

Die Leitung durch die Stadt wird folgenden Verlauf nehmen: Gaswerk – Sandreuthstraße – Maybachstraße – Heisterstraße – Dianastraße – Winter-Günther-Straße – Ingolstädter Straße. Von hier führt sie hinter dem Großen Dutzendteich vorbei entlang der Valznerweiherstraße durch das Forstgelände hinter der Kunstakademie. Beim Tiergarten erreicht sie den Brunner Weg und schließlich die Stadtgrenze.

Größere Baustellen befinden sich derzeit in der Ingolstädter Straße, in der Valznerweiherstraße und beim Wirtschaftshof des Tiergartens. Man sieht aufgerissene Bürgersteige und eingeengte Straßen in Länge von mehreren hundert Metern, aufgebockte Rohre mit einem Durchmesser von 30 Zentimeter und Facharbeiter, die die einzelnen Stücke verschweißen. Die Gräben sind etwa einen Meter tief. Bei der Verlegung wird darauf geachtet, daß die Gasleitung überall ein leichtes Gefälle hat, damit sich die Kondensflüssigkeit an bestimmten Stellen sammelt, wo sie herausgepumpt wird.

Bis die 58 Kilometer lange Gasleitung im Boden liegt, wird in den nächsten Monaten noch kräftig gebuddelt werden müssen. Auch außerhalb Nürnbergs werden von vier Stellen in Richtung Schwaig – Lauf – Hersbruck fleißig Gasrohre verlegt. Bei der EWAG herrscht Zuversicht: wenn keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten auftreten, wird die Rohrleitung, wie vorgesehen, in diesem Jahr fertig und in Betrieb genommen. Sie wird entscheidend dazu beitragen, die Gasversorgung in Nürnberg und weiten Teilen Mittelfrankens zu sichern.

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